Neubeginn in Virgin River – Robyn Carr

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Autor:
Robyn Carr
Titel: Neubeginn in Virgin River
Seiten: 416 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: 08. November 2019 (Neuauflage)
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3745700805
ISBN-13: 978-3745700800

Inhalt [amazon.de]:

Von vorn anfangen, das wünscht sich Mel Monroe von ganzem Herzen! Nach dem Tod ihres Mannes kann sie das Leben in der Großstadt nicht mehr ertragen – es gibt zu viele Erinnerungen. Da kommt der Job im beschaulichen Virgin River gerade recht. Allerdings beginnt der Neuanfang mehr als holprig: mieses Wetter, das Haus eine Ruine. Schnell stellt Mel fest, dass das Landleben nicht so idyllisch ist wie gedacht. Doch der attraktive Barbesitzer Jack setzt alles daran, sie vom Gegenteil zu überzeugen …

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich bereits vor einigen Jahren lesen, doch irgendwie ist es nie dazu gekommen. Durch die Neuauflage aufgrund der seit Freitag dazu erschienenen Serie auf Netflix kam ich nun endlich dazu.

Der Einstieg in die Geschichte fällt einem nicht schwer. Man wird direkt mit Mel und ihrer Situation konfrontiert und ist im Nu in dem kleinen Örtchen Virgin River angekommen. Doch anders als erwartet wird Mel nicht von einer gemütlich, warmen Hütte in Empfang genommen, in der sie sich einen kleinen Moment von der Anreise ausruhen kann, sondern von einer Bruchbude. Ein krasser Kontrast zu ihrem alten Leben. Zudem scheint die Besitzerin und Jobvermittlerin nicht wirklich einsichtig. Der Start könnte also schlimmer nicht laufen.

Hier kommen wir schon zu einer Szene die mir Mel nicht sympathisch erschienen lies. Klar, sie ist aus ihrer alten Heimat in der Großstadt anderes gewohnt, aber für meinen Geschmack reagiert sie viel zu zickig und herablassend auf ihre Mitmenschen. Ironischer Weise macht es Jack als zweite Hauptfigur nicht wirklich besser. Er ist ein total oberflächlicher Mann und manchmal hat es mich wirklich genervt zu lesen, dass er ständig scharf wird, weil Mel mit ihrem gut proportionierten Körper in Jeans an ihm vorbei gegangen ist. Mehr brauchte es manchmal nicht. Es wurde immer rein äußerliches betont, auf dass Jack „aufmerksam“ wurde. Und ich rede hier nicht nur von dem ersten Eindruck. Ist klar, dass dieser eher der optischen Natur entspringt, wenn man jemanden kennenlernt.

Das hat mir die beiden Charaktere echt ein bisschen kaputt gemacht und ich konnte die Magie zwischen den beiden nicht so ganz nachempfinden. Die beiden passen gut zusammen, aber irgendwas hat mir gefehlt. Zum Ende hin musste ich gefühlt mehrfach mit den Augen rollen, weil es einfach so vorhersehbar war. Absolutes Klischee und nichts Neues. Aber hier darf man vielleicht auch nicht vergessen, dass das Buch schon älter ist und es ja nur neu aufgelegt wurde.

Der Schreibstil von Robyn Carr hat mir gefallen, war aber auch nichts Außergewöhnliches. Ich würde sagen, dass man diese Reihe nicht zwingend gelesen haben muss. Schön ist es hier wahrscheinlich in jedem weiteren Teil bekannte Gesichter wiederzusehen. Aber da gibt es für meinen Geschmack einfach schon andere Reihen, die dieses Prinzip besser umgesetzt haben. Nora Roberts mit Ihren Jahreszeitenbüchern konnte mich vor Jahren z.B. richtig begeistern. Die Szenerie um Virgin River und das Zusammengehörigkeitsgefühl hat die Autorin wirklich schön rübergebracht.

Vielleicht hätte mir „Neubeginn in Virgin River“ in späteren Jahren auch besser gefallen, wenn ich im ungefähren Alter der Protagonisten gewesen wäre, wer weiß. Es kann auch sein, dass mir lediglich das erste Buch in diesem Universum nicht gefallen hat und die weiteren Bände mich eher ansprechen würden, aber ob ich zu dem zweiten Band greifen werde, steht noch nicht fest.

Am Freitag habe ich mir die ersten beiden Folgen auf Netflix dazu angeschaut und ich muss zugeben, dass die Umsetzung bisher sehr nah am Buch erfolgte. Na gut, Jack habe ich mir optisch ein bisschen anders vorgestellt, aber das ist in Ordnung für mich. Ich habe die Befürchtung, dass mir vom Storytelling her sogar die Serie besser gefallen wird.

Fazit: Muss man nicht gelesen haben.

Buchpunkte:
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Der Fund – Bernhard Aichner

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Autor:
Bernhard Aichner
Titel: Der Fund
Seiten: 347 Seiten
Verlag: btb
Erschienen: 30. September 2019
Preis: 20,00 €
ISBN-10: 3442757835
ISBN-13: 978-3442757831

Inhalt [amazon.de]:

Warum musste Rita sterben? Wer hat die Supermarktverkäuferin, die doch nie jemand etwas zuleide getan hat, auf dem Gewissen? Hat die 53-jährige wirklich ihr Todesurteil unterschrieben, als sie eines Tages etwas mit nach Hause genommen hat, was sie besser im Laden gelassen hätte? Offiziell ist der Fall abgeschlossen – aber da ist einer, der nicht aufgibt. Ein Polizist, der scheinbar wie besessen Fragen stellt – und Ritas Tod bis zum Ende nicht akzeptieren will…

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich durch eine richtig ansprechend geschriebene Rezension auf Instagram gestoßen. Der Autor Bernhard Aichner ist mir seit letztem Jahr ein Begriff. Sein Buch „Bösland“ war gefühlt in aller Munde und ich war stets kurz davor es mir zuzulegen.

Seit Jahren bin ich auf der Suche nach Autoren und Büchern, die mir zumindest ähnlich gut gefallen wie die Geschichten und der Schreibstil von Sebastian Fitzek. Und nach all der Suche bin ich nun vielleicht endlich fündig geworden. Die Antwort auf meine jahrelange Suche lautet Bernhard Aichner.

„Der Fund“ ist mein erstes Buch von ihm und bereits nach kürzester Zeit war ich regelrecht gefesselt von seiner Art zu schreiben. Es war kurz nach Mitternacht und eigentlich sollte ich längst schlafen, doch da griff ich nach diesem Buch, um nur mal kurz reinzulesen. Großer Fehler. Oder großes Glück – wie man es nimmt. Aus dem ausreichenden Schlaf wurde jedenfalls nichts mehr.

Wir bekommen mit Rita Dalek eine Protagonistin die bereits im gesetzten Alter von 53 Jahren angelangt ist. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen, da ich bisher kaum Bücher gelesen habe, in denen die Hauptfigur bereits etwas in die Jahre gekommen ist. Zudem ist sie eine einfache Durchschnittsfrau ohne großes Einkommen und großen sozialen Hintergrund. Sie lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Wohnung und pflegt neben ihren zwei Jobs eine Nachbarin aus dem dritten Stock.

Der Aufbau der Geschichte ist auch sehr gut inszeniert worden. Man weiß von Anfang an, dass Rita Dalek tot ist. Die Kapitel wechseln stets zwischen einem Ausschnitt aus Ritas Leben und einer Zeugen-Befragung durch einen Ermittlungsbeamten, der im Fall Rita Dalek ermittelt. So erfährt man teilweise vor dem Einblick schon, was Rita Dalek in der Zukunft noch zustoßen wird. Mir hat das ausnahmslos gefallen.

Im Großen und Ganzen kann ich nicht einmal behaupten, dass die Geschichte sonderlich spannend ist oder man auf einen großen Showdown hinaus liest. Wahrscheinlich kann man zu einem gewissen Zeitpunkt auch selbst auf den ungefähren Ausgang des Sterbens Rita Daleks kommen – und dennoch ist es ein absoluter Lesegenuss, den uns Berhnard Aichner hier beschert. Mit dem genauen Ende habe ich nicht gerechnet, aber es hat mich sehr zufrieden zurück gelassen.

„Der Fund“ von Bernhard Aichner liest sich wie ein real existierender Fall von Ferdinand von Schirach oder ein Story aus der True Crime Zeitschrift vom Stern. Da ich von beidem ein sehr großer Bewunderer bin, liegt es nahe, dass mich der Autor und dieses Buch mehr als überzeugen konnten.

Fazit: Bernhard Aichner ist ein Highlight des deutschen Thriller-Genres!

Buchpunkte:
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Erebos – Ursula Poznanski

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Autor:
Ursula Poznanski
Titel: Erebos
Seiten: 491 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 19. Juni 2019
Preis: 19,95 €
ISBN-10: 3743205319
ISBN-13: 978-3743205314

Inhalt [amazon.de]:

Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.

Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.

Meine Meinung:
Dank einer Aktion des Verlags durfte ich in den inneren Kreis zu diesem Buch aufsteigen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich gar nicht, ob ich auf diesen Titel stolz sein sollte. Dieses Buch ist für viele wahrscheinlich gar keine Neuheit mehr, denn erstmals erschien Erebos bereits 2010 im Loewe Verlag. Zum Jubiläum erschien nun zusätzlich zu dem zweiten Teil eine „Limited Edition“ beider Bücher.

Auch ich habe mir vor Jahren mal das Buch gekauft und sogar reingelesen. Warum auch immer konnte es mich zum damaligen Zeitpunkt nicht in seinen Bann ziehen und ich hatte es direkt wieder verschenkt. Was für ein Fehler! Nachdem ich erfahren habe, dass es fast 10 Jahre später einen zweiten Teil geben wird und die begeisterten Stimmen erneut entfacht wurden, war für mich klar, dass ich dem Buch noch eine Chance geben muss. Dass ich dann auch noch im inneren Kreis gelandet bin, war ein glücklicher Zufall.

Dies ist zusätzlich mein erstes Buch der Autorin gewesen und ich war schon sehr gespannt auf den Schreibstil, da ich meistens nur Gutes darüber gehört habe. Auch ich scheine ihr verfallen zu sein. Der Schreibstil ist klar und einfach. Die Szenen teilweise sehr spannend geschrieben und als junges Mädchen hätte ich wahrscheinlich noch mehr mitgefiebert.

Die Charaktere waren mir am Anfang nicht sonderlich sympathisch. Nick ist ein 16-jähriger Junge, der beim Zocken gerne aggressiv wird, wenn etwas nicht so läuft, wie er es gerne hätte. Natürlich unterstreicht das den Sog, den Erebos auf die Spieler ausübt, allerdings habe ich eine persönliche Abneigung gegen solche Leute, die grundlos aggressiv werden, nur weil in einer virtuellen Welt nicht alles läuft wie geplant.

Seine Eltern sind irgendwie auch ein bisschen komisch. Mit Nicks Bruder gebrochen, weil er kein Arzt werden und nun mit seiner Freundin ein Tattoo-Studio eröffnen will, und Nick teilweise zum Schwänzen motivieren, weil er so müde ist. Irgendwie nicht ganz so konsequent, für die Story aber auch nicht wichtig.

Die Spielercharaktere der jeweiligen Mitschüler von Nick sind ingame ziemlich authentisch dargestellt worden. Ebenso die aufgebaute Welt, die Regeln und die Quests die erledigt werden mussten. Manchmal kamen mir die Szenen sogar zu kurz und ich hätte gerne mehr Zeit in Erebos selbst gehabt. Da ging es mir wahrscheinlich wie den meisten Spielern, denn irgendwann bezogen sich die Aufgaben zum Erwerben von neuen Fähigkeiten und Leveln hauptsächlich in der realen Welt. Und wozu das dann am Ende führt müsst ihr selbst lesen.

Mir war die Auflösung und das Ende des Buches etwas zu einfach und ich hätte mir da noch etwas Spannenderes gewünscht, allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hier um einen Jugendthriller handelt und in diese Richtung passt das dann auch sehr gut.

Alles in allem hat mir Erebos gut gefallen und ich bin geneigt noch mehr von der Autorin zu lesen. Vielleicht hat ja jemand eine klare Empfehlung abseits von Erebos – schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Ich werde jetzt direkt Abstand von dem PC nehmen und Teil 2 von Erebos lesen. Dieser spielt fast wie das Erscheinen des Buches auch 10 Jahre später. Ich bin gespannt, denn noch hat Erebos mich nicht losgelassen.

Fazit: Spannender deutscher Jugendthriller!

Buchpunkte:
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Das Haus am Ende der Welt – Paul Tremblay

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Autor:
Paul Tremblay
Titel: Das Haus am Ende der Welt
Originaltitel: The Cabin at the End of the World
Seiten: 348 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 10. Juni 2019
Preis: 12,99  €
ISBN-10: 3453319990
ISBN-13: 978-3453319998

Inhalt [amazon.de]:

Eine abgelegene Ferienhütte am See in den Wäldern New Hampshires: Hier wollen Eric und Andrew gemeinsam mit ihrer siebenjährigen Adoptivtochter Wen eine Woche Urlaub machen. Kein Smartphone, kein Internet – nur Ausspannen und Zeit mit der Familie verbringen. Mit der Idylle ist es dann aber schnell vorbei, als eines Tages vier merkwürdige, bis an die Zähne bewaffnete Gestalten auftauchen. Sie versprechen, die junge Familie nicht zu verletzen. Sie sagen, dass sie Hilfe brauchen. Doch die vier verbergen ein dunkles Geheimnis und für Eric, Andrew und Wen beginnt der schlimmste Albtraum ihres Lebens …

Meine Meinung:
Manchmal trägt es sich zu, dass ich durch puren Zufall auf eine Leseprobe stoße, diese mich richtig fesselt und ich direkt im Anschluss das Buch lese. So auch in diesem Fall. Die Leseprobe ist so fesselnd und derart atmosphärisch geschrieben, dass ich sofort das Gefühl hatte, einen Schatz im Spannungssegment gefunden zu haben, über den noch nicht alle Welt spricht.

Wie gerne hätte ich jetzt eine überschwängliche Rezension auf Lager, doch leider ist das absolut nicht der Fall. Es ist mir etwas unangenehm, weil ein Buch in meinen Augen auch immer Kreativität und Kunst eines Menschen ist, die ich nicht beleidigen möchte.
Aber dieses Buch ist seit langem das schlechteste, was ich gelesen habe. Und es hatte eigentlich so viel Potenzial, was die Stimmung und Szenerie der Leseprobe mehr als versprach. Ich konnte die Geschichte regelrecht sehen, alles lief wie in einem typischen Horrorfilm ab. Ein kleines Mädchen allein auf einer Wiese, ihre beiden Eltern im Haus. Auf einmal kommt ein junger Mann auf sie zu und spricht sie an.

Nichts, wirklich rein gar nichts deutet darauf hin, was dann mit der Story passiert. Ein Absturz in tiefe Langeweile. Es war wie ein Unfall. Man erfährt ab und zu etwas über Eric und Andrew, kurz auch über die „bewaffneten Gestalten“, aber es ist irgendwie null interessant. Der Schreibstil und der damit einhergehende Lesefluss wurde zum Glück stetig besser, aber ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich bis zum Schluss gehofft habe, dass da noch etwas passiert, was diese Richtung der Geschichte rechtfertigt.

Es fällt mir echt schwer nicht zu spoilern, andererseits gibt es nicht wirklich etwas über die Geschichte zu erzählen, wenn man ehrlich ist. Die beiden Väter werden mit ihrer Tochter von Fanatikern im eigenen Ferienhaus gefangen gehalten und gezwungen eine Entscheidung zu treffen, ansonsten würde die Welt untergehen. Nicht mehr und nicht weniger. Das war es. Und falls ihr glaubt das Ende holt es nochmal raus? Falsch gedacht. Das Ende ist ebenso langweilig wie die Charaktere.

Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht annähernd überzeugen und das ist so schade, weil sich der Anfang extrem gut lesen lässt und die Leseprobe wirklich einiges versprochen hat. Auch die Beschreibung des Buches klingt nach guter Spannungslektüre. Hier wurde Potenzial verschenkt und Lesezeit vergeudet. Schade.

Fazit:
Vergeudete Lesezeit!

Buchpunkte:
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Der goldene Kompass – Philip Pullman

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Autor: Philip Pullman
Titel: Der goldene Kompass
Originaltitel: His dark materials 1 – Northern Lights
Seiten: 464 Seiten
Verlag: CARLSEN
Erschienen: 30. Oktober 2015
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3551583404
ISBN-13: 978-3551583406

Inhalt [amazon.de]:

Lyra lebt in einem College in Oxford und bekommt eines Tages Besuch von ihrem Onkel Asriel, der dort für eine Expedition in den hohen Norden werben will. Er zeigt den Wissenschaftlern unglaubliche Bilder von dem, was er dort zu finden glaubt: eine ganz andere, fantastische Welt! Kurz nach seiner Abreise geschehen merkwürdige Dinge: Ein Kind nach dem anderen verschwindet. Ob das etwas mit der Expedition zu tun hat? Als es auch Lyras besten Freund betrifft, macht sie sich selbst auf in den Norden und findet tatsächlich die Brücke zwischen den Welten. Mutig wagt sie den ersten Schritt

Meine Meinung:
Mit „Der goldene Kompass“ von Philip Pullman habe ich einen literarischen Jugendbuch-Klassiker gelesen und ich danke dem CARLSEN-Verlag für diese wunderschöne Neuauflage.
Für mich gehörte diese Reihe irgendwie immer in die Zeit von Harry Potter und dennoch habe ich es bis vor kurzem einfach nie gelesen. Neugierig geworden bin ich letztendlich durch den Trailer zu der HBO-Serie die noch dieses Jahr erscheinen wird.

Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwer gefallen ist. Irgendwie kam ich nur langsam rein, obwohl die Szenerie und der Schreibstil mich tatsächlich in die Harry Potter Zeit versetzt hat. Wahrscheinlich lag dies einfach daran, dass mir einige Erklärungen gefehlt haben, die erst nach und nach eingebaut wurden. Der Zauber dieser Geschichte hat mich daher anfangs leider nur sehr langsam in seinen Bann ziehen können.

Lyra war mir als Hauptprotagonistin am Anfang gar nicht so richtig sympathisch. Ich konnte mich zunächst nicht mit ihr identifizieren, was mir in jüngeren Jahren vielleicht leichter gefallen wäre. Doch die Beziehung zu ihr hat sich im weiteren Verlauf zum Glück etwas verändert, weil sich ihr Charakter in meinen Augen etwas verändert und sie sich entsprechend weiterentwickelt. Das tat der Geschichte wirklich sehr gut und hat schlussendlich die gewisse Magie freigesetzt. Trotzdem konnte ich ihre Art manchmal einfach nicht ausstehen. Sie ist sehr von sich überzeugt und spricht mit anderen manchmal echt sehr frech, beinahe verzogen. Das hat es mir oft wirklich nicht leicht gemacht, sie zu mögen.

Am liebsten war mir wohl die Idee mit den Seelentieren. Dies wurde so wunderbar erdacht und umschrieben, dass ich mir fast selbst eins wünsche. Große Liebe geht raus an Pantalaimon und Iorek Byrnison den Panzerbären. Diese beiden sind mir wirklich sehr ans Herz gewachsen und waren oft der Grund für das Weiterlesen.

Der Erzähl- und Schreibstil des Autors haben mir ganz gut gefallen. Stellenweise fehlte mir leider was, aber im Großen und Ganzen konnte mich Philip Pullman überzeugen und hat in mir tatsächlich das gewisse Gefühl aus der Kindheit zurückholen können.

Dieses Buch weist für mich leider ein paar Schwächen auf, über die ich in meiner Gesamtbewertung leider nicht hinwegsehen kann. Angefangen beim Charakter Lyra und den teilweise fehlenden Erklärungen. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht in diese Welt einzutauchen und ein Abenteuer fernab der Realität zu erleben.

Ob ich den nächsten Teil lesen werde? Am Anfang hätte ich wahrscheinlich sofort gesagt, dass diese Reihe nichts für mich ist, ich bin da einfach rausgewachsen. Aber die Welt um Lyra hat das Abenteuer-Kind in mir geweckt und freut sich nicht zuletzt wegen dem spannenden Ende von Band eins auf den nächsten Teil.

Diese Reihe bestand bis vor kurzem immer aus drei Teilen. Dies hat sich inzwischen geändert. Mit „Über den wilden Fluss“ ist die Vorgeschichte erschienen und am 29.11.2019 wird es mit „Ans andere Ende der Welt“ einen offiziellen vierten Teil geben, der auch im CARLSEN Verlag veröffentlicht wird!

Ich bin schon jetzt sehr auf die Umsetzung der Serie gespannt, da der Film mich damals nicht so ganz überzeugen konnte. Da unter anderem aber James McAvoy im Cast vertreten ist, den ich als Schauspieler unglaublich schätze, bin ich da richtig guter Dinge.

Fazit: Ein Jugendbuch-Klassiker für Abenteurer und die es noch werden wollen!

Buchpunkte:
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Panem-Fans aufgepasst!

🍃🍂🌱 Es ist offiziell bestätigt! 🌱🍂🍃

Der Oetinger Verlag hat die Rechte an der deutschen Übersetzung des neuen Romans von Suzanne Collins ergattert! Das Buch hat den momentanen Arbeitstitel „Untitled Panem Novel“ und wird zeitgleich am 19. Mai 2020 bei uns und in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland veröffentlicht.

Laut Suzanne Collins selbst wird es in dem angekündigten Buch um den Zustand der menschlichen Natur gehen. Es stellt sich die Fragen „Wer sind wir? Undwas brauchen  wir, um zu überleben?“. Zeitlich wird es die Wiederaufbauphase zehn Jahre nach dem Krieg beleuchten, in denen Panem langsam wieder einen Aufschwung erlebt und die in den bereits erschienen Büchern um Katniss Everdeen als die „Dunklen Tage“ bezeichnet werden.

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Mit so einer großartigen Neuigkeit hatte ich absolut nicht gerechnet und ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Umsetzung. Zudem freue ich mich, dass der Oetinger Verlag die Rechte ergattern konnte, denn dies ist der Heimatverlag der „Tribute von Panem“. Schon jetzt scheint klar zu sein, dass 2020 einiges für Buchliebhaber/innen zu bieten hat.

Und wer noch immer nicht genug hat, auch an die Filmliebhaber unter uns wurde gedacht:
Lionsgate hat bereits die Verfilmung angekündigt. Das Studio, dass schon für die Filme mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle verantwortlich war und die mir persönlich ausgesprochen gut gefallen haben.

Mach mal halblang – Matt Haig

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Autor: Matt Haig
Titel: Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten
Originaltitel: Notes on a Nervous Planet
Seiten: 320 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 22. März 2019
Preis: 14,90 €
ISBN-10: 3423262281
ISBN-13: 978-3423262286

Inhalt [amazon.de]:

Sind Sie schon durchgedreht oder arbeiten Sie noch daran?

Wir leben in einem Zeitalter der Ängste und der überdrehten Schnelligkeit. Man könnte meinen, unsere gesamte Lebensweise wäre darauf ausgerichtet, uns ins Unglück zu stürzen. Der Life-Overload hat uns fest im Griff. Aber: Können wir etwas dagegen tun? Matt Haig beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie die lärmende Außenwelt unser Denken beherrscht und wie wir uns zur Wehr setzen können. Es geht um große und kleine Dinge, um Weltpolitik, Gesundheit, Smartphones, Social Media, Sucht, Vernetzung. Ein Buch, das uns alle angeht und das uns unserer eigentlichen Aufgabe wieder ein wenig näherbringt: dem Menschsein.

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits vor einiger Zeit begeistert das Buch „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig gelesen habe, war für mich direkt klar, dass ich auch sein neues Werk „Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten“ lesen werde. Das Buch erschien einen Tag vor meinem Geburtstag und bereits die ersten Seiten hatten mich in seinen Bann gezogen. Teilweise fühlte es sich an, als schreibe er mir aus der Seele. Ich fühlte mich von Anfang an oft vom Autor verstanden und seelisch in den Arm genommen. Danke dafür.

Der Autor selbst erlitt in seinem jungen Erwachsenenleben einen depressiven Zusammenbruch. Diesen reflektiert er in dem bereits angesprochenen Buch „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ und gibt schon dort Anregungen für das Leben mit. In „Mach mal halblang“, geht es nicht mehr nur um ihn, sondern um den ganzen Planeten, wie der Titel schon vermuten lässt. Dies hat mir sehr gefallen. Meiner Meinung nach, muss man das andere Buch auch nicht zwingend gelesen haben, um dieses hier genießen zu können. Lediglich der Autor selbst ist einem dann natürlich schon bekannt und man weiß ungefähr was einen erwartet.

Das Buch ist in verschiedene Themen eingeteilt, in denen jeweils sehr kurze und knappe Abschnitte vorkommen. Teilweise wirken einige Passagen wie Gedichte, ohne wirklich Gedichte zu sein. Ich habe das komplette Buch mit lauter Post-It’s vollgeklebt wie ihr auf dem Foto erkennen könnt. So viele Sätze und ganze Abschnitte sind mir so wichtig gewesen, dass sie sich regelrecht eingebrannt haben und ich möchte jede einzelne Zeile immer und immer wiederfinden können, die mir im Augenblick des Lesens so viel geben konnte. Selbst währenddessen habe ich oft wieder auf vorherige Markierungen zurückgeblättert und sie mir erneut durchgelesen und versucht diese zu verinnerlichen.

Es werden in diesem Meisterwerk so unglaublich viele Themengebiete der heutigen Zeit angesprochen und reflektiert, die leider immer wieder in den Hintergrund treten. Oft konnte ich mich und mein Umfeld in Matt Haigs Zeilen wiederfinden. Ich selbst habe schon vor dem Buch mit vielen Dingen zu kämpfen gehabt. Sich diese Probleme erneut bewusst zu machen tat gut. Ich habe mich verstanden gefühlt und konnte Lösungen erarbeiten, die mir sicher in Zukunft ein bisschen helfen werden. Ich konnte für mich persönlich wirklich sehr viel übertragen und in den Alltag integrieren. Und ist das nicht etwas total Großartiges, was Bücher mit einem anstellen können? Ich bin absolut begeistert und versuche gerade jedem dieses Werk zu empfehlen. Und doch werden all meine Worte und auch diese Rezension dem Buch nicht annähernd gerecht.

Seid mal ehrlich zu euch selbst. Kennt ihr dieses Gefühl nicht auch, ständig eine regelrechte „Angst“ davor zu haben, etwas zu verpassen, etwas nicht erlebt zu haben? Und sei es nur so etwas banales, wie eine neue Staffel einer eurer Lieblingsserien. Denn es gibt nicht nur die eine Serie, die euch reizt. Es sind inzwischen Dutzende. Sich bewusst Zeit zu nehmen und sich komplett auf das Jetzt zu konzentrieren findet kaum noch statt. Es gibt von allem ein solches Übermaß an Angeboten, welche wir am besten alle gleichzeitig konsumieren wollen, um auch ja nichts zu versäumen und mitsprechen zu können, dass wir manchmal gar nicht mehr in der Lage sind, innezuhalten und bewusst zu genießen. In Gedanken sind wir im gleichen Moment schon bei der nächste Serie, dem nächsten Buch, welches wir unbedingt auch noch inhalieren möchten.

Also bei mir artet das teilweise wirklich in Stress aus und es fühlt sich oft an wie ein abarbeiten, dabei sollte sowas wie Serien gucken doch eigentlich Entspannung bedeuten und nicht in Arbeit ausarten – oder?  Von dem Thema Smartphone-Sucht (denn nichts anderes ist es für mich, wenn man dauernd das Ding vor der Nase hat) und die daraus automatisch resultierende andauernde Erreichbarkeit möchte ich gar nicht erst anfangen. Und dies sind nur zwei der vielen interessanten Themen, wo das Buch ansetzt und ausführt.

Und auch wenn es jetzt im ersten Moment vielleicht so wirkt, als würde Matt Haig nur gegen die aktuelle Situation und den Fortschritt der Menschheit wettern, ist dem absolut nicht so. Denn es gibt auch bejahende Abschnitte und die positiven Seiten werden einem auch nochmal deutlich und verständlich vor Augen geführt. Er findet in meinen Augen also eine sehr gute Balance zwischen dem negativen und dem positiven Wandel der Zeit.

Ich hoffe so sehr, dass die Verkaufszahlen für dieses Buch gut sind, denn das würde für mich bedeuten, dass viele Menschen in Besitz dieses Buches sind. Ob sie es dann letztendlich lesen oder es ewig auf dem ungelesen Stapel ihrer Bücher liegt, kann man natürlich nicht wissen, allerdings hätten sie stets die Möglichkeit es für sich zu entdecken und etwas daraus für sich und ihr weiteres Leben mitzunehmen. Das ist ein Gedanke der mir gefällt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand diese Rezension überhaupt bis zum Ende liest ist sehr gering. Denn ich kenne das selbst nur zu gut. Es wird, wenn überhaupt überflogen, denn im nächsten Tab im Browser wartet schon die nächste Information, die man auf keinen Fall verpassen will.

Fazit: Dieses Buch ist ein Apell an die Menschlichkeit und das Sein. Für mich ist es zudem ein Begleiter für das moderne Leben, welches wir heute führen. Die markierten Stellen werde ich nicht zum letzten Mal gelesen haben!

Buchpunkte:
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Neuerscheinungen Mai 2019

Guten Morgen!

Der April hat begonnen und Ostern steht quasi vor der Tür. Die druckfrischen Neuerscheinungen liegen bereits in den Buchhandlungen aus und der Wunschzettel platzt aus allen Nähten. Dennoch möchte ich schon jetzt einen Blick in die Zukunft werfen, denn der Mai hält für mich nur ganz wenig bereit, was meinem SUB nur gut tun kann. Der Juni schlägt dafür etwas härter zu, aber dazu im nächsten Neuerscheinungs-Beitrag mehr.

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Am 02. Mai erscheint „Auris“ von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Da ich seit Jahren ein großer Fan von Fitzeks Thrillern bin, steht dieses Buch selbstverständlich ganz oben auf meiner Liste. Ob es sich bei „einer Idee von Sebastian Fitzek“ um Marketing handelt, um die Verkaufszahlen möglichst hoch zu pushen? Ich lass mich mal überraschen.

Und das war es auch schon zum jetzigen Zeitpunkt. Wie ihr seht, könnte sich mein SUB in nächster Zeit eigentlich etwas erholen. Eigentlich. Ihr kennt das ja.

Habt einen schöne Woche!
Yvonne

Geständnisse – Kanae Minato

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                    Autor: Kanae Minato                    
Titel: Geständnisse
Originaltitel: Kokuhaku (Confessions)
Seiten: 272 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann
Erschienen: 27. März 2017
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 3570102904
ISBN-13: 978-3570102909

Inhalt [amazon.de]:

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten

Meine Meinung:
Wer mich kennt, weiß, dass ich eine große Liebe zu Japan hege. Meine große Manga-Zeit liegt bereits hinter mir. Japanische Romane habe ich ironischerweise noch nicht so viel gelesen. Das wird sich dieses Jahr aber definitiv ändern. Das Buch „Geständnisse“ von Kanae Minato habe ich mir vor kurzem als Mängelexemplar mitbestellt und eigentlich hatte ich überhaupt keine Erwartungen daran. Zum Zeitpunkt meiner Bestellung war mir lediglich noch in Erinnerung, dass dieses Buch 2017 in den sozialen Medien in aller Munde war und die Meinungen auseinander gingen.

Ich bin ohne weiteres Vorwissen an die Geschichte gegangen und wusste überhaupt nicht, was mich erwarten wird. Am Anfang empfand ich den Einstieg als merkwürdig. Sensei Moriguchi fängt direkt vor ihrer Klasse an zu sprechen und ihr gesamter Part ist ein Reden. Kein Erzähler im klassischen Sinn. Mir hat dies durchaus gefallen und gerade als ich so richtig drin war, war es auch schon wieder vorbei. Der nächste Abschnitt wird nämlich von jemand anderem erzählt. Und der darauffolgende auch. So geht es das ganze Bücher über weiter. Es folgt immer wieder eine andere Perspektive, bis sich am Ende alles zusammenfügt.

Man bekommt einen Einblick in die Psyche der Täter und Opfer. Jede, für die Geschichte wichtige Person, bekommt von der Autorin sein Kapitel. Das hat mir richtig gut gefallen. Da ich nicht wusste, dass mich dies in dem Buch erwartet, war mir am Anfang gar nicht klar, worauf das Buch hinausmöchte. Im Laufe der Perspektiven, wurde es mir dann jedoch ziemlich schnell bewusst, was der Spannung aber keinen Abbruch getan hat.

Der Schreibstil der Autorin, sowie die Übersetzung ins Deutsche haben mir sehr zugesagt. Die Autorin weiß, wie man die Spannung aufrecht erhält und hat sich für einen stimmigen Erzählstil entschieden. Das Buch war insgesamt einfach mal etwas total anderes für mich. Jeder der sich für die japanische Kultur begeistern kann oder dieser offen gegenüber steht, kann hier nebenbei noch ein paar Kleinigkeiten über das Schulsystem und andere Kleinigkeiten erfahren. Mir persönlich gefällt sowas immer sehr, da ich jegliche Informationen dazu regelrecht aufsauge.

Der einzige Kritikpunkt, der mir auf Anhieb einfällt, ist die Tatsache, dass ich das Ende als etwas zu rasant erzählt empfunden habe. Auf einmal kam es zum Höhepunkt und Abschluss und für meinen Geschmack, hätte man das doch noch etwas in die Länge ziehen können. Ebenso passt das Cover für mich nicht zum Inhalt, aber das ist mir im Grunde nicht ganz so wichtig. Man bekommt mit „Geständnisse“ von Kanae Minato einen soliden, spannenden Roman aus Japan.

Da ich von der Autorin so begeistert bin, habe ich mich sofort auf die Suche nach Nachschub begeben und feststellen können, dass bereits im April 2019 ein weiterer Roman von ihr erscheinen wird. „Schuldig“ wird dieser im Deutschen heißen und verspricht wieder spannende Lesezeit. Ich kann es kaum erwarten und das Buch steht nun ganz oben auf meiner Wunschliste.

Fazit: Hat mich auf ganzer Linie überzeugen können

Buchpunkte:
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Random Fact: Das Buch wurde 2010 von dem Regisseur Tetsuya Nakashima unter dem Originaltitel „告白, Kokuhaku“ verfilmt und erhielt vier Japanese Academy Awards in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Bester Schnitt.

Ich werde mir den Film definitiv anschauen, denn ich bin einfach gespannt, wie das Buch in einen Film umgesetzt wurde und inwieweit es meinen eigenen Vorstellungen entspricht.

 

Sieben Tage voller Wunder – Dani Atkins

 

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Autor: Dani Atkins
Titel: Sieben Tage voller Wunder
Original-Titel: Perfect Strangers
Seiten: 240 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 02. Oktober 2017
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 9783426520888
ISBN-13: 978-3426520888

Inhalt [amazon.de]:
Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, mitten in Kanadas endlose winterliche Wildnis und das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss?

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde mir unangefragt zugeschickt. Da ich die Bücher der Autorin sehr schätze, habe ich mich darüber sehr gefreut. Dennoch kam ich erst ein Jahr später dazu es endlich zu lesen.

Mit gerade einmal 240 Seiten bekommt man von der Autorin dieses Mal nur ein kurzes Lesevergnügen präsentiert. Leider können mich so kurze Geschichten meistens nicht überzeugen, dennoch habe ich Dani Aktins ihre Chance eingeräumt, denn ihre bisher erschienenen Bücher, haben mir fast ausschließlich gut gefallen.

Die Charaktere Hannah und Logan haben mir recht gut gefallen, sind an sich aber nichts Besonderes. Logan ist ein Mann für das schlagende Frauen-Herz und Hannah ist eine ganz normale, nett erscheinende Persönlichkeit. Ohne großartige Ecken und Kanten. Ich denke das war gewollt und passte auch gut zur Thematik des Buches.

Ich bin mit einer typischen Erwartungshaltung an die Geschichte herangegangen und wurde am Ende sogar positiv von der Autorin überrascht. Ich war mir wirklich sicher, wie die Geschichte enden wird und fast schon gelangweilt. Mein Dank gilt an dieser Stelle Dani Atkins, denn sie hat sich tatsächlich für ein anderes Ende entschieden, als man im ersten Moment einfach von ihr erwartet hatte.

Fans von Dani Atkins kommen auch hier wieder auf ihre Kosten und sollten sich die Geschichte keinesfalls entgehen lassen, dennoch empfehle ich dieses Buch nicht als Einstieg in die Werke der Autorin, da man die Schönheit ihrer Texte in so einem kleinen Rahmen gar nicht ganz erfassen kann.

Dani Atkins konnte mich endlich wieder in ihren Bann ziehen, wenn auch nur kurz und oberflächlich. Dies ist aber einfach der Knappheit der Geschichte geschuldet.

Fazit:
Eine kurzweilige Geschichte die mir am Ende überraschender Weise nicht das Herz gebrochen hat.