lit.LOVE 2017

lit.love lesefestival random house 2017 save the date münchen

20 Autorinnen • 9 Verlage • 2 Tage • 1 Thema: Die Liebe

Wann? Am 11. und 12. November 2017 (Sa. und So.)
Wo? Verlagsgruppe Random House I Neumarkter Straße 28 I 81673 München

Tickets gibt es HIER!

Die lit.Love ist das Lesefestival der Verlage Blanvalet, cbj, Diana, Goldmann, Heyne, Heyne fliegt, der Hörverlag, Penguin Verlag und Random House Audio, welches im letzten Jahr Premiere gefeiert hat! Leider konnte ich 2016 nicht dabei sein, allerdings bin ich durchaus daran interessiert, dieses Jahr dabei zu sein.

Bereits 3 Autorinnen wurden angekündigt: Susan Elizabeth Phillips, Lucinda Riley und Anne Jacobs.

Weitere Informationen zum Programm werden unter www.facebook.de/litlovede folgen!

Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

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Autor: Jandy Nelson
Titel: Ich gebe dir die Sonne
Originaltitel: I`ll give you the sun
Seiten: 480 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 21. November 2016
Preis: 17,99 €
ISBN-10: 3570164594
ISBN-13: 978-3570164594

Inhalt [amazon.de]:
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler…

Meine Meinung:
Lasst alles stehen und liegen und lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! Dieses Buch ist das Beste was ich seit langem im Jugendbuchbereich gelesen habe. Es verdient viel mehr Aufmerksamkeit, ebenso wie die Autorin Jandy Nelson. Dieses Buch sticht aus der Masse an Jugendbüchern sowas von heraus. Tut euch den Gefallen und lasst euch diese Geschichte nicht entgehen.

Ich konnte das Buch einfach nicht loslassen und wollte es partout nicht beenden. „Ich gebe dir die Sonne“ hat mir so viel gegeben. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Und der Schreibstil der Autorin sowieso. So einen Schreibstil habe ich noch nie erlebt, er ist so unfassbar gut und unschlagbar wundervoll. Jandy Nelson schreibt nicht nur einfach einen Satz, sie schmückt diesen künstlerisch so aus, dass man beim lesen noch viel intensiver und mit allen Sinnen gepackt wird.

Man macht sich wesentlich mehr Gedanken und man nimmt die Charaktere viel deutlicher wahr. Die Gefühlswelt von Noah und Jude ging mir so nah und das alles wegen dieses einzigartigen Schreibstils. Ich kann euch das gar nicht richtig beschreiben, deswegen müsst ihr dieses Buch einfach unbedingt selbst lesen. Wirklich, ich verspreche euch da nicht zu viel! Es ist so viel mehr als ein einfaches Jugendbuch.

Noah und Jude. Die beiden sind zwei sehr realistisch, dargestellte Charaktere. Man wird im Laufe der Geschichte ein bisschen mit ihnen erwachsen und kann viele Gedanken und Situationen nachvollziehen. Keiner der beiden wurde mir fremd, sie wuchsen mir mehr und mehr ans Herz. Beide sind sehr facettenreich und besonders in ihrer Art und ihrem Handeln. Zwei Zwillinge, sich so nah und doch so fern.

So bunt wie das Cover entwickelt sich auch die Geschichte. Es passt einfach alles, ist stimmig bis zum Schluss. Es ist wohl auch das erste Buch für mich gewesen, in dem das Thema „Schwul sein“ eine tragende Rolle gespielt hat. Das war eine neue und sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich habe dadurch viel über mich selbst gelernt und dadurch prägt mich dieses Buch auch teilweise.

Ich werde mir auf jeden Fall das Buch „Über mir der Himmel“ von der Autorin zulegen, denn das kenne ich zum Glück noch nicht. Ebenso wird dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich das Buch gelesen habe. Denn das Buch fängt einen auf, tröstet, gibt einem Hoffnung und wiegt einen sanft in den Ruhemodus des Alltags. Es gibt einem wortwörtlich die Sonne.

Ein Buch über die Liebe, das Leben und Familienbande. Wir brauchen mehr von Jandy Nelson, wir brauchen mehr solcher Bücher!

Fazit: Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

Buchpunkte:
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Novemberschokolade – Ulrike Sosnitza

Novemberschokolade von Ulrike Sosnitza

Autor: Ulrike Sosnitza
Titel: Novemberschokolade
Originaltitel:
Seiten: 368 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 11. Oktober 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3453359062
ISBN-13: 978-3453359062

Inhalt [amazon.de]:
Zimt, Koriander und natürlich Schokolade – in Würzburgs einzigartiger Chocolaterie liegen verheißungsvolle Düfte in der Luft. Hier zaubert Lea Winter die wunderbarsten Schokoladengenüsse. Doch Liebe und Begeisterung allein bezahlen keine Rechnungen. Lea steht kurz vor der Pleite, und der einzige Ausweg scheint die Teilnahme an einem Wettbewerb zu sein. Mitten in ihrer Recherche entdeckt sie ihre Mutter Anne, die vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand, in der Fachzeitschrift der Chocolatiers. Lea macht sich auf den Weg zu ihr und erfährt eine lang verdrängte, furchtbare Wahrheit.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich aufgrund des schönen Covers gestoßen. Schokolade und Bücher – was will man mehr? Nachdem ich mir die Inhaltsbeschreibung durchgelesen habe, war es um mich geschehen. Ich mag diese Art von leichten, einfachen Büchern, bei denen man einfach mal für ein paar Lesestunden abschalten und entspannen kann. Und genau das konnte mir dieses Buch auch geben. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ganz gut gefallen, allerdings sind mir die Szenenübergänge teilweise viel zu schnell beschrieben worden. Von dem einen auf den anderen Satz war die Protagonistin schon bei dem nächsten Tag oder Geschehen und die Geschichte bekommt dadurch kaum Zeit sich zu entwickeln und wirkt sprunghaft. Es geschieht für meinen Geschmack alles etwas zu schnell. Dadurch konnte man das Buch zwar auch sehr schnell durchlesen und man war auch sofort mittendrin, aber mir fehlte dadurch etwas die Nähe zu den einzelnen Charakteren und deren Beziehungen zueinander.

Ab einem gewissen Punkt zieht sich das Buch leider etwas wie Kaugummi. Irgendwie wusste ich nicht worauf die Geschichte letztendlich hinaus möchte. Leas Mutter konnte ich von Anfang an nicht leiden und die anderen Charaktere, ausgenommen Alessandro, wuchsen mir auch nicht wirklich ans Leserherz. Hier wurde leider etwas Potenzial verschenkt.

Das Buch macht große Lust auf richtig gute Schokolade und man lernt nebenbei einiges über die Pralinenherstellung. Dieser Einblick hat mir sehr gefallen und las sich auch sehr authentisch. Die Düfte die Lea täglich riechen kann, haben mich ganz neidisch werden lassen und ich hatte große Lust mir auch Pralinen zu gönnen.

Ich persönlich lese gerne mal ganz einfache Geschichten aus dem Leben ohne viel Schnickschnack und „Novemberschokolade“ ist so ein Buch für mich. Es fehlte etwas der Spannungsbogen und man hätte etwas mehr daraus machen können, es funktioniert aber auch so ganz gut.

Dadurch, dass sich die Geschichte kaum Zeit gelassen hat, hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt. Nichtsdestotrotz hat mir „Novemberschokolade“ von Ulrike Sosnitza alles in allem ganz gut gefallen und ich bin gespannt, ob noch mehr Bücher der Autorin erscheinen werden.

Fazit: Für Fans von leichter, kurzweiliger Frauenunterhaltung mit einer schokoladigen Note.

 Buchpunkte: 
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Der Klang deines Lächelns – Dani Atkins

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Autor: Dani Atkins
Titel: Der Klang deines Lächelns
Originaltitel: Our Song
Seiten: 464 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 02. November 2016
Preis: 10,99 €
ISBN-10: 3426519356
ISBN-13: 978-3426519356

Inhalt [amazon.de]:
Ally und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Ausgerechnet auf der Intensiv-Station eines Krankenhauses treffen die beiden wieder aufeinander. Ally bangt um das Leben ihres Mannes Joe, der einen Jungen aus einem zugefrorenen See vor dem sicheren Tod rettete, und nun im Koma liegt. Charlotte hingegen betet für ihren Verlobten David, dessen Herz nach einer Virusinfektion schwer geschädigt ist. Während beide Frauen auf ein Wunder hoffen, prasseln Erinnerungen auf sie ein – an ihre gemeinsame Studentenzeit, an Partys, an endlose Sommernächte. Aber auch an Verrat, an Untreue und daran, dass sie beide David geliebt haben.
In der dunkelsten Stunde der Nacht müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Werden Sie mit der Vergangenheit Frieden schließen können? Von dieser Frage hängt am Ende alles ab – sogar das Leben von Joe und David.


Meine Meinung:
Auf das neue Buch von Dani Atkins habe ich mich sehr gefreut. Bereits ihre ersten beiden Bücher „Die Achse meiner Welt“ und „Die Nacht schreibt uns neu“ konnten mich begeistern. Mit „Der Klang deines Lächelns“ hat die Autorin eine weitere wundervolle Geschichte mit realitätsnahen Charakteren geschaffen, die sofort mein Herz erobern konnte.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir dieses Mal nicht ganz so schwer wie bei den anderen Büchern. Man wird sofort mit den jeweiligen Situationen konfrontiert und landet relativ schnell im Krankenhaus. Es wird abwechselnd aus Allys und Charlottes Sicht erzählt. Es gibt sehr viele Rückblicke in die Vergangenheit der beiden, die im Endeffekt auch allesamt unglaublich wichtig sind. Ich persönlich wusste nie, mit wem ich mehr sympathisiere. Das ganze Buch hat meine Gefühlswelt komplett durcheinander gebracht.

Auf der einen Seite konnte ich jede Aktion der beiden Frauen nachvollziehen, während ich David so manches Mal total gehasst habe. Mit David hatte ich wohl meine größten Probleme. Und gerade das zeigte mir aber auch, wie sehr mich das Buch mitgenommen hat. Dieses Buch ist so unglaublich realistisch geschrieben und die Charaktere sind in fast allen Situationen auf den Punkt so genau nachvollziehbar, dass es mir schwer fiel die Charaktere am Ende loszulassen. Oft habe ich mit mir gehadert und wollte Charlotte doof finden, weil sie sich in die Beziehung von Ally und David eingeschlichen hatte, aber das ging einfach nicht. Ich konnte am Ende auch Charlotte sehr gut verstehen und fand auch sie sympathisch.

Joe ist wahrscheinlich mein Liebling der Geschichte, obwohl man von ihm am wenigsten erfährt. Er ist ein Held und er ist ein wunderbarer Mensch und Ehemann. Ich denke jede Frau könnte sich glücklich schätzen, jemanden wie ihn an der Seite zu haben.

Das Buch ist nicht unglaublich spannend und es gibt auch nicht den großen Twist, den es bei vielen Büchern gibt, aber das braucht es meiner Meinung nach auch gar nicht. Es ist stellenweise etwas mühsam jedem Perspektivenwechsel und jeder Schilderung im Großen und Ganzen zu folgen, allerdings ist dies der einzige Minuspunkt, den ich für mich persönlich entdeckt habe und am Ende löst sich alles auf.

Dieses Buch bietet eine knallharte und tragische Realität, dass es fast weh tut. Ich habe diese Geschichte wirklich unglaublich gern gelesen. Und wie bei den anderen Büchern von Dani Atkins, werde ich auch dieses hier niemals vergessen. Man wird hier auf eine Reise mitgenommen. Auf eine Reise in das Leben von vier Menschen und wie sie miteinander verbunden sind.

Am Ende bleibt ein dicker Kloß im Hals, das Bedürfnis mit jemandem über das Buch zu reden und die Hoffnung, dass es nicht zu viele Menschen auf der Welt gibt, die eine ähnliche Situation durchmachen müssen.

Mein Lieblingsbuch der Autorin ist und bleibt „Die Nacht schreibt uns neu“, aber „Der Klang deines Lächelns“ folgt dicht dahinter und ist eine absolute Leseempfehlung von mir an euch. Wer realistische Romane mag, wird diesen hier lieben. Ich hoffe, dass man noch viel mehr von der Autorin lesen wird.

Fazit: Eine tragisch schöne Geschichte über die Liebe und das Leben.

Buchpunkte:
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lit♥Love Lesefestival

lit.Love, Lesefestival, November, 2016, München

 

Moin ihr Lieben!

Habe ich zufällig ein paar Münchner/innen unter meinen Followern? Dann habe ich jetzt DEN ultimativen Tipp für euch. Denn vom 12.-13. November 2016 findet zum ersten Mal die lit.Love in München (Neumarkter Str. 28) statt. An diesem Wochenende kann man ganze 20 nationale und internationale Autorinnen (z.B. Silvia Day, Geneva Lee und Bettina Belitz) vor Ort persönlich treffen. Es erwartet euch das volle Programm rund um die Themen Liebe, Lesen, Leidenschaft: Lesungen, Workshops, Q&A’s und vieles mehr!

Das vollständige Programm ist bereits online und findet ihr HIER.

Zusätzlich dürfen die Besucher u.a. einen Blick hinter die Kulissen eines Verlagshauses werfen – wie cool ist das bitte?

Es handelt sich bei dieser Veranstaltung um eine Kooperation der Verlage Blanvalet, cbj, cbt, Diana, Goldmann, Heyne, Heyne fliegt, Der Hörverlag und Random House Audio.

Ich selbst kann leider nicht teilnehmen, da sich die Kosten der Anreise aus Flensburg inkl. Hotelübernachtung derzeit leider nicht mit meinen Finanzen vereinbaren lassen. Dennoch möchte ich euch diese Veranstaltung wärmstens ans Herz legen, denn ich wäre wirklich sehr gerne dabei gewesen.

Für Fans der LoveLetter-Convention wird diese Veranstaltung wahrscheinlich genau das Richtige sein! Noch gibt es Tickets! -> HIER

Ich wünsche euch ein schönes, kuscheliges Wochenende!
Yvonne

Liebe, Zimt und Zucker – Julia Hanel

Liebe, Zimt und Zucker, Julia Hanel, Rezension, WonderlandBooks, TheWonderlandBooks, Ullstein, Verlag, Rezension, Rezi, 2016

Autor: Julia Hanel
Titel: Liebe, Zimt und Zucker
Seiten: 412 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erschienen: 09. September 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3548287883
ISBN-13: 978-3548287881

Inhalt [amazon.de]:
Wenn das Leben dir nur schwarzen Kaffee gibt, frag nach Zimt und Zucker!
Marit zieht für ihre große Liebe extra von Hamburg in die Kleinstadt. Doch dann verlässt Tobias sie von einen Tag auf den anderen und Marit steht vor dem nichts. Spontan nimmt sie einen Job im Coffeeshop an, was eigentlich so gar nicht ihr Ding ist. Und während sie sich mit ihrem dauerentspannten Kollegen Moritz und den anderen skurrilen Kleinstadtbewohnern herumschlägt, tritt plötzlich ein ganz neuer Mann in ihr Leben. Als sie im Coffeeshop einen USB-Stick findet, macht sie sich auf die Suche nach dessen Besitzer. Mit Julian hat sie zunächst nur per E-Mail Kontakt, doch Marit merkt, dass sie mehr möchte. Von Julian, vom Leben.

Meine Meinung:
Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich mich auf dieses Buch im September besonders gefreut habe. Mir hat das erste Buch der Autorin 2015 sehr gefallen, daher war für mich sofort klar, dass ich ihr neuestes Werk auch lesen möchte. Und ich darf stolz verkünden, dass mir die Autorin mit diesem Buch ein Jahreshighlight beschert hat, wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Das Cover ist mindestens so süß wie der Titel und der Inhalt. Mit Marit hat Julia Hanel eine Figur erschaffen, mit der man sich leicht anfreunden kann. Marit wird von ihrer großen Liebe sitzen gelassen und sitzt nun mehr oder weniger in Altberg fest. Um über die Runden zu kommen und sich klar zu werden, was sie im Leben wirklich will, fängt sie einen Job im einzigen Coffeeshop der Stadt an. Dort lernt sie unter anderem ihren Kollegen Moritz kennen, der eine Ausstrahlung wie Johnny Depp haben soll.

Die Geschichte kommt ins Rollen, als Marit einen USB-Stick findet. Neugierig wie sie ist, schaut sie sich die darauf gespeicherten Dateien an. Neben einigen Urlaubsfotos findet sie auch die E-Mail-Adresse des Besitzers und zögert nicht lange ihn zu kontaktieren. Die beiden schreiben sich mehrfach humorvolle Mails hin und her und man fiebert auf das erste Treffen hin. Es handelt sich hier aber um keinen „E-Mail-Roman“!

Der Plot hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich habe eine süße Liebesgeschichte erwartet und habe mehr als das bekommen, wenn ich ehrlich bin. Das Buch ist überaus realistisch geschrieben worden und ich habe bis heute das Gefühl Marit im echten Leben zu kennen. Das ist natürlich etwas bescheuert, aber in meinem Leserherz ist sie nun ein fester Bestandteil. Marit hat mich mit einigen Entscheidungen echt überrascht und ich dachte oft, dass die Geschichte in eine komplett andere Richtung gehen wird.

Und gerade die Tatsache, dass ich nicht mit diesem Verlauf und dem Ausgang der Geschichte gerechnet habe, macht es sehr besonders für mich. Noch dazu musste ich es mir verkneifen, beim nächsten Bäcker eine Zimtschnecke zu kaufen, denn die konnte ich förmlich beim Lesen riechen und schmecken.

Nicht nur Marit hat mir gut gefallen, nein, auch Emil, der Opa von Moritz, konnte mein Herz für sich gewinnen. Was für ein liebenswürdiger älterer Mann. Aber auch etliche Nebenfiguren wurden so schön charakterisiert und realitätsnah geformt, dass ich einfach das Gefühl hatte, selbst dabei gewesen zu sein. Um euch nicht so viele Dinge vorweg zu nehmen, halte ich hier aber mal meinen Sabbel.

Das Buch zeigt uns zudem einen Aspekt des Erwachsenwerdens, auch wenn Marit schon Ende zwanzig ist. Dadurch ist das Buch für mich viel mehr als ein klassischer Frauenroman, in dem es darum geht in seine nächste Beziehung zu schlittern oder ähnliches. Wenn man genau liest, kann man auch zwischen den Zeilen entdecken, was auf den ersten Blick vielleicht verborgen bleibt.

Mich konnte das Buch auf ganzer Linie überzeugen und ich hoffe, dass Julia Hanel noch mehr schreiben wird. Mein Leserherz würde sich über eine weitere Geschichte mit Marit natürlich sehr freuen, aber ich denke es wird hier bei einem Einzelroman bleiben. Und schreiben kann Julia Hanel. Das hat sie schon mit „Zwei fürs Leben“ gezeigt, doch hier mit „Liebe, Zimt und Zucker“ hat sie sich selbst übertroffen. Und daher ist es schon jetzt ein Jahreshighlight für mich und ich werde Julia Hanel nun voll und ganz fangirlen.

Fazit: Wer auf süße, leichte Romane steht, sollte sich den Namen Julia Hanel merken. Starke Literatur aus Deutschland.

Buchpunkte:
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Sprachlos.

Veriss Tahereh Mafi Ich fürchte mich nicht Goldmann Verlag Rezension Juliette Adam Hannibal
Okay Leute, ich sags euch gleich. Solltet ihr dieses Buch mögen, so richtig doll mögen, ohne jegliche Kritikpunkte, dann werde ich mich jetzt furchtbar unbeliebt bei euch machen. Aber ohne Witz, das nehme ich bei diesem Buch jetzt einfach mal in Kauf. Es tut mir Leid, aber ich kann jetzt einfach nicht meinen Sabbel halten. Gerne könnt ihr das Buch in den Kommentaren und mir gegenüber verteidigen, ich lasse mich gerne auf Diskussionen ein. Dieses Buch hat in mir einfach das große Bedürfnis geweckt, meine schlechte Meinung über dieses Werk lauthals in die Welt zu schreien. Und hey, das schafft auch nicht jedes Buch, also ein indirekter Pluspunkt?

Tadaa! Herzlich Willkommen, treten Sie ein und nehmen Sie Platz. Hier ist mein lautes Gebrüll. I’m sorry about that! Und ja, Hannibal steht nicht ohne Grund auf dem Bild.

So so viele Leute haben mir dieses Buch empfohlen und mir ein tolles Leseerlebnis versprochen. Bei Lovelybooks hat dieses Buch sage und schreibe 540 mal eine 5 Sterne Bewertung bekommen und bei amazon ganze 93 mal! Wenn ich einem Buch 5 Sterne gebe, dann muss ich es als extrem gut befunden haben und ich kann mir einfach nicht erklären, wie es das Buch geschafft so eine hohe Bewertung zu bekommen.

Meine Erwartungen waren wirklich nicht hoch, ich dachte bloß, dass es wahrscheinlich Spaß machen wird es zu lesen, wenn es so viele tolle Bewertungen hat und es mir darüber hinaus sogar wärmstens im Freundeskreis empfohlen wird. Das passiert ja nun auch nicht alle Tage. Nun gut, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und mein Geschmack scheint sich in diesem Fall auf einem anderen Planeten befunden haben.

Ich werfe mal kurz einen positiven Punkt ein, denn so viele habe ich ja leider nicht finden können. Dieses Buch liest sich unglaublich schnell. Ich meine so richtig schnell. Selten habe ich ein Buch gleichzeitig so schlecht gefunden und trotzdem schnell beendet. Es hat zum Glück nur 316 Seiten, daher ist der schreiend unrealistische Horror schnell überstanden, aber wäre der Inhalt in meinen Augen nicht so dämlich, dann wäre ich von der Autorin wahrscheinlich sogar durchaus begeistert gewesen.

Vielleicht liegt das ja an der deutschen Übersetzung, aber der ach so besondere Schreibstil, der mir am Anfang wirklich irgendwie gefallen hat, nervte am Ende nur noch und wirkte mehr als aufgesetzt. Es war einfach zu blumig und zu viel des Guten.
Solltet ihr das Buch noch nicht gelesen haben und ernsthaft überlegen, es noch lesen zu wollen, dann lest den nächsten Abschnitt bitte nicht mit. Es werden ab jetzt SPOILER zum wesentlichen Inhalt enthalten sein. Unter „Spoiler Ende“ dürft ihr dann spoilerfrei wieder mitlesen.

SPOILER

Die arme arme Juliette wurde ja regelrecht von ihren Eltern verstoßen, auch, weil ihre Eltern sie ja auch nicht anfassen konnten. Jetzt mal ohne Scheiß. Am Ende bekommt sie ja so einen super schönen Ganzkörperanzug geschenkt. Sind ihre Eltern und sie selbst wirklich nie auf die Idee gekommen ihr ein paar Handschuhe anzuziehen oder sie zu bedecken, nur um sie mal in den Arm nehmen zu können oder ähnliches? Aber nee, lieber abschieben, sonst hätte es diese Geschichte in dieser Form ja nicht geben können.

Dann kommen wir mal zu der Szene der grandiosen Flucht. Sorry, aber ich muss mir gerade wirklich das lachen verkneifen. Adam hat ja wunderbar vorgesorgt und einen Panzer stehen gehabt. Alles schick, sie haben es geschafft, Kussi Kussi, steigen ein und fahren los in Richtung „zu Hause“. Ungelogen, innerhalb von gefühlten 5 Minuten sind sie angekommen. Das hat mir das Gefühl gegeben, dass Adams Heim gleich um die Ecke liegt und was macht das bitte für einen Sinn? Keinen!

Und jetzt das allerschlimmste. Adam und Juliette. Juliette und Adam. Die beiden kennen sich von früher aus der Schule. Beide haben sich wegen ihrer Leidensgeschichte wahrgenommen, aber NIE ein Wort miteinander gewechselt. Trotzdem verkauft uns die Autorin die große Liebe der beiden. Wie soll das bitte gehen? Es ist einfach unrealistisch und es schreit einem hier doch ins Gesicht, dass das einfach bescheuert ist. Wenn ich noch nie ein Wort mit jemandem gewechselt habe, dann rede ich nicht von Liebe, geschweige denn, lasse mich von demjenigen anfassen. Hallo? Und natürlich muss ab dem Zeitpunkt auch jede Sekunde genutzt werden, um sich innig zu küssen, anzufassen, zu duschen und was weiß ich nicht alles. In der Situation in der die beiden eigentlich stecken?  No way!

SPOILER ENDE

Hätte die Autorin mehr Zeit in die Entwicklung der Charaktere, deren Gefühle, sowie den Verlauf der Geschichte investiert und das Buch von mir aus dadurch 200 Seiten mehr gehabt, dann hätte ich das Buch vielleicht echt mögen können. Denn der Schreibstil und die aufgebaute Spannung war wirklich ganz nett und hatten durchaus Potenzial. Und dieses Potenzial wurde mit voller Wucht in die Tonne geschmissen. Hübsches Cover drauf und fertig. Zum Cover noch kurz: Was soll das hautfarbene direkt unter dem Kleid sein? Ein abgebrochenes Bein? Ein unförmiger Fuß? Man weiß es nicht.

Und der Titel? Passt ja mal null. „Ich fürchte mich nicht“? Warum wählt man so eine Übersetzung? Da finde ich den Originaltitel mit „Shatter me“ zwar passender, aber selbst der macht meiner Meinung nach keinen größeren Sinn. Aber hey, ich finde den Inhalt ja auch beschissen, deswegen kritisiere ich hier wahrscheinlich jetzt alles was mich auch nur im entferntesten stört.

Gerne hätte ich die weiteren Teile gelesen, einfach um zu erfahren, wie es denn nun alles weiter geht und warum Juliette solche Kräfte hat. Aber aus o.g. Gründen werde ich mir das einfach nicht antun und besseren Büchern die Chance geben, mich zu begeistern.

So, abschließend kann ich sagen, dass mich dieser Beitrag etwas befreit hat und ich jetzt hoffentlich ohne weitere Gedanken an das Buch zu verschwenden, in neue Abenteuer starten kann!

Liebste Grüße an alle Fans oder Nicht-Fans des Buches. Bitte nehmt mir den Beitrag nicht allzu übel!


 

FLOWER – Elizabeth Craft | Shea Olsen

Flower, Elizabeth Craft, Shea Olsen, Blumen, Liebe, Rezension, Tate Collins, WonderlandBooks, TheWonderlandBooks, Buchblog, 2016

Autor: Elizabeth Craft | Shea Olsen
Titel: FLOWER
Originaltitel: FLOWER
Seiten: 288 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 27. Juni 2016
Preis: 12,99 €
ISBN-10: 3570164187
ISBN-13: 978-3570164181

Inhalt [amazon.de]:
Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie.

Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst …

 Meine Meinung:
Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich gefreut. Die Beschreibung versprach mir, ein locker, leichtes Jugendbuch zu werden, bei dem man einfach mal abschalten und sich berieseln lassen kann. Und dies ist es durchaus, wenn auch mit einigen Schwächen, denn mehr konnte es mir nicht bieten. Und das fängt leider schon bei den Charakteren an.

Am Anfang fand ich Charlotte noch echt gut dargestellt, aber das änderte sich leider sehr schnell im Laufe der ersten Kapitel. Tate fand ich nur am Anfang kurz sympathisch, ansonsten hat er von mir den Stempel „Arschloch“ bekommen. Ich weiß leider überhaupt nicht, was Charlotte an ihm findet. Gut, er soll fantastisch aussehen, ist ein Superstar und hat viel Geld, aber ist das wirklich schon alles? In meinen Augen ja. Er benimmt sich Charlotte gegenüber sowas von ekelhaft, dass ich regelrecht genervt von ihm war und Charlotte mir unglaublich leid getan tat.

Charlotte selbst konnte mich auch nicht richtig von sich überzeugen. Sie ist zwar relativ normal und arbeitet hart an ihren Noten, um in Stanford angenommen zu werden, aber ihrer Familie gegenüber benimmt sie sich total überheblich. Ihre Schwester Mia wurde geschwängert sitzen gelassen und eine gute Meinung von ihrer Mutter, die nicht mehr lebt oder abgehauen ist (das ist mir ehrlich gesagt nicht ganz klar geworden), hat sie auch nicht. Sie ist der festen Überzeugung, dass die Frauen in ihrer Familie ihre Zukunft für Männer und Liebschaften hingeschmissen hätten. Dafür, dass Charlotte immerhin schon 18 Jahre alt sein soll, fand ich das dann doch schon sehr unerwachsen und unfair betrachtet.

Wovon ich wirklich begeistert war, ist der Schreibstil der Autorinnen. Dem konnte man wirklich bildlich folgen und als ich erfahren habe, dass beide Autorinnen in der Film- und Fernsehbranche tätig sind, wurde mir auch einiges klarer. Viele beschriebene Situationen lassen tatsächlich an diverse serientypische Szenen erinnern. Allerdings habe ich auch hier einen Kritikpunkt.

 Ich kann es absolut nicht ausstehen, wenn innerhalb eines Satzes ohne Absatz o.ä eine Art Zeitsprung eingeläutet wird. Oft kam es in dem Buch vor, dass innerhalb eines Nebensatzes mal einfach so paar Tage oder gar Wochen vergangen sind. Das hat mich im Lesefluss wirklich gestört und es wäre für mich persönlich stimmiger gewesen, wenn man an diesen Stellen einen Absatz eingefügt hätte.

 Dadurch ist die Geschichte auch relativ schnell erzählt und die Gefühle wirkten oft aufgesetzt. Ich konnte leider gar nicht mitfühlen, was aber vielleicht auch an den Charakteren an sich gelegen hat. Vieles war mir auch schlichtweg zu überdramatisiert. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass ich das Buch im Alter von 14 Jahren besser und vielleicht auch etwas aufregender empfunden hätte.

Das Cover und den Titel finde ich zu nichtssagend. Selbst im Original heißt dieses Buch „FLOWER“ und ich habe schon verstanden womit dies verbunden wurde, denn Charlotte arbeitet nebenbei in einem Blumengeschäft und dort findet auch die erste Begegnung der beiden Hauptcharaktere statt, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich nicht viele Leser/innen dieses Buch im Buchhandel genauer anschauen würden.

Fazit: Kurze, knackige Liebesgeschichte für Leserinnen im Alter von 14 Jahren.

Buchpunkte:
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Dreisam – Ally Taylor

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Autor: Ally Taylor
Titel: Dreisam
Seiten: 330 Seiten
Verlag: Knaur
Erschienen: 01. Februar 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3426518139
ISBN-13: 978-3426518137

Inhalt [amazon.de]:
Auch in diesen Sommersemesterferien arbeiten Julie und ihre beste Freundin Caroline wieder im Main & Carmichael Resort in Oceanside. Carolines Freund
Lucas und Julies bester Kumpel Kyle sind auch mit dabei. Alles wäre wie immer, wenn Julie nicht bei ihrem letzten Treffen mit Kyle geschlafen hätte. Als Julie in Oceanside ankommt, ist sie sich sicher, dass Kyle der Richtige für sie ist. Doch dann begegnet sie Jake Baker und nichts ist mehr so, wie es war. Julie versucht, sich zu wehren, aber die Anziehung ist stärker. Noch ahnt sie nicht, wer Jake wirklich ist …

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich überraschender Weise erreicht und ich wusste im ersten Moment nicht, ob ich mich freuen soll, weil mich die ersten beiden Teile der „Make it Count“- Reihe ja mit gemischten Gefühlen zurück gelassen haben. Nichtsdestotrotz habe ich es gelesen und werde euch auch dieses Mal meine Meinung dazu mitteilen.

Woooow ging die Geschichte schnell in ihre Vollen. Es hat gefühlt keine zehn Seiten gebraucht bis das Feuer zwischen den beiden Hauptprotagonisten schon vollends entflammt ist. Ich muss ja zugeben, dass ich nach den ersten beiden Büchern nichts anderes mehr erwartet habe, aber hier ging es wirklich so schnell wie noch nie. Inzwischen lese ich die Bücher schon mit einem Schmunzeln und irgendwie haben die Bücher ihren eigenen Wiedererkennungswert.

Was mir besonders gefällt, ist die Tatsache, dass man immer wieder auf alte Bekannte aus den anderen Büchern trifft. Das gibt einem das Gefühl zu Besuch zu sein und irgendwie hat das was. Der Schreibstil ist wie immer leicht und locker zu lesen. Das Cover finde ich grauenvoll. Diesen palmenartigen Schatten auf allen Büchern finde ich irgendwie überhaupt nicht ansprechend, wobei es in Oceanside ja vielleicht Palmen gibt. Dieses Cover ist für mich einfach null ansprechend und es war mir schon etwas unangenehm es deswegen in der Öffentlichkeit zu lesen.

Julie und Kyle sind beste Freunde die vor kurzem das erste Mal miteinander geschlafen haben. Es war schön, aber eben doch etwas befremdlich, da Julie eigentlich nur freundschaftliche Gefühle für ihn hegt. Kyle dagegen ist unsterblich in sie verliebt und das zeigt er auch offensichtlich. Beide waren mir leider nicht ganz so sympathisch. Julie hat mich etwas genervt mit ihrem „ich kann mich nicht entscheiden“, obwohl es ja doch sehr offentsichtlich war für wen ihr Herz schlägt. Kyle hat mir zu sehr geklammert und sich in etwas reingehangen, was einfach nicht da war. Das ist mein persönliches Empfinden gewesen.

Jake ist siebenundzwanzig, Kyles Bruder und mag Hitchcock-Filme. Alleine diese Tatsache hat ihn mir ja schon sehr sympathisch gemacht, weil ich auch ein kleiner Hitchcock-Fan bin. Er und Julie treffen bereits auf den ersten Seiten des Buches aufeinander und es fängt sofort an zwischen den beiden zu knistern. Beide wissen zu dem Zeitpunkt nicht, dass Kyle Jakes Bruder ist und Julie das Mädchen, dass Kyle liebt. Diese Tatsache gibt dem Buch bereits die Würze. Es bleibt zwar nicht lange unbemerkt, aber die Gefühle sind bereits entfacht und die daraus resultierenden Probleme vorprogrammiert. Das ging mir persönlich ja doch etwas zu schnell, selbst für die Oceanside-Bücher.

Es werden viele Situationen stark dramatisiert und das kauf ich persönlich leider immer schlecht ab. Mir ist das einfach zu realitätsfern. Trotzdem hat es halt etwas entspanntes, weil man bei diesen Büchern nicht groß nachdenken muss und sich einfach berieseln lassen kann.

Das Buch von Carrie Price hat mir bisher am Besten gefallen und ich bin gespannt wie das nächste Buch, welches wieder von Carrie Price ist, mir gefallen wird.

Fazit: Trotz der ganzen übertriebenen Dramatik, kann ich dem Buch tatsächlich etwas abgewinnen.

Buchpunkte:

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Ein Sommer ohne uns – Sabine Both

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Autor: Sabine Both
Titel: Ein Sommer ohne uns
Seiten: 239 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 15. Februar 2016
Preis: 12,95 €
ISBN-10: 3785582226
ISBN-13: 978-3785582220

Inhalt [amazon.de]:
Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.

Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.

Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?

Meine Meinung:
Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich ausschließlich negative Stimmen darüber gehört. Dadurch hatte ich keinerlei Erwartungen mehr an das Buch und vielleicht war ich dadurch sehr im Vorteil. Interessant fand ich das Thema welches hier angesprochen wurde von Anfang an, da ich manchmal das Gefühl habe in einer ganz ähnlichen Situation zu sein. Zumindest habe auch ich schon mal mit solchen Gedanken gespielt, vielleicht etwas zu verpassen. Und nein, ich habe nicht meinen ersten Partner, bloß richtig ausgetobt habe ich mich auch nicht und daher konnte ich viele nachvollziehen.

Die Sätze in diesem Buch sind sehr abgehackt und ich kann mir vorstellen, dass dies einigen Lesern nicht gefallen wird. Am Anfang ist mir das noch aufgefallen, aber ich fand das überhaupt nicht schlimm und habe mich schnell daran gewöhnt. Für mich hat es die Stimmung unterstrichen und das Buch noch realistischer gemacht. Ich brauchte hier keine Ausschmückungen oder ähnliches und habe mich mit diesem Erzählstil recht wohlgefühlt.

Verena und Tom sind das Traumpaar schlechthin, vor allem in den Augen ihrer beider Eltern die sich zufällig auch super verstehen. Die beiden Familien sind zudem Nachbarn, so können sich Verena und Tom ständig sehen und auch ihre Familien treffen sich regelmäßig zum Essen und anderen Aktivitäten. Dies hat natürlich Vorteile, aber auch Nachteile. Für mich persönlich wäre es zu viel. Am Anfang kann das ja noch ganz schön sein, wenn man noch verknallt ist. Aber mit der Zeit ist es einfach too much ständig aufeinander rumzuhängen und das schon in dem jungen Alter.

Ich hatte das Gefühl, dass beide keine eigenständigen Individuen mehr sind und sich daher nach etwas Neuem sehnen. Die beiden haben ja ständig alles zusammen gemacht. Sie haben sich sogar das Essen im Restaurant geteilt. Eigentlich eine süße Idee, aber ständig? Nein Danke! Verena war mir von Anfang an sympathischer als Tom. Tom ist einfach nicht mein Typ, obwohl er eigentlich ganz nett zu sein scheint.

Es kommen nachher auch noch andere Personen mit ins Spiel, aber da dieses Buch nur 239 Seiten hat und ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte, belass ich es dabei, wenn ich lediglich etwas über die beiden Hauptcharaktere schreibe.

Die Charaktere in diesem Buch sind so unfassbar realistisch dargestellt, dass man das Gefühl hat die einzelnen Personen irgendwie zu kennen. Ich glaube viele haben solche Persönlichkeiten im eigenen Freundeskreis oder ich bin ein Einzelfall, aber das kann ich mir kaum vorstellen. Die ganze Situation ist sehr aus dem Leben gegriffen und das finde ich klasse. Ich habe hier nicht eine Szene erlebt, die ich entweder überhaupt nicht nachvollziehen konnte oder die ich als total unrealistisch empfunden habe.

Es spitzt sich nachher eine Nebenhandlung zu, die ich persönlich etwas überzogen empfunden habe, aber das ist auch schon alles. Diese Nebenhandlung hat sich für mich nachher leider total in den Fokus gedrängt und ich hätte mir mehr von der Auszeit zwischen Tom und Verena gewünscht. Irgendwie ging die viel zu schnell rum bzw. hat sich auch nicht so richtig nach einer Auszeit angefühlt. Hier hätte ich gerne mehr bekommen.

Alles in allem ist dieses Buch ein sehr realistisches Jugendbuch, aus dem man für sich etwas mitnehmen kann oder eben auch nicht. Ich kann verstehen, dass es einigen vielleicht nicht so gut gefallen hat, aber bei mir hat es Anklang gefunden.

Fazit: Ich habe selten ein so dermaßen realitätsnahes Buch gelesen.

Buchpunkte:
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