Das gestohlene Kind – Tamer Bakiner

IMG_20200108_120157_790

Autor: Tamer Bakiner
Titel: Das gestohlene Kind
Seiten: 368 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 02. Dezember 2019
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3426525208
ISBN-13: 978-3426525203

Inhalt [amazon.de]:

»Kindes-Rückführung aus Thailand: ein dramatischer, actionreicher True-Crime-Thriller von Privat-Ermittler Tamer Bakiner, der auf einem wahren Fall basiert. In der Ehe von Alexander Bergmann und seiner thailändischen Frau Suna stehen die Zeichen auf Sturm. Immer öfter zieht es Suna in ihre Heimat; immer weniger interessiert sie sich für Alexander und sein Leben. Eines Tages ist Suna spurlos verschwunden – und mit ihr die kleine Elara, ihre gemeinsame Tochter. In größter Verzweiflung bittet Alexander eine Freundin, die Psychologin Florentine Fuchs, um Hilfe. Als er unangemeldet in ihre Praxis stürmt, sitzt dort ihr neuester Klient, ein Mann, dem sie gerade mühsam klarzumachen versucht, dass jeder einmal eine Ruhepause braucht. Es ist Privatermittler Malik Martens – seines Zeichens Spezialist auf dem Gebiet der Kindes-Rückführung. Malik zögert nicht lange. Er nimmt sich des Falles an und ahnt noch nicht, dass er all sein Können, all seine Erfahrung und schließlich auch Florentines spezielle Fähigkeiten brauchen wird, um die kleine Elara aufzuspüren. Doch das ist erst der Beginn …

Tamer Bakiner, der „Wahrheitsjäger“, ist einer der erfolgreichsten Wirtschafts- und Privatermittler in Deutschland. Seinem ersten True-Crime-Thriller liegt ein Fall von Kindes-Rückführung zugrunde, den er vor einigen Jahren erfolgreich gelöst hat. Mit Malik Martens – Tamer Bakiners Alter Ego – und Psychologin Florentine Fuchs betritt ein ungewöhnliches Team die True-Crime-Bühne, das hochspannende Einblicke in die Arbeit moderner Privatermittler gibt.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich vom Verlag selbst aufmerksam gemacht. Da ich mich in meiner Freizeit des Öfteren mit True Crime beschäftige, sei es in Form von Zeitschriften oder Podcasts, war  ich direkt neugierig. Nach kurzem Einblick in die Leseprobe und der Inhaltsbeschreibung war ich sehr angetan und habe es auch sofort nach Erhalt begonnen zu gelesen.

Leider passt der Inhalt nicht ganz zu meiner Vorstellung der vorangegangenen Beschreibung. Bis es überhaupt zu dem Thema der Kindes-Rückführung kommt dauert es sehr lange. Im Grunde bezieht sich dies wirklich nur auf den letzten Abschnitt der Geschichte. Das fand ich etwas schade, da es laut Inhaltsbeschreibung für mich so klang, als würde es das ganze Buch darum gehen.

Es wurde in diesem Fall sehr lang die Vorgeschichte erzählt, also wie es überhaupt zu so einer Tat der Kindesentführung kommen kann. Ist natürlich nicht schlimm, deckt sich bloß, meiner Meinung nach, nicht ganz mit dem Klappentext.

Zudem konnte ich leider zudem keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Der Schreibstil von Tamer Bakiner ist im Grunde echt nicht schlecht, aber irgendwas hat mir gefehlt und er konnte mich insgesamt nicht fesseln.

Der Aufbau der Story und die gewählten Charakterzüge sind zwar menschlich, aber nicht immer greifbar für mich gewesen. Einige Szenen empfand ich zum Ende hin dann irgendwie auch weit hergeholt, wobei ich mir gleichzeitig vorstellen kann, dass dies der Realität entsprechen mag. Vielleicht ist es letztendlich auch einfach nicht mein Thema im Bereich des True Crime gewesen.

Alles in allem konnte ich an „Das gestohlene Kind“ von Tamer Bakiner leider keinen Gefallen finden.

Fazit: True Crime, welches mir leider nicht zusagt.

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

Temper – Layne Fargo

IMG_20191214_102230_012
Autor:
Layne Fargo
Titel: Temper
Seiten: 380 Seiten
Verlag: bold (dtv Verlagsgesellschaft)
Erschienen: 15. November 2019
Preis: 16,90 €
ISBN-10: 3423230037
ISBN-13: 978-3423230032

Inhalt [amazon.de]:

»Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Mann mich in Gedanken auszieht. Aber das hier ist anders. Malcolm zieht mir nicht die Kleider aus, sondern regelrecht die Haut ab. Um jedes kleine Detail von mir bloßlegen zu können.«

Als Kira, Mitte Zwanzig, mehr oder minder erfolglose Schauspielerin, im Beziehungsdrama ›Temper‹ die weibliche Hauptrolle ergattert, sagt sie zu – auch wenn alle sie vor Malcolm Mercer warnen. Der charismatischen Regisseur, im Stück zugleich ihr männlicher Counterpart, ist bekannt für seine manipulative Art und seinen destruktiven Umgang mit Schauspielerinnen. Und tatsächlich: Malcolm treibt sie sowohl auf der Bühne als auch offstage von Anfang an in eine dunkle, intensive Beziehung. Kira stürzt in immer tiefere Abgründe – und fühlt sich zugleich immer deutlicher zur Gegenwehr provoziert …

Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich aufgrund der Inhaltsbeschreibung und des inexistenten Hypes sehr gespannt. Ich wollte mich endlich mal wieder auf ein Buch einlassen, von dem man noch nicht im Vorfeld verschiedene Meinungen gehört oder gelesen hat.

Die ersten Seiten waren echt nicht schlecht. Man wurde direkt in die Story geschmissen und hatte schnell einen Überblick über die jeweiligen Charaktere und die Szenerie erhalten. Zunächst war ich wirklich angetan, denn die Stimmung hatte eine ganz gewisse Spannung.
Doch leider folgte dann ziemlich schnell der Absturz. Nicht nur der der Charaktere, sondern auch der des Lesers.

Die Kapitel sind jeweils abwechselnd in Kira und Joanna aufgeteilt. Kira ist die Hauptfigur des neuen Theaterstücks neben Malcolm Mercer und Joanna ist sowas wie die Leiterin und Managerin des Indifferent Honest, sowie zeitweiser Fußabtreter Malcoms. Was mir gut gefallen hat, war die Kürze der Kapitel, dadurch kam man schnell durch die verschiedenen Konflikte voran. Auch der Schreibstil war absolut in Ordnung, da dieser zumindest anfangs eine gewisse Sogkraft entfaltete und man nicht so recht wusste wo die Autorin mit ihrer Geschichte genau hinmöchte.

Ich glaube ich habe letztendlich etwas komplett anderes erwartet, wobei ich im Nachhinein nicht behaupten kann, dass die Inhaltsbeschreibung etwas anderes vortäuscht zu sein. Warum auch immer habe ich viel mehr Sexyness und deutlich mehr Spannung erwartet. Doch beides habe ich nicht bekommen. Das Stück, welches aufgeführt wird, bekommt man nur durch kleine Probefetzen mit, in der Regel werden aber ironischer Weise wirklich immer die gleichen Szenen geübt.

Von dem Ende mag ich gar nicht erst anfangen. Es hat mich höchstens in dem Maße überrascht, dass die Autorin sich tatsächlich dafür entschieden hat, denn meiner Meinung hat der gewählte Ausgang das Fass zum Überlaufen gebracht.

Ich gehe davon aus, dass das Ende spannend sein sollte, doch ich war vorher schon derart gelangweilt und unbeeindruckt von der kompletten Szenerie und wie einiges ausgeartet ist, dass ich es fast als lächerlich empfunden habe. Die Charaktere haben in meinen Augen total überreagiert und einige Handlungen haben überhaupt nicht zu ihnen gepasst. Es fehlte teilweise absolut an Handlung und Charakterbildung. Es wurde einfach angenommen, dass die Charaktere sind wie sie sind, obwohl es teilweise keinerlei Ansätze gab. Ich als Leserin habe keine Verbindung zu irgendwem aufgebaut. Alle wie sie da sind waren in meinen Augen emotionslos und kalt.

Das Lesen hat mir ab einem gewissen Punkt keinen Spaß mehr gebracht, da die Spannung weg war, Dinge vermischt wurden, die mir persönlich nicht gefallen haben und das Ende einfach nur enttäuschend gewesen ist. Gerne hätte ich eine positive Rezension abgegeben, doch leider sagt mir „Temper“ von Layne Fargo im Großen und Ganzen, trotz solidem Anfang, nicht zu.

Fazit: Spart euch Geld und Lesezeit!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

Neubeginn in Virgin River – Robyn Carr

IMG_20191128_130916_630
Autor:
Robyn Carr
Titel: Neubeginn in Virgin River
Seiten: 416 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: 08. November 2019 (Neuauflage)
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3745700805
ISBN-13: 978-3745700800

Inhalt [amazon.de]:

Von vorn anfangen, das wünscht sich Mel Monroe von ganzem Herzen! Nach dem Tod ihres Mannes kann sie das Leben in der Großstadt nicht mehr ertragen – es gibt zu viele Erinnerungen. Da kommt der Job im beschaulichen Virgin River gerade recht. Allerdings beginnt der Neuanfang mehr als holprig: mieses Wetter, das Haus eine Ruine. Schnell stellt Mel fest, dass das Landleben nicht so idyllisch ist wie gedacht. Doch der attraktive Barbesitzer Jack setzt alles daran, sie vom Gegenteil zu überzeugen …

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich bereits vor einigen Jahren lesen, doch irgendwie ist es nie dazu gekommen. Durch die Neuauflage aufgrund der seit Freitag dazu erschienenen Serie auf Netflix kam ich nun endlich dazu.

Der Einstieg in die Geschichte fällt einem nicht schwer. Man wird direkt mit Mel und ihrer Situation konfrontiert und ist im Nu in dem kleinen Örtchen Virgin River angekommen. Doch anders als erwartet wird Mel nicht von einer gemütlich, warmen Hütte in Empfang genommen, in der sie sich einen kleinen Moment von der Anreise ausruhen kann, sondern von einer Bruchbude. Ein krasser Kontrast zu ihrem alten Leben. Zudem scheint die Besitzerin und Jobvermittlerin nicht wirklich einsichtig. Der Start könnte also schlimmer nicht laufen.

Hier kommen wir schon zu einer Szene die mir Mel nicht sympathisch erschienen lies. Klar, sie ist aus ihrer alten Heimat in der Großstadt anderes gewohnt, aber für meinen Geschmack reagiert sie viel zu zickig und herablassend auf ihre Mitmenschen. Ironischer Weise macht es Jack als zweite Hauptfigur nicht wirklich besser. Er ist ein total oberflächlicher Mann und manchmal hat es mich wirklich genervt zu lesen, dass er ständig scharf wird, weil Mel mit ihrem gut proportionierten Körper in Jeans an ihm vorbei gegangen ist. Mehr brauchte es manchmal nicht. Es wurde immer rein äußerliches betont, auf dass Jack „aufmerksam“ wurde. Und ich rede hier nicht nur von dem ersten Eindruck. Ist klar, dass dieser eher der optischen Natur entspringt, wenn man jemanden kennenlernt.

Das hat mir die beiden Charaktere echt ein bisschen kaputt gemacht und ich konnte die Magie zwischen den beiden nicht so ganz nachempfinden. Die beiden passen gut zusammen, aber irgendwas hat mir gefehlt. Zum Ende hin musste ich gefühlt mehrfach mit den Augen rollen, weil es einfach so vorhersehbar war. Absolutes Klischee und nichts Neues. Aber hier darf man vielleicht auch nicht vergessen, dass das Buch schon älter ist und es ja nur neu aufgelegt wurde.

Der Schreibstil von Robyn Carr hat mir gefallen, war aber auch nichts Außergewöhnliches. Ich würde sagen, dass man diese Reihe nicht zwingend gelesen haben muss. Schön ist es hier wahrscheinlich in jedem weiteren Teil bekannte Gesichter wiederzusehen. Aber da gibt es für meinen Geschmack einfach schon andere Reihen, die dieses Prinzip besser umgesetzt haben. Nora Roberts mit Ihren Jahreszeitenbüchern konnte mich vor Jahren z.B. richtig begeistern. Die Szenerie um Virgin River und das Zusammengehörigkeitsgefühl hat die Autorin wirklich schön rübergebracht.

Vielleicht hätte mir „Neubeginn in Virgin River“ in späteren Jahren auch besser gefallen, wenn ich im ungefähren Alter der Protagonisten gewesen wäre, wer weiß. Es kann auch sein, dass mir lediglich das erste Buch in diesem Universum nicht gefallen hat und die weiteren Bände mich eher ansprechen würden, aber ob ich zu dem zweiten Band greifen werde, steht noch nicht fest.

Am Freitag habe ich mir die ersten beiden Folgen auf Netflix dazu angeschaut und ich muss zugeben, dass die Umsetzung bisher sehr nah am Buch erfolgte. Na gut, Jack habe ich mir optisch ein bisschen anders vorgestellt, aber das ist in Ordnung für mich. Ich habe die Befürchtung, dass mir vom Storytelling her sogar die Serie besser gefallen wird.

Fazit: Muss man nicht gelesen haben.

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

Der Fund – Bernhard Aichner

PicsArt_11-07-11.26.55
Autor:
Bernhard Aichner
Titel: Der Fund
Seiten: 347 Seiten
Verlag: btb
Erschienen: 30. September 2019
Preis: 20,00 €
ISBN-10: 3442757835
ISBN-13: 978-3442757831

Inhalt [amazon.de]:

Warum musste Rita sterben? Wer hat die Supermarktverkäuferin, die doch nie jemand etwas zuleide getan hat, auf dem Gewissen? Hat die 53-jährige wirklich ihr Todesurteil unterschrieben, als sie eines Tages etwas mit nach Hause genommen hat, was sie besser im Laden gelassen hätte? Offiziell ist der Fall abgeschlossen – aber da ist einer, der nicht aufgibt. Ein Polizist, der scheinbar wie besessen Fragen stellt – und Ritas Tod bis zum Ende nicht akzeptieren will…

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich durch eine richtig ansprechend geschriebene Rezension auf Instagram gestoßen. Der Autor Bernhard Aichner ist mir seit letztem Jahr ein Begriff. Sein Buch „Bösland“ war gefühlt in aller Munde und ich war stets kurz davor es mir zuzulegen.

Seit Jahren bin ich auf der Suche nach Autoren und Büchern, die mir zumindest ähnlich gut gefallen wie die Geschichten und der Schreibstil von Sebastian Fitzek. Und nach all der Suche bin ich nun vielleicht endlich fündig geworden. Die Antwort auf meine jahrelange Suche lautet Bernhard Aichner.

„Der Fund“ ist mein erstes Buch von ihm und bereits nach kürzester Zeit war ich regelrecht gefesselt von seiner Art zu schreiben. Es war kurz nach Mitternacht und eigentlich sollte ich längst schlafen, doch da griff ich nach diesem Buch, um nur mal kurz reinzulesen. Großer Fehler. Oder großes Glück – wie man es nimmt. Aus dem ausreichenden Schlaf wurde jedenfalls nichts mehr.

Wir bekommen mit Rita Dalek eine Protagonistin die bereits im gesetzten Alter von 53 Jahren angelangt ist. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen, da ich bisher kaum Bücher gelesen habe, in denen die Hauptfigur bereits etwas in die Jahre gekommen ist. Zudem ist sie eine einfache Durchschnittsfrau ohne großes Einkommen und großen sozialen Hintergrund. Sie lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Wohnung und pflegt neben ihren zwei Jobs eine Nachbarin aus dem dritten Stock.

Der Aufbau der Geschichte ist auch sehr gut inszeniert worden. Man weiß von Anfang an, dass Rita Dalek tot ist. Die Kapitel wechseln stets zwischen einem Ausschnitt aus Ritas Leben und einer Zeugen-Befragung durch einen Ermittlungsbeamten, der im Fall Rita Dalek ermittelt. So erfährt man teilweise vor dem Einblick schon, was Rita Dalek in der Zukunft noch zustoßen wird. Mir hat das ausnahmslos gefallen.

Im Großen und Ganzen kann ich nicht einmal behaupten, dass die Geschichte sonderlich spannend ist oder man auf einen großen Showdown hinaus liest. Wahrscheinlich kann man zu einem gewissen Zeitpunkt auch selbst auf den ungefähren Ausgang des Sterbens Rita Daleks kommen – und dennoch ist es ein absoluter Lesegenuss, den uns Berhnard Aichner hier beschert. Mit dem genauen Ende habe ich nicht gerechnet, aber es hat mich sehr zufrieden zurück gelassen.

„Der Fund“ von Bernhard Aichner liest sich wie ein real existierender Fall von Ferdinand von Schirach oder ein Story aus der True Crime Zeitschrift vom Stern. Da ich von beidem ein sehr großer Bewunderer bin, liegt es nahe, dass mich der Autor und dieses Buch mehr als überzeugen konnten.

Fazit: Bernhard Aichner ist ein Highlight des deutschen Thriller-Genres!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

The Hate U Give – Angie Thomas

PicsArt_10-10-09.27.19.jpg

Autor: Angie Thomas
Titel: The Hate U Give
Seiten: 512 Seiten
Verlag: cbj
Erschienen: 14. August 2019
Preis: 18,00 €
ISBN-10: 3570164829
ISBN-13: 978-3570164822

Inhalt [amazon.de]:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…

Meine Meinung:
Wie ihr sehen könnt, handelt es sich bei meinem Buch um ein Leseexemplar, welches mir bereits 2017 zur Verfügung gestellt wurde. „The Hate U Give“ war zu dieser Zeit in aller Munde und auch ich wollte wissen, was sich hinter den Buchdeckeln verbirgt. Leider konnten mich die ersten 100 Seiten damals nicht fesseln und ich habe das Buch zunächst unterbrochen, weil es einfach nicht zu mir passen wollte. Bis jetzt. Manchmal kommt die Zeit, da finden einen die Bücher und so war es auch bei diesem hier. Ich konnte mich jetzt viel mehr darauf einlassen und habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.

Der Schwerpunkt des Buches ist meiner Meinung nach die Rassendiskriminierung und für mich ist es das erste Buch mit diesem Thema, welches ich gelesen habe. Dass es sich hierbei um ein Jungendbuch handelt, macht den Einstieg sehr einfach und ich finde es toll, dass dieses Thema aufgegriffen und auch in Deutschland thematisiert wird. Durch Jugendbücher, kommt eben auch die jüngere Generation mit Themen in Berührung, die wichtig sind. Und das auf eine einfachere Art erklärt als vielleicht in einer politischen Nachrichtensendung oder der Zeitung.

Ich für meinen Teil habe in meinem Umfeld kaum Berührungspunkte mit dem Thema und bin grundsätzlich ein sehr offener Mensch und mache mir wahrscheinlich weniger Gedanken als andere. Für mich sind Menschen fernab von der Hautfarbe Menschen. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist in meinen Augen niemand mehr oder weniger wert, nur weil er eine andere Herkunft oder Hautfarbe hat. Im Gegensatz finde ich die unterschiedlichen Kulturen sogar sehr interessant und bin stets neugierig.

Der Schreibstil oder die Übersetzung, je nachdem wie man es nimmt, hat mir nicht ganz so gut gefallen. Teilweise war dieser sehr einfach und nicht flüssig genug für meinen Geschmack. Die Protagonisten und die beschriebene Szenerie wurden gut dargestellt. Ich konnte mir stets vorstellen, dass dies der Realität entspricht. Auch die verwendete Sprache und die beschriebene Kultur haben zu dem Feeling beigetragen.

Ein Pluspunkt ist hier zudem, dass es am Ende des Buches ein Glossar gibt, in dem verschiedene Begriffe der Szene beschrieben bzw. übersetzt werden. So erhält man einen noch tieferen Einblick, auch wenn man mit einigen vielleicht sogar schon etwas anfangen konnte.

Am besten hat mir die Entwicklung von Starr gefallen. Am Anfang des Buches, konnte ich sie teilweise zwar nachvollziehen, aber so richtig sympathisch war sie mir nicht. Dies hat sich aber im Laufe der Story geändert. Gerade zum Ende hin, entwickelt sie persönliche Stärke und das fand ich sehr faszinierend.

Die letzten Kapitel werden zunehmend spannender und zeigen nochmal deutlich die Problematik auf und das hat mir sehr gefallen. Man wird nicht einfach in eine Situation entlassen, sondern kann auch etwas wie Hoffnung verspüren. Die Autorin hat es geschafft, das Thema der Rassendiskriminierung in ein Jugendbuch zu verpacken, welches Bewusstsein für ein Thema schafft, welches oft viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält.

Alles in allem hat mir „The Hate U Give“ gefallen, dennoch hatte ich eine andere Erwartungshaltung aufgrund der vielen Echos, die dieses Buch bekommen hat. Das Thema ist wichtig und wurde gut umgesetzt. Als reines Jugendbuch konnte es mich stellenweise aber nicht ganz überzeugen.

Inzwischen gibt es ja sogar eine Verfilmung und direkt nach dem Lesen dieses Buches habe ich mir den Trailer dazu angesehen. Damn! Ich glaube der Film wird mir noch besser gefallen.

Fazit: Ein wichtiges Stück Literatur in der heutigen Welt!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

Das Haus am Ende der Welt – Paul Tremblay

PicsArt_09-17-10.45.22(1)
Autor:
Paul Tremblay
Titel: Das Haus am Ende der Welt
Originaltitel: The Cabin at the End of the World
Seiten: 348 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 10. Juni 2019
Preis: 12,99  €
ISBN-10: 3453319990
ISBN-13: 978-3453319998

Inhalt [amazon.de]:

Eine abgelegene Ferienhütte am See in den Wäldern New Hampshires: Hier wollen Eric und Andrew gemeinsam mit ihrer siebenjährigen Adoptivtochter Wen eine Woche Urlaub machen. Kein Smartphone, kein Internet – nur Ausspannen und Zeit mit der Familie verbringen. Mit der Idylle ist es dann aber schnell vorbei, als eines Tages vier merkwürdige, bis an die Zähne bewaffnete Gestalten auftauchen. Sie versprechen, die junge Familie nicht zu verletzen. Sie sagen, dass sie Hilfe brauchen. Doch die vier verbergen ein dunkles Geheimnis und für Eric, Andrew und Wen beginnt der schlimmste Albtraum ihres Lebens …

Meine Meinung:
Manchmal trägt es sich zu, dass ich durch puren Zufall auf eine Leseprobe stoße, diese mich richtig fesselt und ich direkt im Anschluss das Buch lese. So auch in diesem Fall. Die Leseprobe ist so fesselnd und derart atmosphärisch geschrieben, dass ich sofort das Gefühl hatte, einen Schatz im Spannungssegment gefunden zu haben, über den noch nicht alle Welt spricht.

Wie gerne hätte ich jetzt eine überschwängliche Rezension auf Lager, doch leider ist das absolut nicht der Fall. Es ist mir etwas unangenehm, weil ein Buch in meinen Augen auch immer Kreativität und Kunst eines Menschen ist, die ich nicht beleidigen möchte.
Aber dieses Buch ist seit langem das schlechteste, was ich gelesen habe. Und es hatte eigentlich so viel Potenzial, was die Stimmung und Szenerie der Leseprobe mehr als versprach. Ich konnte die Geschichte regelrecht sehen, alles lief wie in einem typischen Horrorfilm ab. Ein kleines Mädchen allein auf einer Wiese, ihre beiden Eltern im Haus. Auf einmal kommt ein junger Mann auf sie zu und spricht sie an.

Nichts, wirklich rein gar nichts deutet darauf hin, was dann mit der Story passiert. Ein Absturz in tiefe Langeweile. Es war wie ein Unfall. Man erfährt ab und zu etwas über Eric und Andrew, kurz auch über die „bewaffneten Gestalten“, aber es ist irgendwie null interessant. Der Schreibstil und der damit einhergehende Lesefluss wurde zum Glück stetig besser, aber ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich bis zum Schluss gehofft habe, dass da noch etwas passiert, was diese Richtung der Geschichte rechtfertigt.

Es fällt mir echt schwer nicht zu spoilern, andererseits gibt es nicht wirklich etwas über die Geschichte zu erzählen, wenn man ehrlich ist. Die beiden Väter werden mit ihrer Tochter von Fanatikern im eigenen Ferienhaus gefangen gehalten und gezwungen eine Entscheidung zu treffen, ansonsten würde die Welt untergehen. Nicht mehr und nicht weniger. Das war es. Und falls ihr glaubt das Ende holt es nochmal raus? Falsch gedacht. Das Ende ist ebenso langweilig wie die Charaktere.

Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht annähernd überzeugen und das ist so schade, weil sich der Anfang extrem gut lesen lässt und die Leseprobe wirklich einiges versprochen hat. Auch die Beschreibung des Buches klingt nach guter Spannungslektüre. Hier wurde Potenzial verschenkt und Lesezeit vergeudet. Schade.

Fazit:
Vergeudete Lesezeit!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

 

Dich schickt der Himmel – Sophie Kinsella

IMG_20190808_152528_600

Autor: Sophie Kinsella
Titel: Dich schickt der Himmel
Originaltitel: I Owe You One
Seiten: 528 Seiten
Verlag: Goldmann
Erschienen: 15. Juli 2019
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3442487900
ISBN-13: 978-3442487905

Inhalt [amazon.de]:

Fixie führt den Tante-Emma-Laden ihrer chaotischen Familie in London. Für mehr hat sie eigentlich keine Zeit – außer für Ryan, den besten Freund ihres Bruders, zu schwärmen. Als sie den Laptop eines Fremden vor einer einstürzenden Decke rettet, ist das ihre Chance, Ryan nahezukommen. Denn der Jungunternehmer Sebastian besteht darauf, Fixie einen Gefallen für ihre gute Tat zu schulden. Und so bittet sie ihn kurzerhand, den arbeitslosen Ryan einzustellen. Die Bitte stellt sich jedoch als fatal heraus, denn in Sebs Unternehmen zeigt Ryan sein wahres Gesicht. Und so ist es plötzlich Fixie, die dem charismatischen Sebastian einen Gefallen schuldet …

Meine Meinung:
Endlich habe ich mal wieder einen Roman von Sophie Kinsella gelesen. Vor Jahren habe ich die ersten Bände ihrer „Shopaholic-Reihe“ begonnen und regelrecht geliebt. Selten konnte ich bei dieser Art von Büchern derart schmunzeln und entspannen. Umso größer war daher meine Vorfreude auf einen weiteren Einzelband fernab von ihrer bekannten Serie.

Der Anfang liest sich unglaublich sympathisch und typisch Kinsella. Der Schreibstil konnte mich sofort wieder abholen und entsprechend einstimmen. Wer die Autorin kennt, weiß im Grunde, was einen erwarten wird. Umso erschrockener war ich, als ich im Nachgang meines Leseerlebnisses die Bewertungen bei amazon.de gesehen habe. Denn wirklich gut schneidet „Dich schickt der Himmel“ hier nicht ab.

Fixie ist eine ziemlich verplante, junge Frau, die sich anfangs leider total ausnutzen lässt und teilwiese sehr naiv dargestellt wird. Manchmal war mir das stellenweise etwas zu klischeehaft. Oft wollte ich sie schütteln und auf den richtigen Weg hinweisen. Trotzdem war sie mir als Charakter sympathisch und die Szene im Café werde ich wohl erstmal nicht vergessen. Warum auch immer, kam mir der Gedanke, wie sich die Kellnerin wohl gefühlt hat und was sie abends zu Hause erzählt hat.

Bei Fixie hat mir ihre persönliche Entwicklung am besten gefallen. Denn diese durchlebt man doch recht deutlich auf den über 500 Seiten.

Zu Ryan möchte ich hier gar nichts erzählen, denn er ist in meinen Augen null erwähnenswert. Zu Sebastian kann man da schon mehr erzählen. Er ist der krasse Kontrast zu Ryan und das ist natürlich auch gewollt. Trotzdem ist auch Sebastian nicht mein Typ Mann. Nichtsdestotrotz passen Fixie und Seb echt gut zusammen und könnten glücklich zusammen werden.

Die Familie von Fixie wird auch näher beleuchtet und so richtig nett finde ich irgendwie höchstens ihre Mutter. Alle anderen empfand ich als sehr anstrengend und selbstbezogen. Dadurch konnte ich keine besondere Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Das hat das Leseerlebnis etwas getrübt, obwohl ich Sophie Kinsella in der Regel wirklich gerne lese.

Alles in allem blieb die Geschichte irgendwie oberflächlich und es fehlte das gewisse Etwas. Dadurch kann man aber auch behaupten, dass sich dieses Buch für einfache Lesestunden gut eignet. Es ist leider kein Lese-Highlight, aber für ein paar Stunden kann man definitiv abschalten und eine kleine Auszeit (vielleicht mit einem Glas Wein) finden.

Fazit: Für Fans der Autorin auf jeden Fall lesenswert!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

Dunkelsommer – Stina Jackson

PicsArt_08-21-12.09.32.jpg

Autor: Stina Jackson
Titel: Dunkelsommer
Originaltitel: The Silver Road
Seiten: 352 Seiten
Verlag: Goldmann
Erschienen: 22. Juli 2019
Preis: 15,00 €
ISBN-10: 3442205786
ISBN-13: 978-3442205783

Inhalt [amazon.de]:

Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden.

Meine Meinung:
Dieser Roman wirbt mit dem Slogan „Ausgezeichnet als bester skandinavischer Spannungsroman!“
Und dies gab mir den Anstoß es noch einmal mit einem Buch dieser Art zu versuchen. Leider konnte mich bisher noch keine Geschichte überzeugen, die in Skandinavien gespielt hat und sowas wie Spannung erzeugen sollte.

Leider konnte mich auch dieser Roman nicht überzeugen. Die Charaktere waren mir nicht sympathisch. Niemand. Ich konnte leider überhaupt nicht mitfühlen, obwohl die Dinge die geschehen echt grausam sind. Und das war es auch schon. Ich fand es nicht spannend, ich fand die Art von Menschen, die hier beschrieben werden unglaublich grausam und sehr realitätsnah. Ich bin mir sicher, dass es auf dieser Welt solche Fälle und Menschen gibt. Und das ist wirklich sehr schlimm.

Die Charakterbildung hat mir leider auch nicht zugesagt. Ich konnte zu niemandem eine Verbindung aufbauen und die Schicksale aller waren mir total egal. Es ging mir einfach nicht nah, weil man die Persönlichkeiten von Lelle, Meja und den anderen kaum näher kennenlernt. Nicht, dass ich das im echten Leben je gewollt hätte, aber dadurch fehlte mir die ganze Zeit über etwas. Es schien alles etwas oberflächlich gehalten. Die Schicksalsschläge kamen gefühlt Schlag auf Schlag und dennoch konnte ich kein Mitgefühl für die Personen aufbringen.

Das Lesen dieses Buches hat mir leider keinen Spaß gemacht. Es hat oft totale Längen, obwohl das Buch nicht wirklich dick ist. Der Schreibstil war okay, auch die Übersetzung scheint gelungen, dennoch kam bei mir die versprochene Spannung leider überhaupt nicht auf. Die ganze Szenerie passt gut in einen Film, den viele wahrscheinlich sogar gerne schauen würden. Dennoch hat man meiner Meinung nach auch echt nichts verpasst, wenn man es nicht gelesen hat.

Das Ende ist einfach nur furchtbar ärgerlich. Ich werde nicht spoilern, aber mich hat die Tatsache einfach total geärgert, weil man es in meinen Augen verhindern hätte können und sowas macht mich wütend. Da es diese Gefühle in mir ausgelöst hat, kann ich den Roman also nicht mal als schlecht bewerten, er hat wahrscheinlich einfach nur wieder nicht meinen Geschmack getroffen. Ich frage mich ernsthaft, ob diese Geschichte etwas Neues in dem Bereich ist. Gefühlt hat man so eine Story schon oft in skandinavischen Büchern oder Filmen gehabt. Da ich aber bisher kein Fan solcher Werke bin, kann ich die Frage nicht beantworten. Für mich war dieser Roman leider ein Reinfall.

Fazit: Der Slogan hält nicht was er verspricht!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

 

Der goldene Kompass – Philip Pullman

PicsArt_07-24-09.03.17.jpg

Autor: Philip Pullman
Titel: Der goldene Kompass
Originaltitel: His dark materials 1 – Northern Lights
Seiten: 464 Seiten
Verlag: CARLSEN
Erschienen: 30. Oktober 2015
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3551583404
ISBN-13: 978-3551583406

Inhalt [amazon.de]:

Lyra lebt in einem College in Oxford und bekommt eines Tages Besuch von ihrem Onkel Asriel, der dort für eine Expedition in den hohen Norden werben will. Er zeigt den Wissenschaftlern unglaubliche Bilder von dem, was er dort zu finden glaubt: eine ganz andere, fantastische Welt! Kurz nach seiner Abreise geschehen merkwürdige Dinge: Ein Kind nach dem anderen verschwindet. Ob das etwas mit der Expedition zu tun hat? Als es auch Lyras besten Freund betrifft, macht sie sich selbst auf in den Norden und findet tatsächlich die Brücke zwischen den Welten. Mutig wagt sie den ersten Schritt

Meine Meinung:
Mit „Der goldene Kompass“ von Philip Pullman habe ich einen literarischen Jugendbuch-Klassiker gelesen und ich danke dem CARLSEN-Verlag für diese wunderschöne Neuauflage.
Für mich gehörte diese Reihe irgendwie immer in die Zeit von Harry Potter und dennoch habe ich es bis vor kurzem einfach nie gelesen. Neugierig geworden bin ich letztendlich durch den Trailer zu der HBO-Serie die noch dieses Jahr erscheinen wird.

Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwer gefallen ist. Irgendwie kam ich nur langsam rein, obwohl die Szenerie und der Schreibstil mich tatsächlich in die Harry Potter Zeit versetzt hat. Wahrscheinlich lag dies einfach daran, dass mir einige Erklärungen gefehlt haben, die erst nach und nach eingebaut wurden. Der Zauber dieser Geschichte hat mich daher anfangs leider nur sehr langsam in seinen Bann ziehen können.

Lyra war mir als Hauptprotagonistin am Anfang gar nicht so richtig sympathisch. Ich konnte mich zunächst nicht mit ihr identifizieren, was mir in jüngeren Jahren vielleicht leichter gefallen wäre. Doch die Beziehung zu ihr hat sich im weiteren Verlauf zum Glück etwas verändert, weil sich ihr Charakter in meinen Augen etwas verändert und sie sich entsprechend weiterentwickelt. Das tat der Geschichte wirklich sehr gut und hat schlussendlich die gewisse Magie freigesetzt. Trotzdem konnte ich ihre Art manchmal einfach nicht ausstehen. Sie ist sehr von sich überzeugt und spricht mit anderen manchmal echt sehr frech, beinahe verzogen. Das hat es mir oft wirklich nicht leicht gemacht, sie zu mögen.

Am liebsten war mir wohl die Idee mit den Seelentieren. Dies wurde so wunderbar erdacht und umschrieben, dass ich mir fast selbst eins wünsche. Große Liebe geht raus an Pantalaimon und Iorek Byrnison den Panzerbären. Diese beiden sind mir wirklich sehr ans Herz gewachsen und waren oft der Grund für das Weiterlesen.

Der Erzähl- und Schreibstil des Autors haben mir ganz gut gefallen. Stellenweise fehlte mir leider was, aber im Großen und Ganzen konnte mich Philip Pullman überzeugen und hat in mir tatsächlich das gewisse Gefühl aus der Kindheit zurückholen können.

Dieses Buch weist für mich leider ein paar Schwächen auf, über die ich in meiner Gesamtbewertung leider nicht hinwegsehen kann. Angefangen beim Charakter Lyra und den teilweise fehlenden Erklärungen. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht in diese Welt einzutauchen und ein Abenteuer fernab der Realität zu erleben.

Ob ich den nächsten Teil lesen werde? Am Anfang hätte ich wahrscheinlich sofort gesagt, dass diese Reihe nichts für mich ist, ich bin da einfach rausgewachsen. Aber die Welt um Lyra hat das Abenteuer-Kind in mir geweckt und freut sich nicht zuletzt wegen dem spannenden Ende von Band eins auf den nächsten Teil.

Diese Reihe bestand bis vor kurzem immer aus drei Teilen. Dies hat sich inzwischen geändert. Mit „Über den wilden Fluss“ ist die Vorgeschichte erschienen und am 29.11.2019 wird es mit „Ans andere Ende der Welt“ einen offiziellen vierten Teil geben, der auch im CARLSEN Verlag veröffentlicht wird!

Ich bin schon jetzt sehr auf die Umsetzung der Serie gespannt, da der Film mich damals nicht so ganz überzeugen konnte. Da unter anderem aber James McAvoy im Cast vertreten ist, den ich als Schauspieler unglaublich schätze, bin ich da richtig guter Dinge.

Fazit: Ein Jugendbuch-Klassiker für Abenteurer und die es noch werden wollen!

Buchpunkte:
cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2cupcake2

Gelesenes Mai 2019

picsart_06-01-03.37.51.jpg

Guten Tag und herzlich willkommen!
Schön, dass du hierher gefunden hast! ~

Der Mai ist vorbei und das erste halbe Jahr neigt sich schon wieder fast dem Ende zu. Mein Mai verlief lesetechnisch wirklich ziemlich gut. Theoretisch habe ich sogar noch ein Buch mehr gelesen/gehört, allerdings habe ich dies erst heute beendet und zählt für mich somit in den nächsten Monat. Was natürlich eigentlich Quatsch ist, da ich 99% im Mai gelesen habe, aber man hat ja so seine Macken nä?!

Insgesamt hat mich keins der Bücher enttäuscht und mit „Mach mal halblang“ von Matt Haig habe ich bereits ein Jahreshighlight für mich entdeckt, welches ich jedem ans Herz lege. Meine Rezension dazu findet ihr hier.

Schuldig“ von Kanae Minato habe ich euch hier rezensiert. Leider hat es mir nicht so gut gefallen wie „Geständnisse“ aus 2017, aber ich hoffe sehr, dass noch mehr von ihr übersetzt wird, denn Schreiben kann sie durchaus. Japanische Literatur scheint mir zudem immer mehr zu gefallen.

Mit „Godspeed • Die Ankunft“ von Beth Revis und „Selection • Die Krone“ von Kiera Cass konnte ich zwei angefangene Reihen beenden und meinen SUB senken. Leider hielten sich die Auswirkungen auf diesen dann doch sehr in Grenzen, denn Neuzugänge lauerten auch an jeder Ecke. Kennt man ja.

Zu „Throne of Glass“ von Sarah J. Maas kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nur sagen, dass mir der erste Teil gar nicht so gut gefiel, der zweite mich aber jetzt schon irgendwie fesseln konnte. Und ich weiß nicht wieso, aber gerade bin ich in einem totalen Sog gefangen und lese gerade die Novellen 1-5, da ich den dritten Band vor ein paar Tagen nicht ergattern konnte. Seit ein paar Stunden bin ich aber stolzer Besitzer von errwähntem Buch, den ich direkt lesen möchte. Dieses ganz bestimmte Sucht-Gefühl hatte ich ewig nicht und niemals hätte ich gedacht, dass mir das bei dieser Reihe passieren würde.

Und um schnellstmöglich in den nächsten Seiten versinken zu können, werde ich diesen Beitrag nun auch beenden.

Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende! ~
Yvonne