Illuminae. Die Illuminae Akten #1

9783423761833

Autor: Amie Kaufman und Jay Kristoff
Titel: Illuminae
Originaltitel: Illuminae
Seiten: 599 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 13. Oktober 2017
Preis: 19,95 €
ISBN-10: 3423761830
ISBN-13: 978-3423761833

!SPECIAL ZUM BUCH!

Inhalt [amazon.de]:

Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.


Meine Meinung:
Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich auf die deutsche Übersetzung dieses Titels gefreut habe. Als ich dann noch überraschenderweise die Möglichkeit bekommen habe, das Buch vorab lesen zu dürfen, war es um mich geschehen. Ich hatte nicht eine Sekunde Bedenken enttäuscht zu werden. Und ich kann voller Stolz sagen, dass mich dieses Buch endlich aus einer großen Sommer-Leseflaute geholt hat.

Die Aufmachung des Buches ist einmalig. Sehr intensiv unterstreicht sie gelesene Passagen und trifft einen oft mitten ins Herz. Noch wundervoller wäre es nur, wenn die Seiten farbig gestaltet werden würden, dies ist allerdings nicht der Fall. Nichtsdestotrotz macht dieses Buch einfach nur unglaublich viel Spaß! Man kann so viel entdecken, wenn man aufmerksam ist.

Die Geschichte wird in einer Art Akte erzählt und man weiß bis zum Schluss nicht, wer wem diese Akte überliefert hat. Man liest sich also durch geführte Interviews, Überwachungssequenzen, Chatverläufe, gesammelte Dokumente und vieles mehr. Dies führt dazu, dass man kaum aufhören kann zu lesen. Es wird stetig zunehmend spannender und die Art der Erzählung fesselt einen regelrecht an das Buch. Ich wollte es zu keinem Zeitpunkt beiseite legen. Während des Lesens fährt ein kompletter Film im Kopf ab und ich kann mir die Geschichte absolut als spannenden und bildgewaltigen Kinofilm vorstellen.

Die Charaktere wurden sehr authentisch ausgearbeitet. Kady und Ezra wachsen einem sehr schnell ans Herz und ich empfand beide als äußert sympathisch. Besonders Kady hat es mir angetan, da sie kein weinerliches, junges Mädchen darstellt und eine tolle Persönlichkeit zu haben scheint. Aber auch Ezra hat mir gut gefallen. Der Fokus liegt nicht ausschließlich auf ihrer Liebesbeziehung zueinander, sondern auch auf die Umstände, in denen sie sich befinden. Das findet man heutzutage immer seltener und ist mir sofort positiv in Erinnerung geblieben. Und trotz der doch sehr ernsten Situation wurde teilweise auch ein angemessener Humor und Witz gestreut.

Meine Erwartungen an diesen New-York-Times-Bestseller wurden absolut übertroffen und ich hoffe jedem ein ebenso großes Lesevergnügen wie ich es erleben durfte. Geht am Besten sofort in die nächste Buchhandlung und lasst euch von dem Autoren-Duo Amie Kaufman und Jay Kristoff in den Bann ziehen – ihr werdet es nicht bereuen.

Dieses Buch ist ein absolutes Jahreshighlight und mein Leserherz weint bezüglich der langen Wartezeit auf den hoffentlich bald erscheinenden zweiten Teil der Trilogie.

Fazit: Schnallt euch an und macht euch bereit für ein Abenteuer im Weltall!

Buchpunkte:
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Buchtrailer:

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Arena – Holly Jennings

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Autor:
Holly Jennings
Titel: ARENA
Originaltitel: Arena
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Knaur TB
Erschienen: 01. September 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3426520214
ISBN-13: 978-3426520215

Inhalt [amazon.de]:

Im Jahr 2054 ist das Sterben Alltag in Kali Lings Job: Sie ist eine virtuelle Gladiatorin, eine der besten in der Profi-Liga, die jedes Wochenende die Massen vor die Bildschirme zieht und Milliarden einspielt. Zwar beendet ein virtueller Todesstoß nicht wirklich Kalis Leben, doch der Schmerz ist höchst real. Zum Ausgleich winken Ruhm, schnelles Geld und wilde Partys.
Als ihr Teamkapitän Nathan an einer Überdosis stirbt, wird Kali zum ersten weiblichen Kapitän befördert. Mit dem attraktiven, arroganten Rooke stellt man ihr jedoch auch einen neuen Kollegen an die Seite, der sie in mehr als einer Hinsicht herausfordert. Dann begeht Kali den Fehler, Fragen nach Nathans Tod zu stellen …


Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich in einer E-Mail vom Verlag selbst aufmerksam gemacht und nachdem ich die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Zum Glück wurde ich auch absolut nicht enttäuscht, sondern vielmehr positiv überrascht!

Der Anfang fiel mir noch kurz etwas schwer, weil man sofort in die Geschichte geschmissen wurde. Doch nach und nach bekommt man ganz viele tolle Erklärungen und Informationen, die absolut Spaß gemacht haben zu lesen. Ich konnte mir die Welt immer besser vorstellen und fühlte mich vom Setting oft an „Die Tribute von Panem“ erinnert, obwohl es im Grunde eigentlich kaum Parallelen gibt. Das Gefühl war trotzdem irgendwie da. Ich empfand dies als positiv.

Die Charaktere Kali und Rooke haben mir sehr gefallen, die Nebencharaktere werden für meinen Geschmack allerdings relativ schwach beleuchtet. Dies tut der Geschichte aber absolut keinen Abbruch. Die Idee mit Kämpfen in einer virtuellen Welt als Sport und die Umsetzung dieser ist der Autorin sehr gut gelungen. Auch die entstehende Beziehung zwischen den Hauptprotagonisten war nicht aufdringlich und nicht zu kitschig beschrieben.

Ganz besonders gefallen haben mir die Anspielungen auf alte Spiele und Spielekonsolen wie die NES von Nintendo, die im Jahre 2054 noch immer Kultstatus innehat. Ich hoffe sehr, dass Holly Jennings noch weitere Bücher plant und zumindest der bereits erschienene zweite Band der „Arena“-Serie ins Deutsche übersetzt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, bleibt man aber auch nicht mit einem Cliffhanger zurück, was in meinen Augen ein weiterer Pluspunkt dieses Buches ist. Holly Jennings steht mit ihrem Debut für großartige Unterhaltung und diese möchte man einfach erneut erleben.

Die Autorin selbst beschreibt sich als Gamer und Nerd und das empfinde ich als absolut sympathisch und ansprechend. Wahrscheinlich funktioniert ihre Geschichte deswegen auch so gut, da sie einfach selbst Gaming-Erfahrung besitzt und für dieses Hobby lebt. Mit „Arena“ hat sie einen soliden und stimmigen Roman geschrieben, mit dem man einige schöne Stunden verbringen kann.

Fazit: Den Namen Holly Jennings sollte man sich merken!

Buchpunkte:
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Stell dir vor, dass ich dich liebe – Jennifer Niven

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Autor:  Jennifer Niven
Titel: Stell dir vor, dass ich dich liebe
Originaltitel: Holding up the Universe
Seiten: 464 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erschienen: 22. Juni 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 373735510X
ISBN-13: 978-3737355100

Inhalt [amazon.de]:
Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein.
Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?

Meine Meinung:
Ich durfte dieses Buch in der Lovelybooks-Leserunde lesen und war von Anfang sehr gespannt auf den Inhalt, den die Leseprobe schon vorab versprochen hat. Dies ist mein erstes Buch der Autorin gewesen, aber mir war durchaus bewusst, dass ihr erstes Buch „All die verdammt perfekten Tage“ damals sehr gelobt wurde. Nichtsdestotrotz hatte ich keine bestimmte Erwartungshaltung und wurde mehr als positiv überrascht.

Der Schreibstil der Autorin hat mich dermaßen überzeugen können, dass ich noch während des Lesens ihr besagtes Erstlingswerk gekauft habe. Das habe ich wirklich noch nie getan, bevor ich nicht das aktuelle Buch eines Autors beendet habe. Vor allem dann nicht, wenn es das erste Buch des Autors für mich ist. Dieses Buch hat mir so viel gegeben und so viel Spaß gemacht!

Es wird in abwechselnden Kapiteln aus der Perspektive von Jack und Libby erzählt. Mir haben beide Parts unglaublich gut gefallen, wobei mir Libby definitiv mehr ans Herz gewachsen ist. Jemanden wie sie wünscht sich fast jedes Mädchen als Freundin, glaube ich. Jack hat mich in seiner Art manchmal etwas genervt, weil ich seine Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte und ihn so manches Mal am liebsten einfach durchgeschüttelt hätte.

Libby hingegen hätte ich gerne manchmal einfach nur in den Arm genommen und danach gemeinsam mit ihr gelesen, gelacht und Spaß gehabt. Sie hat eine große Entwicklung gemacht und ich fand die Vorstellung, dass sie wegen ihres massiven Übergewichtes mit einem Kran aus dem Haus gehoben werden musste furchtbar und für Amerika gar nicht mal so unrealistisch. Traurig aber wahr. Dafür finde ich es umso atemberaubender wie Libby damit umgegangen ist.

Das Buch sprudelt nur so von positiven Messages und sollte von vielen jugendlichen Mädchen und Jungen in der heutigen Gesellschaft gelesen werden, um sich ein Bild von gewissen Problematiken bezüglich Aussehen und Mobbing machen zu können und wie damit umgegangen werden kann. Libby ist so eine herzensgute Persönlichkeit, dass ich sie und ihre erfrischende Art regelrecht vermisse.

Ich kann nachvollziehen, dass einigen das Buch vielleicht nicht ganz so gut gefallen wird wie mir, da es auch ein paar kleine Schwächen hat was einige Reaktionen der Charaktere betriff, allerdings konnte ich mich persönlich mit dem Thema Gewicht und Libby so gut identifizieren, wurde so mitgerissen und überrascht, dass ich für mich einfach voll und ganz perfekt unterhalten wurde. Zudem hat mir dieses Buch eine neue Autorin geschenkt, die ich im Auge behalten werde.

Fazit: Ein unglaublich fesselnder Schreibstil gepaart mit liebevollen Charakteren.

Buchpunkte:
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Don’t kiss Ray – Susanne Mischke

9783423740265

Autor: Susanne Mischke
Titel: Don’t kiss Ray
Seiten: 320 Seiten
Verlag: dtv Verlag
Erschienen: 07. April 2017
Preis: 12,95 €
ISBN-10: 3423740264
ISBN-13: 978-3423740265

Inhalt [amazon.de]:
Waffeln zum Frühstück, Shitstorm am Abend

Am Waffelstand eines Musikfestivals lernen Jill und Ray sich kennen und zwischen ihnen funkt es sofort. Leider fällt das verabredete Date einem Gewittersturm zum Opfer und Jill stellt sich darauf ein, dass sie Ray nie wiedersehen wird – nur um später, beim Konzert der Nachwuchsband „Broken Biscuits“, aus allen Wolken zu fallen: Der Leadsänger der Band, dessen Poster (nicht nur) die Wand ihrer besten Freundin schmückt, ist kein anderer als Ray! Und damit nicht genug: „Hallo, Mädchen mit der Puderzuckernase, falls du da bist … Tut mir leid, dass es vorhin nicht geklappt hat. Versuchen wir es morgen noch mal?“, ruft er ins Publikum. Und handelt sich und Jill ungeahnte Probleme ein: Nicht nur, weil Ray laut Vertrag keine Freundin haben darf, sondern vor allem, weil ein fanatischer Fan die beiden fotografiert hat und im Netz eine wahre Hetzjagd lostritt. Jill und Ray müssen sich trennen, bevor ihre Beziehung richtig begonnen hat, doch vergessen können sie sich nicht …

Meine Meinung:
Auf das Buch bin ich durch den Verlag selbst aufmerksam geworden. Das Cover hat mich zunächst nicht angesprochen, allerdings konnten mich die Inhaltsangabe und die Leseprobe neugierig machen. Ich erwartete eine süße Geschichte für ein paar sonnige Lesestunden. Und genau das habe ich hier auch bekommen und bin im Nachhinein immer noch positiv überrascht von dem Buch. Scheinbar waren meine Erwartungen dann doch etwas niedriger als ursprünglich gedacht.

Die Charaktere haben mir gut gefallen und waren in meinen Augen für die Art Roman sehr gut ausgearbeitet. Jill war mir ziemlich sympathisch und oft konnte ich mich mit ihr identifizieren. Mit Ray bin ich auch sehr schnell warm geworden. Toll empfand ich es, dass teilweise auch Kapitelabschnitte aus Rays Perspektive erzählt worden sind. Dies gibt einem genau den richtigen Blick auf die Geschehnisse und lässt einen mitfiebern.

Die Geschichte an sich ist recht einfach strukturiert, aber genau das hat irgendwie Spaß gemacht. Man konnte sich wunderbar berieseln lassen, mit den Charakteren schmunzeln und sich erfreuen. Oft habe ich mich in meine Teenie-Zeit zurückversetzt gefühlt, in der man noch die BRAVO gelesen und sich mit dem Privatleben einiger Promis beschäftigt hat. Wer hat nicht für seine Lieblingsband oder seinen Lieblingssänger geschwärmt und Tagträumen nachgeeifert?!

Obwohl das Buch nicht besonders dick ist und die Geschichte nicht unbedingt tiefsinnig ist, konnte die Autorin sehr viel Gefühl reinbringen. Ich persönlich finde dies sehr selten in kürzeren Büchern mit einer recht einfachen Geschichte wieder. Hier bekommt man mehr als man im ersten Moment denkt. Die Gedanken, Problematiken und Gefühle der Hauptpersonen wurden im richtigen Maß beschrieben und dem Leser näher gebracht.

Der Schreibstil von Susanne Mischke hat mir auch sehr gut gefallen und ich würde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. Ihre Art und der jugendliche Stil konnten mich auf ganzer Linie überzeugen und ich denke, dass viele Mädchen im Alter von 13 Jahren ihren Spaß an dem Buch finden werden.

Fazit: Ein wunderbares Buch für sommerliche Tage auf dem Balkon oder im Park!

Buchpunkte: 
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Seit du bei mir bist – Nicholas Sparks

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Autor: Nicholas Sparks
Titel: Seit du bei mir bist
Originaltitel: Two by Two
Seiten: 576 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 27. März 2017
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3453268776
ISBN-13: 978-3453268777

Inhalt [amazon.de]:
Manchmal ist das Ende erst der Anfang …

Mit 34 glaubt Russell auf der absoluten Glücksseite des Lebens zu stehen: Er hat eine umwerfende Frau und eine süße kleine Tochter, ein wunderschönes großes Haus und beruflichen Erfolg. Doch dann zerbricht sein Traum binnen kürzester Zeit: In der Ehe zeigen sich deutliche Risse, und eine berufliche Neuorientierung erweist sich als gefährliche Sackgasse. Vollkommen unvermittelt steht er mit einem Mal da, verlassen und arbeitslos, und soll sich allein um die fünfjährige Tochter London kümmern. Zunächst fühlt er sich komplett überfordert, nur langsam schafft er es, sich aus der Krise herauszukämpfen. Dabei hilft ihm auch eine Frau, die er für immer verloren glaubte. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu …

Meine Meinung:
Wie viele andere auch, bin ich ein großer Sparks-Fan und habe mich auf seinen neuen Roman sehr gefreut. Dass ich jemals so eine Rezension über einen seiner Romane schreiben würde, hätte ich beim besten Willen nicht für möglich gehalten. Aber leider ist dem so und da gibt es auch nichts zu beschönigen: „Seit du bei mir bist“ hat mir nicht gefallen.

In der Regel ist es ja so, dass man sich in die Charaktere, insbesondere in die männlichen, bei einem Nicholas Sparks-Roman sofort verliebt. Mir ging es bisher zumindest sehr häufig so. Doch hier ist es leider nicht ansatzweise der Fall. Selten war mir jemand so unsympathisch und ging mir so auf den Geist wie Russ. Von seiner Ehefrau wollen wir gar nicht erst anfangen, die schießt den Vogel ab. Ich habe regelrecht einen Hass auf die beiden entwickelt.

Dadurch, dass ich die Charaktere größtenteils einfach überhaupt nicht mochte, war mir ihr Schicksal auch relativ egal und in meinen Augen vieles auch komplett selbstverschuldet. Auch weiß ich irgendwie nicht, warum die Geschichte so in die Länge gezogen wurde. Wenn ich ganz ehrlich bin, war die Geschichte fast bis zum Schluss langweilig und uninteressant. Es gab keine Höhepunkte oder Spannungsmomente, keine schönen Liebesszenen. Nichts. Ich kann verstehen, wenn Leute das Buch abbrechen und war am Ende froh, es tatsächlich beendet zu haben.

Gefühlt besteht das Buch aus einer langen Einleitung und einem Ende. Am Anfang dachte ich noch, dass es wieder ein schöner, typischer Liebesroman wird, aber ich wurde spätestens dann enttäuscht, als nach 300 Seiten immer noch nichts Großartiges passiert ist und immer noch über Russ‘ ach so furchtbares Leben lamentiert wurde. Natürlich ist es nicht schön, was Russ passiert ist, aber oft war er einfach selbst Schuld und sowas passiert heutzutage so vielen Menschen.

Da könnte man jetzt natürlich behaupten, dass dieses Buch eine realitätsnahe Geschichte aus dem Leben erzählt. Damit kann ich mich anfreunden. Warum ich darüber ein Buch mit über 500 Seiten lesen muss, erschließt sich mir allerdings nicht. Lediglich das Ende war dann etwas Sparks-typisch, wobei auch das nicht mehr überzeugen konnte und mir ein Augenrollen abverlangte. Es fehlt von vorne bis hinten an Gefühl.

Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn irgendwann eine richtige Liebesbeziehung thematisiert worden wäre. So wie man es von Nicholas Sparks kennt und liebt. Oder wieder in die spannende Richtung gehen, das kann der Autor ja auch, wie er bereits bewiesen hat. Mir hat er mit „Seit du bei mir bist“ einen Flopp auf ganzer Linie beschert und meiner Meinung nach ist er hier einen sehr langweiligen und uninteressanten Weg gegangen. Ich hoffe sehr, dass sein nächster Roman wieder besser ist.

Es tut mir in der Leserseele weh, das über ein Buch von einem meiner Lieblingsautoren zu schreiben, aber es bringt auch nichts es zu beschönigen.

Fazit: Diesen Sparks kann man guten Gewissens aussetzen!

Buchpunkte:
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Depression abzugeben – Uwe Hauck

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Autor: Uwe Hauck
Titel: Depression abzugeben
Seiten: 427 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 13. Januar 2017
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3404609220
ISBN-13: 978-340460922

Inhalt [amazon.de]:
Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.

Meine Meinung:
Wer mich kennt, weiß, dass ich für das Thema Depressionen und seelische Erkrankungen immer offen bin. Dadurch wurde ich in der Lesejury auf dieses Buch aufmerksam und habe mich auf die Leserunde beworben. Ich hatte tatsächlich großes Glück und wurde ausgewählt. Ich kann an dieser Stelle ein großes Dankeschön aussprechen, denn dieses Buch konnte mir sehr viel geben.

Dennoch fällt es mir unglaublich schwer ein Buch zu bewerten, welches einem Tatsachenbericht entspricht und von dem Autor selbst so durchlebt wurde. Ich möchte ungern einen Lebensabschnitt und die Krankheit eines Menschen derart bewerten. Nichtsdestotrotz bekommt ihr hier meine Meinung und eine Buchbewertung, allerdings zielt diese nicht zu sehr auf den Ablauf der Geschichte ab, denn die hat sich der Autor ja nicht ausgedacht, sondern entsprechend selbst erleben müssen.

Gerade dies ist ein starker Pluspunkt von dem Buch. Es ist wirklich sehr realitätsnah geschrieben worden und in der Leserunde hatten wir auch noch einige Fotos von Uwe Hauck bekommen. Unter anderem von seinen kreativen Ergebnissen der Therapien oder die Gebäude der Institutionen in denen er untergebracht wurde. Das hat einen in der Vorstellungskraft noch viel mehr unterstützt und man hat den Bezug zu dem Menschen Uwe Hauck einfach noch deutlicher zu spüren bekommen.

Wir gehen mit Uwe auf eine Reise durch seine Krankheit. Vieles wird ab einem gewissen Punkt wiederholt, dies hat das Buch stellenweise etwas langatmig erscheinen lassen. Allerdings konnte man dies auch nicht weglassen, denn in den entsprechenden Situationen mussten gewisse Dinge einfach wiederholt werden und dies ließ sich auch nicht vermeiden. Wie bereits angekündigt, ist dies ein Erfahrungsbericht mit knallharten Fakten und Tatsachen.

Von einigen Dingen war ich auch regelrecht geschockt und ich wünsche niemandem auf solche Ärzte und Institutionen angewiesen sein zu müssen. Klar, einigen mag eine gewisse Therapie helfen, während andere überhaupt nichts damit anfangen können, dennoch hat mir manchmal eine gewisse Nähe zum Patienten gefehlt. Ein gezieltes auf die einzelne Person eingehen. Oft hatte ich das Gefühl, dass Uwe und seine Mitpatienten Nummern sind, die einfach abgearbeitet und abgefertigt werden müssen. Dies ist in der heutigen Zeit aber wahrscheinlich ein allgemeines Problem der heutigen Gesellschaft.

Das Ende des Buches kommt dann leider auch etwas schneller als gedacht, was mir im Endeffekt nicht ganz so gut gefallen hat. Es hat ein bisschen den Eindruck hinterlassen, das Buch schnell beenden zu müssen. Dies ist im gesamten betrachtet allerdings nur ein kleiner und zu verschmerzender Minuspunkt. Ich für meinen Teil wünsche Uwe nur das Beste und danke ihm für dieses unglaublich starke Buch.

Mich hat das Buch ein paar Wochen begleitet und so hatte ich das Gefühl, dass auch Uwe mich irgendwie in den letzten Wochen begleitet hat. Es ist kein Buch, was man einfach mal so in einem Rutsch durchliest. Man kann viel daraus mitnehmen, wenn man sich darauf einlässt und sich auch entsprechende Zeit nimmt. Viele Stellen habe ich mir markiert, um sie mir später erneut durchlesen zu können. Ich selbst habe keine attestierten Depressionen oder Angstzustände, dennoch haben einige Dinge, die der Autor gedacht und durchgemacht hat, auf mich zugetroffen.

Durch solche Bücher und entsprechende Texte, bekommt man als Leser und auch als Betroffener oder Angehöriger Hoffnung. In meinen Augen sollten dieses Buch möglichst viele Menschen gelesen haben. Denn es ist die reine Wahrheit und öffnet vielleicht auch einigen die Augen. Depressionen sollten niemals ein Tabuthema sein und dazu trägt dieses Buch bei. Ich hoffe Uwe Hauck wird noch viele Patienten etc. damit ansprechen und vielleicht auch helfen können.

Fazit: Hut ab vor so viel Offenheit! Ein Buch das viele Menschen gelesen haben sollten.

Buchpunkte:
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Der Prinz der Elfen – Holly Black

Der Prinz der Elfen von Holly Black
Autor:
Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Originaltitel: The darkest part of the forest
Seiten: 416 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 03. April 2017
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 3570164098
ISBN-13: 978-3570164099

Inhalt [amazon.de]:
Holly Black ist zurück – mit einer grandiosen Elfenfantasy!

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen…

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich kein großer Fan von Elfengeschichten. Allerdings mochte ich schon einige Bücher, bei denen Holly Black mitgewirkt hat und der Plot dieser Geschichte klang in meinen Ohren ganz ansprechend. Dennoch verrate ich euch wohl nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass mich auch dieses Buch nicht von Elfengeschichten überzeugen konnte. Sie scheinen wohl einfach nicht meins zu sein, ob das nun an meiner fehlenden Vorstellungskraft in diesem Bereich liegt, vermag ich nicht zu behaupten.

Die Charaktere haben mir allesamt nicht besonders gefallen. Leider konnte mich keiner von ihnen überzeugen, geschweige denn mein Herz erobern. Hier ist es aber nicht so, dass mir die Charaktere unsympathisch waren, ich konnte mich bloß mit keinem von ihnen identifizieren und sie blieben für meinen Geschmack auch zu oberflächlich dargestellt. Mir hat eine nähere Verbindung gefehlt. Positiv empfand ich, dass auch das Thema Homosexualität aufgegriffen wurde, was mir in dieser Verbindung und im Jugendbuch-Fantasy-Bereich noch nicht oft begegnet ist.

Der Schreibstil von Holly Black hat mir gefallen und das Buch liest sich sehr zügig. In diesem Fall ging mir das alles sogar zu schnell und man bekommt eine sehr kurzweilige Geschichte geliefert. Der Sprachstil erinnert mich an Bücher von Nina Blazon, die an ein jüngeres Publikum gerichtet sind. Dadurch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Charaktere wesentlich jünger als 16 gewesen sind. Das Cover finde ich unglaublich trashig. Ich weiß nicht wieso, aber mich würde es im Buchladen eher weniger zum Kauf verführen, allerdings passt es tatsächlich sehr gut zum Inhalt!

Gefallen hat mir die Idee, dass die Elfen in Fairfold bekannt sind. Dass die Menschen die in Fairfold leben wirklich über die Existenz Bescheid wissen. Viele Touristen kommen nur deswegen in diesen Ort und das hat mir gefallen. Das hatte etwas Magisches an sich und zeigte zugleich die Gefahr, in der die beiden Welten koexistieren. Die Sage um den gehörnten Jungen im gläsernen Sarg hätte mich als junges Mädchen auch sehr fasziniert und ich wäre auch mehr als neugierig gewesen.

Dennoch konnten meine Erwartungen leider einfach nicht erfüllt werden. Im Großen und Ganzen ist mir zu wenig passiert und der angepriesene Plot wurde mir einfach zu schnell und zu einfach gelöst. Mir hat die Tiefe gefehlt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, welches junge Mädchen mit einer Liebe zu Elfen und Folklore sicherlich zu begeistern weiß.

Fazit: Eine süße Geschichte für Zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger.

Buchpunkte:
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Waiting on Wednesday

waiting on wednesday wonderlandbooks thewonderlandbooks deutschland buchblog

Hallo meine Lieben,

heute gibt es endlich mal wieder ein WoW für euch! Ab nächster Woche habe ich zwei Wochen Urlaub, da könnte es hier auf dem Blog eventuell etwas ruhiger werden. Lesen werde ich trotzdem viel, da wir nicht wegfahren und ich mir entspannte Tage vorgenommen habe. Mein heutiges WoW ist ein Buch aus dem Ullstein Verlag, welches am 11.08.2017 erscheinen wird. Noch etwas in der Zukunft, aber es hat mich sehr angesprochen und ich freue mich schon jetzt sehr darauf.

Alexandra Görner Küssen ist die beste Verteidigung Roman Ullstein Verlag Waiting on Wednesday

Inhalt [amazon.de]:

Audrey ist am Boden zerstört: Ihre geliebte Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist, erleidet einen Schlaganfall und braucht von nun an professionelle Pflege. Gut, dass Audrey einen lukrativen Job als Escort Girl hat, von dem ihre Großmutter jedoch nichts weiß.  Und dann läuft beim nächsten Kunden alles schief. Dank einer falschen Hausnummer steht Audrey plötzlich bei Anwalt Rob vor der Haustür, der sie prompt für seine neue Haushaltshilfe hält. Die Bezahlung stimmt und Rob ist zudem noch unheimlich attraktiv, also klärt Audrey das Missverständnis nicht sofort auf und nimmt die Stelle an. Und während Audrey für Rob Partys organisiert, seine Wohnung auf Vordermann bringt und sie sich immer mehr in Notlügen verstrickt, kommen die beiden sich näher. Das Chaos nimmt seinen Lauf…

 

Na, ist dieses Buch vielleicht auch etwas für eure Wunschliste? Ich wünsche euch eine schöne Woche mit gutem Lesestoff

Hallo Leben, hörst du mich? – Jack Cheng

Hallo Leben hoerst du mich von Jack Cheng

Autor:
Jack Cheng
Titel: Hallo Leben, hörst du mich?
Originaltitel: See you in the cosmos, Carl Sagan!
Seiten: 384 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 06. März 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 357016456X
ISBN-13: 978-3570164563

Inhalt [amazon.de]:
Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.

Meine Meinung:
Wie bekomme ich es hin, dass dieses Buch von so vielen Menschen wie möglich gelesen wird? Auf dieses Buch hat der Verlag selbst mich aufmerksam gemacht und niemals hätte ich damit gerechnet, dass mir dieses Buch derart gut gefallen würde. Niemals. Es klang interessant, aber eben auch nach einem Buch für die jüngere Leserschaft. Aber was habe ich mich getäuscht! Es ist durchaus für jüngere Leser geeignet und in meinen Augen auch gerade für Jungs im Alter von 12, die das Lesen gerade für sich entdecken.

Und auch wenn ich kein 12-jähriger Junge bin, konnte mich „Hallo Leben, hörst du mich?“ von Jack Cheng zutiefst berühren und mitreißen. Deswegen empfehle ich dieses Buch nicht nur den jungen Lesern unter uns, sondern auch allen anderen, begeisterten Lesern von Jugendbüchern. Leute ihr müsst es unbedingt lesen und euch auf den Schreibstil des Autors einlassen. Selten ging mir ein Buch aus der Sicht eines kleinen Jungen so nah und selten habe ich so ein Buch innerhalb von Stunden verschlungen. Man kann sich dem Sog gar nicht entziehen.

Der Autor hat es geschafft sehr realistisch aus der Sicht eines 11-jährigen Jungen zu schreiben. Allein die Sprache und wie sich Alex Dinge erklärt hat mir sehr gut gefallen, es war absolut authentisch. Gleichzeitig schafft gerade diese Besonderheit auch die Ernsthaftigkeit im richtigen Maße rüberzubringen, denn Alex hat es im Grunde nicht einfach. Er wächst bei einer Mutter auf, die einfach keine Kraft für Erziehung und Kinder hat. Der Bruder ist bereits weggezogen. Es ist aber nicht so, dass Alex dies nun total runterzieht. Nein, er kocht für seine Mum und kümmert sich herzzerreißend liebevoll um sie. Für ihn ist das normal und er stellt dies auch nicht in Frage.

Ein erwachsener Leser bekommt diese Problematik natürlich sofort mit und es schwingt eine gewisse Last mit. Und gleichzeitig möchte man Alex in den Arm nehmen und vor allem Leid beschützen. Zunächst weiß man auch gar nicht, wie genau es um die Familienverhältnisse bestellt ist, das gibt der Geschichte sogar eine Portion Spannung und lässt einen nicht von den Seiten los. Das etwas nicht stimmt, wird allerdings sofort klar. Und doch wird das Buch nicht von der Traurigkeit dominiert, sondern wartet auch mit Witz und Humor auf. Diese Mischung war einfach wunderbar gewählt.

Die Geschichte wird in den Aufnahmen für die Außerirdischen erzählt. Zu jeder Gelegenheit nimmt Alex etwas auf, in der Hoffnung, dass die Außerirdischen genügend Informationen über die Menschheit erhalten, sollten diese mal zu Besuch auf die Erde kommen. Diese Aufnahmen möchte er ins All schicken und in seiner kindlichen Vorstellung wird dies auch sehr bald geschehen. Ob er das wirklich schafft, müsst ihr selbst entdecken, denn das werde ich euch nicht verraten. Ich persönlich empfand diese Idee und Wünsche eines Jungen sehr erwärmend.

In diesem Buch steckt so viel mehr als die Inhaltsbeschreibung vermuten lässt. Deswegen empfehle ich euch, das Buch einfach mal zur Hand zu nehmen, ohne viel auf die Beschreibung zu geben. Die verrät für meinen Geschmack auch zu viel. Ich bin mir sicher, dass es auch euch verzaubern kann. Und solltet ihr einen Sohn in dem Alter haben, der Interesse für Bücher hegt: Kauft es ihm. Ich kann mir gut vorstellen, dass durch dieses Buch die Leseleidenschaft in jungen Jahren geweckt werden kann.

Ich hoffe sehr, dass man von dem Autor noch mehr lesen wird, denn schreiben kann er grandios! Mich hat das Buch mit einem wunderbaren Gefühl beschenkt und lässt mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurück.

Fazit: Unerwartetes Jahreshighlight.

Buchpunkte:
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Ragdoll – Daniel Cole

Daniel Cole Ragdoll Review Rezension Dein letzter Tag WonderlandBooks TheWonderlandBooks Ullstein Verlag Thriller

Autor: Daniel Cole
Titel: Ragdoll – Dein letzter Tag
Originaltitel: Ragdoll
Seiten: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Verlag
Erschienen: 27. März 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3548289193
ISBN-13: 978-3548289199

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Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Flickenpuppe, einer »Ragdoll«.
Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes

Meine Meinung:
Die Rezension zu diesem Buch fällt mir leider unglaublich schwer. Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, weil mich der Plot an eine meiner Lieblingsserien erinnerte: Hannibal. Da gibt es eine Folge, wo auch Leichenteile „zusammengebastelt“ wurden und ich war sofort fasziniert und neugierig auf das Buch. Zudem konnte man vor ein paar Monaten für das Cover abstimmen und es war tatsächlich mein „Wunschcover“.

Warum auch immer konnte mich das Buch nicht so begeistern, wie ich es mir erhofft hatte. Leider kann ich auch nicht genau darlegen, warum es mich einfach nicht so überzeugen konnte. Ein großer Punkt ist wahrscheinlich der, dass ich zu den Charakteren keine Bindung aufbauen konnte. Ich hatte am Anfang auch massive Probleme all die Namen und Charaktere auseinander zu halten und mir zu merken. Das hat mich echt unglaublich an mir selbst genervt und ich hatte kaum Spaß.

Irgendwann hat sich das dann gegeben, trotzdem kam ich oft nicht hinterher. Es passiert wirklich viel auf den 480 Seiten, was eigentlich für das Buch spricht. Nichts finde ich bei einem Thriller schlimmer, wenn kaum etwas passiert. Dennoch kam ich manchmal einfach nicht mehr mit. Es waren mir einfach zu viele Personen und Situationen und ich konnte mich schlecht konzentrieren. Zudem gibt es viel zu viele Erzählstränge und Nebenhandlungen, die oft auch uninteressant waren. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, nicht ausschließlich aus Wolfs Sicht und das hat mir nicht auch gefallen.

Vielleicht lag das auch daran, dass Daniel Cole seine Figuren immer mal wieder anders genannt hat. William Oliver Layton-Fawkes wird zum Beispiel gerne mal mit Wolf, Will oder Fawkes angesprochen. Da er nicht die einzige Erzählstimme hatte, war das für mich persönlich noch störender. Ab irgendeinem Punkt sind es einfach zu viele Namen und Wolf ist nicht die einzige Figur gewesen, die unterschiedlich angesprochen wurde.

Der Schreibstil von Daniel Cole hat mir sehr gut gefallen und ich würde durchaus ein weiteres Buch von ihm lesen. Die Geschichte an sich fand ich in Ordnung, aus dem Plot hätte man meiner Meinung nach aber irgendwie mehr herausholen können. Irgendwo blieb die Spannung auf der Strecke. Zum Ende hin wurde nochmal einiges an Verwirrung gestiftet und das hat ordentlich mitfiebern lassen. Trotzdem hat mir im Gesamten einfach etwas gefehlt. Ich hätte das Buch auch nicht als Thriller eingeordnet, sondern eher als Krimi. Vielleicht bin ich aber auch einfach anderes gewohnt was Spannung und Brutalität etc. angeht.

Wolf war mir als Hauptfigur schlichtweg nicht sympathisch. Ich mochte ihn einfach nicht. Aber auch die anderen Charaktere haben es nicht besser gemacht. Ich kann mich an keine Figur erinnern, die ich nett fand und deren Entwicklung mich ernsthaft interessiert hat.

Vielleicht gebe ich der Reihe nochmal eine Chance, sollte ein zweiter Band erscheinen, allerdings bin ich mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher und tendiere eher zu einem Abbruch der Reihe. Potenzial war auf jeden Fall da, wurde aber in meinen Augen nicht ausgeschöpft. Schade.

Fazit: Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.

Buchpunkte:
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