Depression abzugeben – Uwe Hauck

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Autor: Uwe Hauck
Titel: Depression abzugeben
Seiten: 427 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 13. Januar 2017
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3404609220
ISBN-13: 978-340460922

Inhalt [amazon.de]:
Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.

Meine Meinung:
Wer mich kennt, weiß, dass ich für das Thema Depressionen und seelische Erkrankungen immer offen bin. Dadurch wurde ich in der Lesejury auf dieses Buch aufmerksam und habe mich auf die Leserunde beworben. Ich hatte tatsächlich großes Glück und wurde ausgewählt. Ich kann an dieser Stelle ein großes Dankeschön aussprechen, denn dieses Buch konnte mir sehr viel geben.

Dennoch fällt es mir unglaublich schwer ein Buch zu bewerten, welches einem Tatsachenbericht entspricht und von dem Autor selbst so durchlebt wurde. Ich möchte ungern einen Lebensabschnitt und die Krankheit eines Menschen derart bewerten. Nichtsdestotrotz bekommt ihr hier meine Meinung und eine Buchbewertung, allerdings zielt diese nicht zu sehr auf den Ablauf der Geschichte ab, denn die hat sich der Autor ja nicht ausgedacht, sondern entsprechend selbst erleben müssen.

Gerade dies ist ein starker Pluspunkt von dem Buch. Es ist wirklich sehr realitätsnah geschrieben worden und in der Leserunde hatten wir auch noch einige Fotos von Uwe Hauck bekommen. Unter anderem von seinen kreativen Ergebnissen der Therapien oder die Gebäude der Institutionen in denen er untergebracht wurde. Das hat einen in der Vorstellungskraft noch viel mehr unterstützt und man hat den Bezug zu dem Menschen Uwe Hauck einfach noch deutlicher zu spüren bekommen.

Wir gehen mit Uwe auf eine Reise durch seine Krankheit. Vieles wird ab einem gewissen Punkt wiederholt, dies hat das Buch stellenweise etwas langatmig erscheinen lassen. Allerdings konnte man dies auch nicht weglassen, denn in den entsprechenden Situationen mussten gewisse Dinge einfach wiederholt werden und dies ließ sich auch nicht vermeiden. Wie bereits angekündigt, ist dies ein Erfahrungsbericht mit knallharten Fakten und Tatsachen.

Von einigen Dingen war ich auch regelrecht geschockt und ich wünsche niemandem auf solche Ärzte und Institutionen angewiesen sein zu müssen. Klar, einigen mag eine gewisse Therapie helfen, während andere überhaupt nichts damit anfangen können, dennoch hat mir manchmal eine gewisse Nähe zum Patienten gefehlt. Ein gezieltes auf die einzelne Person eingehen. Oft hatte ich das Gefühl, dass Uwe und seine Mitpatienten Nummern sind, die einfach abgearbeitet und abgefertigt werden müssen. Dies ist in der heutigen Zeit aber wahrscheinlich ein allgemeines Problem der heutigen Gesellschaft.

Das Ende des Buches kommt dann leider auch etwas schneller als gedacht, was mir im Endeffekt nicht ganz so gut gefallen hat. Es hat ein bisschen den Eindruck hinterlassen, das Buch schnell beenden zu müssen. Dies ist im gesamten betrachtet allerdings nur ein kleiner und zu verschmerzender Minuspunkt. Ich für meinen Teil wünsche Uwe nur das Beste und danke ihm für dieses unglaublich starke Buch.

Mich hat das Buch ein paar Wochen begleitet und so hatte ich das Gefühl, dass auch Uwe mich irgendwie in den letzten Wochen begleitet hat. Es ist kein Buch, was man einfach mal so in einem Rutsch durchliest. Man kann viel daraus mitnehmen, wenn man sich darauf einlässt und sich auch entsprechende Zeit nimmt. Viele Stellen habe ich mir markiert, um sie mir später erneut durchlesen zu können. Ich selbst habe keine attestierten Depressionen oder Angstzustände, dennoch haben einige Dinge, die der Autor gedacht und durchgemacht hat, auf mich zugetroffen.

Durch solche Bücher und entsprechende Texte, bekommt man als Leser und auch als Betroffener oder Angehöriger Hoffnung. In meinen Augen sollten dieses Buch möglichst viele Menschen gelesen haben. Denn es ist die reine Wahrheit und öffnet vielleicht auch einigen die Augen. Depressionen sollten niemals ein Tabuthema sein und dazu trägt dieses Buch bei. Ich hoffe Uwe Hauck wird noch viele Patienten etc. damit ansprechen und vielleicht auch helfen können.

Fazit: Hut ab vor so viel Offenheit! Ein Buch das viele Menschen gelesen haben sollten.

Buchpunkte:
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Der Prinz der Elfen – Holly Black

Der Prinz der Elfen von Holly Black
Autor:
Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Originaltitel: The darkest part of the forest
Seiten: 416 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 03. April 2017
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 3570164098
ISBN-13: 978-3570164099

Inhalt [amazon.de]:
Holly Black ist zurück – mit einer grandiosen Elfenfantasy!

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen…

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich kein großer Fan von Elfengeschichten. Allerdings mochte ich schon einige Bücher, bei denen Holly Black mitgewirkt hat und der Plot dieser Geschichte klang in meinen Ohren ganz ansprechend. Dennoch verrate ich euch wohl nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass mich auch dieses Buch nicht von Elfengeschichten überzeugen konnte. Sie scheinen wohl einfach nicht meins zu sein, ob das nun an meiner fehlenden Vorstellungskraft in diesem Bereich liegt, vermag ich nicht zu behaupten.

Die Charaktere haben mir allesamt nicht besonders gefallen. Leider konnte mich keiner von ihnen überzeugen, geschweige denn mein Herz erobern. Hier ist es aber nicht so, dass mir die Charaktere unsympathisch waren, ich konnte mich bloß mit keinem von ihnen identifizieren und sie blieben für meinen Geschmack auch zu oberflächlich dargestellt. Mir hat eine nähere Verbindung gefehlt. Positiv empfand ich, dass auch das Thema Homosexualität aufgegriffen wurde, was mir in dieser Verbindung und im Jugendbuch-Fantasy-Bereich noch nicht oft begegnet ist.

Der Schreibstil von Holly Black hat mir gefallen und das Buch liest sich sehr zügig. In diesem Fall ging mir das alles sogar zu schnell und man bekommt eine sehr kurzweilige Geschichte geliefert. Der Sprachstil erinnert mich an Bücher von Nina Blazon, die an ein jüngeres Publikum gerichtet sind. Dadurch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Charaktere wesentlich jünger als 16 gewesen sind. Das Cover finde ich unglaublich trashig. Ich weiß nicht wieso, aber mich würde es im Buchladen eher weniger zum Kauf verführen, allerdings passt es tatsächlich sehr gut zum Inhalt!

Gefallen hat mir die Idee, dass die Elfen in Fairfold bekannt sind. Dass die Menschen die in Fairfold leben wirklich über die Existenz Bescheid wissen. Viele Touristen kommen nur deswegen in diesen Ort und das hat mir gefallen. Das hatte etwas Magisches an sich und zeigte zugleich die Gefahr, in der die beiden Welten koexistieren. Die Sage um den gehörnten Jungen im gläsernen Sarg hätte mich als junges Mädchen auch sehr fasziniert und ich wäre auch mehr als neugierig gewesen.

Dennoch konnten meine Erwartungen leider einfach nicht erfüllt werden. Im Großen und Ganzen ist mir zu wenig passiert und der angepriesene Plot wurde mir einfach zu schnell und zu einfach gelöst. Mir hat die Tiefe gefehlt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, welches junge Mädchen mit einer Liebe zu Elfen und Folklore sicherlich zu begeistern weiß.

Fazit: Eine süße Geschichte für Zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger.

Buchpunkte:
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Hallo Leben, hörst du mich? – Jack Cheng

Hallo Leben hoerst du mich von Jack Cheng

Autor:
Jack Cheng
Titel: Hallo Leben, hörst du mich?
Originaltitel: See you in the cosmos, Carl Sagan!
Seiten: 384 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 06. März 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 357016456X
ISBN-13: 978-3570164563

Inhalt [amazon.de]:
Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.

Meine Meinung:
Wie bekomme ich es hin, dass dieses Buch von so vielen Menschen wie möglich gelesen wird? Auf dieses Buch hat der Verlag selbst mich aufmerksam gemacht und niemals hätte ich damit gerechnet, dass mir dieses Buch derart gut gefallen würde. Niemals. Es klang interessant, aber eben auch nach einem Buch für die jüngere Leserschaft. Aber was habe ich mich getäuscht! Es ist durchaus für jüngere Leser geeignet und in meinen Augen auch gerade für Jungs im Alter von 12, die das Lesen gerade für sich entdecken.

Und auch wenn ich kein 12-jähriger Junge bin, konnte mich „Hallo Leben, hörst du mich?“ von Jack Cheng zutiefst berühren und mitreißen. Deswegen empfehle ich dieses Buch nicht nur den jungen Lesern unter uns, sondern auch allen anderen, begeisterten Lesern von Jugendbüchern. Leute ihr müsst es unbedingt lesen und euch auf den Schreibstil des Autors einlassen. Selten ging mir ein Buch aus der Sicht eines kleinen Jungen so nah und selten habe ich so ein Buch innerhalb von Stunden verschlungen. Man kann sich dem Sog gar nicht entziehen.

Der Autor hat es geschafft sehr realistisch aus der Sicht eines 11-jährigen Jungen zu schreiben. Allein die Sprache und wie sich Alex Dinge erklärt hat mir sehr gut gefallen, es war absolut authentisch. Gleichzeitig schafft gerade diese Besonderheit auch die Ernsthaftigkeit im richtigen Maße rüberzubringen, denn Alex hat es im Grunde nicht einfach. Er wächst bei einer Mutter auf, die einfach keine Kraft für Erziehung und Kinder hat. Der Bruder ist bereits weggezogen. Es ist aber nicht so, dass Alex dies nun total runterzieht. Nein, er kocht für seine Mum und kümmert sich herzzerreißend liebevoll um sie. Für ihn ist das normal und er stellt dies auch nicht in Frage.

Ein erwachsener Leser bekommt diese Problematik natürlich sofort mit und es schwingt eine gewisse Last mit. Und gleichzeitig möchte man Alex in den Arm nehmen und vor allem Leid beschützen. Zunächst weiß man auch gar nicht, wie genau es um die Familienverhältnisse bestellt ist, das gibt der Geschichte sogar eine Portion Spannung und lässt einen nicht von den Seiten los. Das etwas nicht stimmt, wird allerdings sofort klar. Und doch wird das Buch nicht von der Traurigkeit dominiert, sondern wartet auch mit Witz und Humor auf. Diese Mischung war einfach wunderbar gewählt.

Die Geschichte wird in den Aufnahmen für die Außerirdischen erzählt. Zu jeder Gelegenheit nimmt Alex etwas auf, in der Hoffnung, dass die Außerirdischen genügend Informationen über die Menschheit erhalten, sollten diese mal zu Besuch auf die Erde kommen. Diese Aufnahmen möchte er ins All schicken und in seiner kindlichen Vorstellung wird dies auch sehr bald geschehen. Ob er das wirklich schafft, müsst ihr selbst entdecken, denn das werde ich euch nicht verraten. Ich persönlich empfand diese Idee und Wünsche eines Jungen sehr erwärmend.

In diesem Buch steckt so viel mehr als die Inhaltsbeschreibung vermuten lässt. Deswegen empfehle ich euch, das Buch einfach mal zur Hand zu nehmen, ohne viel auf die Beschreibung zu geben. Die verrät für meinen Geschmack auch zu viel. Ich bin mir sicher, dass es auch euch verzaubern kann. Und solltet ihr einen Sohn in dem Alter haben, der Interesse für Bücher hegt: Kauft es ihm. Ich kann mir gut vorstellen, dass durch dieses Buch die Leseleidenschaft in jungen Jahren geweckt werden kann.

Ich hoffe sehr, dass man von dem Autor noch mehr lesen wird, denn schreiben kann er grandios! Mich hat das Buch mit einem wunderbaren Gefühl beschenkt und lässt mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurück.

Fazit: Unerwartetes Jahreshighlight.

Buchpunkte:
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Billy the Beast – Jörg Menke-Peitzmeyer

Billy the beast jörg menke peitzmeyer ullstein rezension roman

Autor: Jörg Menke-Peitzmeyer
Titel: Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger
Originaltitel:
Seiten: 272 Seiten
Verlag: Ullstein Verlag
Erschienen: 24. Februar 2017
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3548289118
ISBN-13: 978-3548289113

Inhalt [amazon.de]:
Bert ist dick. Sogar sehr dick. Stolze 101 Kilo bringt er auf die Waage. Alles nervt. Gut, dass es Günther Jauch gibt: Bei seiner Lieblingssendung kann Bert ungestört von zu Hause mit raten. Doch dann ändert sich alles: Bert wird das Maskottchen einer Eishockeymannschaft und als „Billy the Beast“ im Tigerfell berühmt. Die Pfunde purzeln, eine glücklichere Welt unterhalb der 100-Kilo-Grenze scheint möglich. Aber bald kommt die Millionenfrage: „Wie erobert man das Herz einer Cheerleaderin?“ Der Zusatzjoker muss her …

Meine Meinung:
Dieses Buch hat förmlich nach mir gerufen, nachdem ich die Inhaltsangabe und die Leseprobe gelesen habe. Bei „Billy the Beast“ handelt es sich um den Debütroman von Jörg Menke-Peitzmeyer, der mit einem Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert wurde.

Das Buch fängt direkt mit unserem Hauptprotagonisten Bert Stutenkemper an. Man lernt ihn, seine aktuellen Familienverhältnisse und Essprobleme kennen. Er lebt für Süßigkeiten, allen voran Twix! Davon landet nicht nur einer in seinem Bauch, nein, er schafft locker um die 8 Riegel und mehr an einem Tag. Seine Mutter ist alleinerziehend und angelt sich einen Mann nach dem anderen, den sie dann bereits am Frühstückstisch deftig bekocht. Das Übergewicht von Bert ist also schnell erklärt und schon geht die Achterbahn des Lebens und des Buches für den Leser los.

Es gibt eine Szene, ziemlich am Anfang, die musste ich unbedingt meinem Freund vorlesen. Wir haben schallend gelacht und ich hatte Tränen in den Augen. Das ist mir wirklich noch nie bei einem Buch passiert. Der Autor hat meinen Humor getroffen. Leider konnte dieser doch sehr hohe Humorbogen nicht das ganze Buch über so extrem hoch gehalten werden, allerdings geht es in der Geschichte auch um mehr als nur den Witz und die humoristischen Sprüche und Situationen. Auch das Thema Mobbing spielt eine große Rolle und ich musste sehr oft schmunzeln. Mobbing ist natürlich unter aller Sau, aber wer kennt die typischen Klischees aus der Jugend nicht? Auch hier schafft der Autor es, alles sehr lustig zu verpacken, obwohl einem klar ist, dass einige Dinge einfach nicht in Ordnung sind.

Es geht im Großen und Ganzen um das Thema Übergewicht in der Jugend und das wird hier mit viel Witz und Humor prächtig dargestellt. Einiges mag vielleicht überspitzt gewesen sein, anderes dafür aber umso realistischer. Mit einigen Dingen konnte ich mich sehr gut identifizieren und ich habe rückblickend einige Situationen in meiner Jugend nochmal Revue passieren lassen. Nicht wirklich witzig, aber durchaus wichtig für mich.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Jungs zu diesem Roman greifen werden. Mein Freund wollte es am liebsten auch sofort lesen, aber nichts da! In der Regel lese ich gar nicht so oft witzige Romane, aber dieser hier hat es mir wirklich angetan. Hoffentlich schreibt der Autor noch mehr solcher Romane, denn lustig kann er!

Man kann dieses Buch als reinen humoristischen Roman lesen oder auch zwischen den Zeilen für sich selbst fündig werden und etwas für sich mitnehmen. Solltet ihr neugierig geworden sein, lest euch unbedingt mal die Leseprobe durch, vielleicht trifft diese ja auch euren Geschmack.

Fazit: Das lustigste Debüt, welches ich je gelesen habe!

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Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

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Autor: Jandy Nelson
Titel: Ich gebe dir die Sonne
Originaltitel: I`ll give you the sun
Seiten: 480 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 21. November 2016
Preis: 17,99 €
ISBN-10: 3570164594
ISBN-13: 978-3570164594

Inhalt [amazon.de]:
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler…

Meine Meinung:
Lasst alles stehen und liegen und lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! Dieses Buch ist das Beste was ich seit langem im Jugendbuchbereich gelesen habe. Es verdient viel mehr Aufmerksamkeit, ebenso wie die Autorin Jandy Nelson. Dieses Buch sticht aus der Masse an Jugendbüchern sowas von heraus. Tut euch den Gefallen und lasst euch diese Geschichte nicht entgehen.

Ich konnte das Buch einfach nicht loslassen und wollte es partout nicht beenden. „Ich gebe dir die Sonne“ hat mir so viel gegeben. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Und der Schreibstil der Autorin sowieso. So einen Schreibstil habe ich noch nie erlebt, er ist so unfassbar gut und unschlagbar wundervoll. Jandy Nelson schreibt nicht nur einfach einen Satz, sie schmückt diesen künstlerisch so aus, dass man beim lesen noch viel intensiver und mit allen Sinnen gepackt wird.

Man macht sich wesentlich mehr Gedanken und man nimmt die Charaktere viel deutlicher wahr. Die Gefühlswelt von Noah und Jude ging mir so nah und das alles wegen dieses einzigartigen Schreibstils. Ich kann euch das gar nicht richtig beschreiben, deswegen müsst ihr dieses Buch einfach unbedingt selbst lesen. Wirklich, ich verspreche euch da nicht zu viel! Es ist so viel mehr als ein einfaches Jugendbuch.

Noah und Jude. Die beiden sind zwei sehr realistisch, dargestellte Charaktere. Man wird im Laufe der Geschichte ein bisschen mit ihnen erwachsen und kann viele Gedanken und Situationen nachvollziehen. Keiner der beiden wurde mir fremd, sie wuchsen mir mehr und mehr ans Herz. Beide sind sehr facettenreich und besonders in ihrer Art und ihrem Handeln. Zwei Zwillinge, sich so nah und doch so fern.

So bunt wie das Cover entwickelt sich auch die Geschichte. Es passt einfach alles, ist stimmig bis zum Schluss. Es ist wohl auch das erste Buch für mich gewesen, in dem das Thema „Schwul sein“ eine tragende Rolle gespielt hat. Das war eine neue und sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich habe dadurch viel über mich selbst gelernt und dadurch prägt mich dieses Buch auch teilweise.

Ich werde mir auf jeden Fall das Buch „Über mir der Himmel“ von der Autorin zulegen, denn das kenne ich zum Glück noch nicht. Ebenso wird dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich das Buch gelesen habe. Denn das Buch fängt einen auf, tröstet, gibt einem Hoffnung und wiegt einen sanft in den Ruhemodus des Alltags. Es gibt einem wortwörtlich die Sonne.

Ein Buch über die Liebe, das Leben und Familienbande. Wir brauchen mehr von Jandy Nelson, wir brauchen mehr solcher Bücher!

Fazit: Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

Buchpunkte:
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Ein Leuchten im Sturm – Nora Roberts

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Autor: Nora Roberts
Titel: Ein Leuchten im Sturm
Originaltitel: The Liar
Seiten: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 29. August 2016
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3453291824
ISBN-13: 978-3453291829

Inhalt [amazon.de]:
Der Feind in meinem Haus

Shelby ist erschüttert, als sie nach dem tragischen Unfall ihres Mannes auch noch erfährt, dass Richard ihr Schulden in Millionenhöhe hinterlassen hat. Zudem entdeckt sie in seinem Bankschließfach gefälschte Ausweise und Papiere. Der Mann, den sie geliebt hat, ist nicht nur tot – er hat niemals existiert. Shelby flüchtet zu ihrer Familie nach Tennessee und lernt Griffin kennen, der zu einer wichtigen Stütze für sie und ihre Tochter wird. Doch Richards Lügen und Geheimnisse folgen Shelby bis in ihre Heimat – und werden für sie zur tödlichen Bedrohung.

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ein großer Fan von Nora Roberts. Eigentlich. Mit diesem Buch hat sie mich leider das erste Mal sehr enttäuscht, denn es war so gar nicht mein Fall.

Es gibt leider keinen einzigen Spannungsbogen, geschweige denn Momente in denen man am Ausgang der Geschichte zweifelt. Es ist genau das eingetroffen, was ich mir nach den ersten Kapiteln schon gedacht habe. Das spricht meiner Meinung nach nicht für das Buch. Es ist eine Geschichte die man nicht gelesen haben muss, es ist nichts Neues und im Stil eines typischen ARD-Filmes. Langweilig.

Die Charaktere hat Nora Roberts ganz ihrem Stil gerecht gut hinbekommen. Für die guten Personen hegt man sofort viel Sympathie, während man die bösen Menschen meist sofort erkennt und ebenso wenig ausstehen kann wie unsere Protagonisten, um die es geht. Ich denke Shelby ist niemand der mir lange im Gedächtnis bleiben wird, dennoch war sie eine angenehme Hauptprotagonistin. Sie hat durch Naivität große Fehler gemacht, bügelt diese aber im Laufe des Buches mehr als aus. Ihre Tochter Callie wünscht man sich direkt selbst als Kind und Griffin ist der Traummann schlechthin, fast schon zu perfekt für meinen Geschmack.

Das ganze Buch über herrscht eigentlich eine, in meinen Augen, total unrealistische Idylle. Selbst kleine negative Vorfälle, werden davon nicht wirklich überschattet. Das ist natürlich schön und ich habe mich für alle Beteiligten gefreut, aber irgendwie war mir das zu weich gespült, wenn ihr versteht was ich meine?!

Dank des tollen Schreibstils, kann man das Buch dennoch sehr gut lesen und wer die Romane von Nora Roberts kennt und liebt, weiß in der Regel ja auch was einen erwartet. Trotzdem konnte mich „Ein Leuchten im Sturm“ leider einfach nicht in seinen Bann ziehen.

Da Nora Roberts eine meiner Lieblingsautorinnen ist, verzeihe ich ihr diesen Fehltritt und bin schon auf das nächste Werk von ihr gespannt, welches ich lesen werde.

Seid ihr auch ein Fan von Nora Roberts? Welches ist euer Lieblingsbuch von ihr?

Fazit: Kein Meisterwerk von Nora Roberts.

Buchpunkte:
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Young Elites – Marie Lu

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Autor:
Marie Lu
Titel: Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche
Originaltitel: The Young Elites
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 16. Januar 2017
Preis: 18,95 €
ISBN-10: 3785583532
ISBN-13: 978-3785583531

Inhalt [amazon.de]:
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe …

Meine Meinung:
Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Rezension und die Bewertung dieses Buches so schwer fallen würde. Dies ist mein erstes Buch der Autorin gewesen, daher wusste ich nicht genau was mich erwarten wird. Ich durfte das Buch in der Lovelybooks-Leserunde lesen und das hat mir wirklich viel Spaß gemacht, weil man während der einzelnen Abschnitte schon einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Meinungen bekommen hat.

Der Anfang des Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Es hat sich über 100 Seiten so angefühlt, als hätte ich einen Film im Kopf ablaufen. Das passiert mir nur sehr selten. Ich war richtig gefesselt und konnte mir alles bildlich vorstellen. Ab einem gewissen Punkt fiel mir das mit der Vorstellungskraft allerdings immer schwerer und das liegt vor allem an der mangelhaften Beschreibung des Schauplatzes. Die Autorin gibt uns hier definitiv zu wenige Informationen.

Die Beschreibung von Adelina hat bei mir ordentlich Pluspunkte eingefahren. Sie ist nämlich alles andere als perfekt und hat ihre Makel, auch äußerlich. Traurig aber wahr, in den meisten Jugendbüchern sind die Mädels ja immer wunderschön, ob nun oberflächlich oder innerlich. Hier ist beides mit großen Mangeln behaftet und das macht die Protagonistin zu etwas besonderem. Einzig ihre Sprunghaftigkeit in Meinungen und Gedanken hat mich extrem an ihr gestört.

Alle anderen Charaktere werden immer nur sehr schwach angedeutet, ebenso die Schauplätze und das hat mich ab einem gewissen Punkt sehr gestört. Man kann sich irgendwann kein genaues Bild mehr von der Umgebung machen und das hat ziemlich viel Potenzial eingebüßt. Erst zum Ende hin konnte das Buch wieder einiges rausholen und zwar so sehr, dass ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen möchte.

Der zarten Liebesgeschichte zwischen Enzo und Adelina konnte ich absolut nichts abgewinnen. Die Funken sind bei mir überhaupt nicht übergesprungen und auch den beiden Protagonisten konnte ich es irgendwie nicht abkaufen. Das war total seltsam und wirkte oft total aufgezwungen, als hätte die Autorin sowas zwingend mit einbringen müssen. Da die Liebesgeschichte meiner Meinung nach aber nur kurz und nebensächlich dargestellt wird, hätte man das auch gut komplett weglassen können.

Der Verlauf der Geschichte hatte leider seine Schwächen und Längen. Der Anfang war bombastisch und ich dachte das wird ein neues Highlight, dann kam der Mitteilteil, der einfach total abgeflaut ist und ich wurde enttäuscht. Und das Ende hat dann mit dem Epilog so viel rausgeholt, dass man um den zweiten Teil kaum herum kommt. Aufgrund der doch vielen Schwächen, kann ich das Buch leider nicht mit 4 Buchpunkten bewerten. Nichtsdestotrotz fiebere ich Teil 2 entgegen.

Ich bin schon sehr auf das Cover und das genaue Erscheinungsdatum zum zweiten Band gespannt und ihr?

Fazit: Ein Buch das viel Potenzial verschenkt, mit dem Ende aber einiges rausgeholt hat.

Buchpunkte:
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Ein Sommer ohne uns – Sabine Both

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Autor: Sabine Both
Titel: Ein Sommer ohne uns
Seiten: 239 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 15. Februar 2016
Preis: 12,95 €
ISBN-10: 3785582226
ISBN-13: 978-3785582220

Inhalt [amazon.de]:
Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.

Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.

Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?

Meine Meinung:
Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich ausschließlich negative Stimmen darüber gehört. Dadurch hatte ich keinerlei Erwartungen mehr an das Buch und vielleicht war ich dadurch sehr im Vorteil. Interessant fand ich das Thema welches hier angesprochen wurde von Anfang an, da ich manchmal das Gefühl habe in einer ganz ähnlichen Situation zu sein. Zumindest habe auch ich schon mal mit solchen Gedanken gespielt, vielleicht etwas zu verpassen. Und nein, ich habe nicht meinen ersten Partner, bloß richtig ausgetobt habe ich mich auch nicht und daher konnte ich viele nachvollziehen.

Die Sätze in diesem Buch sind sehr abgehackt und ich kann mir vorstellen, dass dies einigen Lesern nicht gefallen wird. Am Anfang ist mir das noch aufgefallen, aber ich fand das überhaupt nicht schlimm und habe mich schnell daran gewöhnt. Für mich hat es die Stimmung unterstrichen und das Buch noch realistischer gemacht. Ich brauchte hier keine Ausschmückungen oder ähnliches und habe mich mit diesem Erzählstil recht wohlgefühlt.

Verena und Tom sind das Traumpaar schlechthin, vor allem in den Augen ihrer beider Eltern die sich zufällig auch super verstehen. Die beiden Familien sind zudem Nachbarn, so können sich Verena und Tom ständig sehen und auch ihre Familien treffen sich regelmäßig zum Essen und anderen Aktivitäten. Dies hat natürlich Vorteile, aber auch Nachteile. Für mich persönlich wäre es zu viel. Am Anfang kann das ja noch ganz schön sein, wenn man noch verknallt ist. Aber mit der Zeit ist es einfach too much ständig aufeinander rumzuhängen und das schon in dem jungen Alter.

Ich hatte das Gefühl, dass beide keine eigenständigen Individuen mehr sind und sich daher nach etwas Neuem sehnen. Die beiden haben ja ständig alles zusammen gemacht. Sie haben sich sogar das Essen im Restaurant geteilt. Eigentlich eine süße Idee, aber ständig? Nein Danke! Verena war mir von Anfang an sympathischer als Tom. Tom ist einfach nicht mein Typ, obwohl er eigentlich ganz nett zu sein scheint.

Es kommen nachher auch noch andere Personen mit ins Spiel, aber da dieses Buch nur 239 Seiten hat und ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte, belass ich es dabei, wenn ich lediglich etwas über die beiden Hauptcharaktere schreibe.

Die Charaktere in diesem Buch sind so unfassbar realistisch dargestellt, dass man das Gefühl hat die einzelnen Personen irgendwie zu kennen. Ich glaube viele haben solche Persönlichkeiten im eigenen Freundeskreis oder ich bin ein Einzelfall, aber das kann ich mir kaum vorstellen. Die ganze Situation ist sehr aus dem Leben gegriffen und das finde ich klasse. Ich habe hier nicht eine Szene erlebt, die ich entweder überhaupt nicht nachvollziehen konnte oder die ich als total unrealistisch empfunden habe.

Es spitzt sich nachher eine Nebenhandlung zu, die ich persönlich etwas überzogen empfunden habe, aber das ist auch schon alles. Diese Nebenhandlung hat sich für mich nachher leider total in den Fokus gedrängt und ich hätte mir mehr von der Auszeit zwischen Tom und Verena gewünscht. Irgendwie ging die viel zu schnell rum bzw. hat sich auch nicht so richtig nach einer Auszeit angefühlt. Hier hätte ich gerne mehr bekommen.

Alles in allem ist dieses Buch ein sehr realistisches Jugendbuch, aus dem man für sich etwas mitnehmen kann oder eben auch nicht. Ich kann verstehen, dass es einigen vielleicht nicht so gut gefallen hat, aber bei mir hat es Anklang gefunden.

Fazit: Ich habe selten ein so dermaßen realitätsnahes Buch gelesen.

Buchpunkte:
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Du und ich? Ohne mich! – Kristi Cook

Du und ich Ohne mich von Kristi Cook


Autor:
Kristi Cook
Titel: Du und ich? Ohne mich!
Originaltitel: Magnolia
Seiten: 287 Seiten
Verlag: cbj Verlag
Erschienen: 08. Februar 2016
Preis: 7,99 €
ISBN-10: 357040319X
ISBN-13: 978-3570403198

Inhalt [amazon.de]:
Romeo und Julia hatten ein schweres Los mit ihren aufs Blut verfeindeten Familien. Aber andersherum ist es auch nicht einfach: Die Eltern von Ryder und Jemma verstehen sich großartig, seit Generationen sind die Familien befreundet. Und ihre Sprösslinge scheinen wie füreinander geschaffen. Finden ihre Eltern. Ryder und Jemma sind allerdings ganz anderer Meinung. Die beiden können sich nicht ausstehen und versuchen verzweifelt, den Kuppelversuchen der Eltern zu entgehen. Insofern ist es eine doppelte Katastrophe, als ein Hurrikan die beiden von der Außenwelt abtrennt …

Meine Meinung:
Auf das Buch habe ich mich gefreut und erhofft, dass es etwas schönes für Zwischendurch sein wird. Das Cover ist ganz nett gestaltet und erinnert an sommerliche Tage und die helle Jahreszeit. Die Farben sind sehr stimmig und haben mir gut gefallen. Von der Autorin habe ich noch nichts gelesen und die ersten Seiten haben mir auch nicht so gut gefallen, bis es dann „klick“ gemacht hat.

Die Geschichte von Romeo und Julia wird den meisten ja sicherlich bekannt sein. Mir ist sie auch bekannt, allerdings habe ich das Buch selbst nie gelesen. „Du und ich? Ohne mich!“ soll also genau die entgegengesetzte Variante des Plots von Shakespeare sein. Da ich die vertieften Einzelheiten der „Vorlage“ nicht kenne, kann ich hier keine derartigen Vergleiche ziehen. Was das Gegenteil der beiden Hauptpersonen angeht stimmt es aber auf jeden Fall.

Jemma und Ryder sind zusammen aufgewachsen, haben viel Zeit in Kindheitstagen verbracht und können sich inzwischen überhaupt nicht mehr leiden. Die Eltern der beiden sind beste Freunde und halten das ganze zusammen. Sie wünsche sich, dass ihre Kinder später heiraten und ein glückliches Leben zusammen führen werden. Soweit so gut. Das sehen Jemma und Ryder allerdings völlig anders. Jedes gemeinsame Essen beider Familien wird zu einer Qual für beide.

Ryder ist der nette Junge von nebenan, wenn man das so sagen kann. Die Familie von ihm und Jemma wohnen tatsächlich nur ein paar Minuten voneinander entfernt. Er ist Quarterback und sehr begabt in dem was er tut. Sein Aussehen lässt Mädchenherzen höher schlagen, trotzdem ist er kein typisches Arschloch wie die Jungs in vielen anderen Büchern. Er ist ebenso wie Jemma recht sympathisch und auch er träumt von einer anderen Zukunft als seine Eltern sie ihm gerne vorschreiben würden.

Jemma ist ein sympathisches Mädchen, welches ihre eigenen Träume und Vorstellungen von ihrer Zukunft hat. Sie hat mir eigentlich ganz gut gefallen, allerdings gab es auch Situationen in denen ich ihre Handlungen nicht ganz so nachvollziehbar empfunden habe. Eine besondere Begabung ist ihre Fähigkeit ganz genau zielen und schießen zu können. Sie schießt aber zum Glück keine Tiere, sondern höchstens Tontauben um in Form zu bleiben.

Die Geschichte ist in drei Akte und mehrere Szenen eingeteilt. Das hat mir recht gut gefallen. Ich mag es, wenn verschiedene Phasen der Geschichte dadurch noch besser unterstrichen werden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht zu lesen, passend zu der Geschichte. An einigen Stellen hatte die Geschichte für mich leider ein paar kleine Längen und das, obwohl das Buch ja gar nicht so viele Seiten bietet.

Alles in allem hat mir das Buch für Zwischendurch aber wirklich gut gefallen, es fehlte allerdings noch das gewisse Etwas um die vollen Buchpunkte von mir zu bekommen. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

Fazit: Für Zwischendurch eine richtig angenehme Geschichte.

Buchpunkte:
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