Liebe findet uns – J.P. Monninger

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Autor: J. P. Monninger
Titel: Liebe findet uns
Originaltitel: The Map That Leads To You
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Ullstein
Erschienen: 14. Juli 2017
Preis: 12,99 €
ISBN-10: 354828955X
ISBN-13: 978-3548289557

Inhalt [amazon.de]:
Liebe sucht, Liebe träumt, Liebe findet uns

Es ist der eine letzte Sommer nach der Uni, bevor das echte Leben beginnt. Heather reist mit ihren zwei besten Freundinnen durch Europa. Sie liest Hemingway, lässt sich durch die Gassen der Altstädte treiben. Dass sie Jack begegnet, hätte sie nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt. Er folgt Stationen aus dem alten Reisetagebuch seines Großvaters. Es ist sein Ein und Alles, und Jack beginnt die Schätze daraus mit Heather zu teilen. Die beiden besuchen die unglaublichsten Orte und verbringen die schönste Zeit ihres Lebens. Bis Jack völlig unerwartet verschwindet. Heather ist verzweifelt, wütend. Was ist sein Geheimnis? Sie weiß: Sie muss ihn wiederfinden.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich durch das auffallende Cover gestoßen und auch die Inhaltsbeschreibung versprach mir eine romantische Liebesgeschichte, auf die ich sehr große Lust hatte. Von dem Autor hatte ich vorher noch nie etwas gehört, aber da auch Nicholas Sparks von ihm angetan zu sein schien, dachte ich mir, dass dies genau mein Fall sein könnte.

Mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden und sie sind mir in ihrer Art und Weise als Leserin nicht nah gegangen. Jack hat mich mit seinen extremen Ansichten teilweise extrem genervt. Irgendwo kann man es auch übertreiben. Heather ist auch nicht mein Fall gewesen, sie war nicht unsympathisch, aber einfach nicht mein Typ. Ich habe irgendwie auch nicht mit ihr mitgelitten, als es blöd für sie läuft.

Der ganze Ablauf der Geschichte hatte keinerlei Spannungsmomente und auch das Ende ließ mich unzufrieden zurück. Es war alles so klischeehaft und einfach nichts Neues. Das empfand ich als große Enttäuschung und tut mir dem Buch gegenüber schon fast Leid. Es fehlte für mich einfach an fast allem. Die Gefühle konnten mich nicht berühren und auch das dramatisch ausgelegte Ende ließ mich kalt.

Ebenso die typischen und romantischen Orte die eigentlich liebevoll beschrieben wurden, konnten mich in dieser Geschichte nicht überzeugen. Mir hat hier insgesamt sehr viel gefehlt und es fällt mir schwer das alles zu benennen, denn der Schreibstil und das Setting waren im Grunde ja nicht schlecht.

Schreibstil und Cover konnten den Inhalt für meinen Geschmack leider absolut nicht aufwerten. Leider konnte mich „Liebe findet uns“ nur mäßig unterhalten und hielt für mich persönlich keine Überraschungen bereit. Für „Wenig-Leser“ könnte dies aber durchaus ein netter Roman für Zwischendurch sein.

Fazit: Leider kein Juwel unter den Liebesromanen.

Buchpunkte:
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Der Prinz der Elfen – Holly Black

Der Prinz der Elfen von Holly Black
Autor:
Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Originaltitel: The darkest part of the forest
Seiten: 416 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 03. April 2017
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 3570164098
ISBN-13: 978-3570164099

Inhalt [amazon.de]:
Holly Black ist zurück – mit einer grandiosen Elfenfantasy!

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen…

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich kein großer Fan von Elfengeschichten. Allerdings mochte ich schon einige Bücher, bei denen Holly Black mitgewirkt hat und der Plot dieser Geschichte klang in meinen Ohren ganz ansprechend. Dennoch verrate ich euch wohl nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass mich auch dieses Buch nicht von Elfengeschichten überzeugen konnte. Sie scheinen wohl einfach nicht meins zu sein, ob das nun an meiner fehlenden Vorstellungskraft in diesem Bereich liegt, vermag ich nicht zu behaupten.

Die Charaktere haben mir allesamt nicht besonders gefallen. Leider konnte mich keiner von ihnen überzeugen, geschweige denn mein Herz erobern. Hier ist es aber nicht so, dass mir die Charaktere unsympathisch waren, ich konnte mich bloß mit keinem von ihnen identifizieren und sie blieben für meinen Geschmack auch zu oberflächlich dargestellt. Mir hat eine nähere Verbindung gefehlt. Positiv empfand ich, dass auch das Thema Homosexualität aufgegriffen wurde, was mir in dieser Verbindung und im Jugendbuch-Fantasy-Bereich noch nicht oft begegnet ist.

Der Schreibstil von Holly Black hat mir gefallen und das Buch liest sich sehr zügig. In diesem Fall ging mir das alles sogar zu schnell und man bekommt eine sehr kurzweilige Geschichte geliefert. Der Sprachstil erinnert mich an Bücher von Nina Blazon, die an ein jüngeres Publikum gerichtet sind. Dadurch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Charaktere wesentlich jünger als 16 gewesen sind. Das Cover finde ich unglaublich trashig. Ich weiß nicht wieso, aber mich würde es im Buchladen eher weniger zum Kauf verführen, allerdings passt es tatsächlich sehr gut zum Inhalt!

Gefallen hat mir die Idee, dass die Elfen in Fairfold bekannt sind. Dass die Menschen die in Fairfold leben wirklich über die Existenz Bescheid wissen. Viele Touristen kommen nur deswegen in diesen Ort und das hat mir gefallen. Das hatte etwas Magisches an sich und zeigte zugleich die Gefahr, in der die beiden Welten koexistieren. Die Sage um den gehörnten Jungen im gläsernen Sarg hätte mich als junges Mädchen auch sehr fasziniert und ich wäre auch mehr als neugierig gewesen.

Dennoch konnten meine Erwartungen leider einfach nicht erfüllt werden. Im Großen und Ganzen ist mir zu wenig passiert und der angepriesene Plot wurde mir einfach zu schnell und zu einfach gelöst. Mir hat die Tiefe gefehlt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, welches junge Mädchen mit einer Liebe zu Elfen und Folklore sicherlich zu begeistern weiß.

Fazit: Eine süße Geschichte für Zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger.

Buchpunkte:
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Hallo Leben, hörst du mich? – Jack Cheng

Hallo Leben hoerst du mich von Jack Cheng

Autor:
Jack Cheng
Titel: Hallo Leben, hörst du mich?
Originaltitel: See you in the cosmos, Carl Sagan!
Seiten: 384 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 06. März 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 357016456X
ISBN-13: 978-3570164563

Inhalt [amazon.de]:
Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.

Meine Meinung:
Wie bekomme ich es hin, dass dieses Buch von so vielen Menschen wie möglich gelesen wird? Auf dieses Buch hat der Verlag selbst mich aufmerksam gemacht und niemals hätte ich damit gerechnet, dass mir dieses Buch derart gut gefallen würde. Niemals. Es klang interessant, aber eben auch nach einem Buch für die jüngere Leserschaft. Aber was habe ich mich getäuscht! Es ist durchaus für jüngere Leser geeignet und in meinen Augen auch gerade für Jungs im Alter von 12, die das Lesen gerade für sich entdecken.

Und auch wenn ich kein 12-jähriger Junge bin, konnte mich „Hallo Leben, hörst du mich?“ von Jack Cheng zutiefst berühren und mitreißen. Deswegen empfehle ich dieses Buch nicht nur den jungen Lesern unter uns, sondern auch allen anderen, begeisterten Lesern von Jugendbüchern. Leute ihr müsst es unbedingt lesen und euch auf den Schreibstil des Autors einlassen. Selten ging mir ein Buch aus der Sicht eines kleinen Jungen so nah und selten habe ich so ein Buch innerhalb von Stunden verschlungen. Man kann sich dem Sog gar nicht entziehen.

Der Autor hat es geschafft sehr realistisch aus der Sicht eines 11-jährigen Jungen zu schreiben. Allein die Sprache und wie sich Alex Dinge erklärt hat mir sehr gut gefallen, es war absolut authentisch. Gleichzeitig schafft gerade diese Besonderheit auch die Ernsthaftigkeit im richtigen Maße rüberzubringen, denn Alex hat es im Grunde nicht einfach. Er wächst bei einer Mutter auf, die einfach keine Kraft für Erziehung und Kinder hat. Der Bruder ist bereits weggezogen. Es ist aber nicht so, dass Alex dies nun total runterzieht. Nein, er kocht für seine Mum und kümmert sich herzzerreißend liebevoll um sie. Für ihn ist das normal und er stellt dies auch nicht in Frage.

Ein erwachsener Leser bekommt diese Problematik natürlich sofort mit und es schwingt eine gewisse Last mit. Und gleichzeitig möchte man Alex in den Arm nehmen und vor allem Leid beschützen. Zunächst weiß man auch gar nicht, wie genau es um die Familienverhältnisse bestellt ist, das gibt der Geschichte sogar eine Portion Spannung und lässt einen nicht von den Seiten los. Das etwas nicht stimmt, wird allerdings sofort klar. Und doch wird das Buch nicht von der Traurigkeit dominiert, sondern wartet auch mit Witz und Humor auf. Diese Mischung war einfach wunderbar gewählt.

Die Geschichte wird in den Aufnahmen für die Außerirdischen erzählt. Zu jeder Gelegenheit nimmt Alex etwas auf, in der Hoffnung, dass die Außerirdischen genügend Informationen über die Menschheit erhalten, sollten diese mal zu Besuch auf die Erde kommen. Diese Aufnahmen möchte er ins All schicken und in seiner kindlichen Vorstellung wird dies auch sehr bald geschehen. Ob er das wirklich schafft, müsst ihr selbst entdecken, denn das werde ich euch nicht verraten. Ich persönlich empfand diese Idee und Wünsche eines Jungen sehr erwärmend.

In diesem Buch steckt so viel mehr als die Inhaltsbeschreibung vermuten lässt. Deswegen empfehle ich euch, das Buch einfach mal zur Hand zu nehmen, ohne viel auf die Beschreibung zu geben. Die verrät für meinen Geschmack auch zu viel. Ich bin mir sicher, dass es auch euch verzaubern kann. Und solltet ihr einen Sohn in dem Alter haben, der Interesse für Bücher hegt: Kauft es ihm. Ich kann mir gut vorstellen, dass durch dieses Buch die Leseleidenschaft in jungen Jahren geweckt werden kann.

Ich hoffe sehr, dass man von dem Autor noch mehr lesen wird, denn schreiben kann er grandios! Mich hat das Buch mit einem wunderbaren Gefühl beschenkt und lässt mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurück.

Fazit: Unerwartetes Jahreshighlight.

Buchpunkte:
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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch – J. K. Rowling

Harry Potter Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind Fantastic Beasts and where to find them J K Rowling CARLSEN original drehbuch screenplay rezension wonderlandbooks thewonderlandbooks
Autor:
J. K. Rowling
Titel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch
Originaltitel: Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original Screenplay
Seiten: 304 Seiten
Verlag: CARLSEN
Erschienen: 14. Januar 2017
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3551556946
ISBN-13: 978-3551556943

Inhalt [amazon.de]:
Der Magizoologe Newt Scamander will in New York nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Doch als sein magischer Koffer verloren geht und ein Teil seiner phantastischen Tierwesen entkommt, steckt Newt in der Klemme – und nicht nur er.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch, nach Motiven aus dem gleichnamigen Hogwarts-Schulbuch, ist das Drehbuchdebüt von J.K. Rowling, Autorin der heiß geliebten und weltweit erfolgreichen Harry-Potter-Serie. Dieses Abenteuer, mit seinen außergewöhnlichen Figuren und magischen Geschöpfen, sprüht vor Ideen und ist große Erzählkunst, die ihresgleichen sucht. Es ist für alle Filmliebhaber und Leser ein absolutes Muss – für eingeschworene Fans wie für jeden Muggel, der die Magische Welt zum ersten Mal betritt.

Der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind startete im November 2016 in den Kinos.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich wahnsinnig gefreut, denn es ist von meiner Lieblingsautorin schlechthin und spielt noch dazu in der Welt meiner absoluten Lieblingsbücher: Harry Potter. Ich denke hier wird es vielen so gehen wie mir. Den Kinofilm habe ich letztes Jahr als eine der ersten gesehen und ich freue mich, behaupten zu können, dass mir der Film sehr gut gefallen hat. Dadurch war ich sehr neugierig auf das Drehbuch. Ich habe vorher noch nie eins gelesen und wusste daher auch nicht wirklich was mich erwarten wird. Dementsprechend kann ich es auch nicht mit anderen Drehbüchern vergleichen.

In den ersten Seiten musste ich mich an die Art des Buches etwas gewöhnen, aber sobald man die ersten Seiten inhaliert hat, war man sofort in dem Stil drin und in meinem Kopf lief der Film. Da mein Kinobesuch schon ein paar Monate her war, hat das Buch meine Erinnerungen an diesen wachgerufen und es hat erneut sehr viel Spaß gemacht mit Newt,Tina, Jacob und Queenie das Abenteuer zu bestreiten.

Mein absoluter Lieblingscharakter neben Newt ist definitiv Queenie. Ich liebe sie und vor allem liebe ich die zarte Liebesgeschichte zwischen ihr und Jacob. Die beiden sind einfach herzerwärmend süß zusammen. Aber auch Tina ist ein ganz wundervoller Charakter und ich finde es wirklich unglaublich toll, was J. K. Rowling hier wieder erschaffen hat. Wie schon im Film, haben mir besonders die vielen kleinen, neuen Informationen rund um die Welt von Harry Potter und Newt Scamander sehr gefallen.

Die Tierwesen sind, wie der Titel es verspricht, einfach phantastisch! Besonders beliebt ist wohl der Niffler, der mir in einigen Szenen ein herzhaftes Lachen abgewinnen konnte. Mein Lieblingstierwesen ist in dieser Geschichte jedoch der liebenswürdige Bowtruckle Pickett. In den habe ich mich regelrecht zum zweiten Mal verliebt.

Auch die Aufmachung des Buches sollte eine Erwähnung finden, denn die ist wirklich bezaubernd und etwas ganz besonderes. Nicht nur die Umschlaggestaltung ist der Wahnsinn. Auch unter dem Umschlag und den Buchdeckeln findet man wunderschöne Zeichnungen und Details. Hier wurde sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und jeder Potterhead wird sie lieben. Hinten im Buch findet man zudem ein kurzes Register mit Drehbuchbezogenen Abkürzungen, sowie eine kleine Auflistung der Hauptdarsteller des Filmes.

Der einzige Kritikpunkt den ich finden kann ist der, dass man das Buch viel zu schnell durchgelesen hat. Es war so unfassbar toll erneut in die Welt eintauchen zu können und ich hätte nicht damit gerechnet, dass es mir so leicht fallen wird, da es ja nicht wie ein „richtiges“ Buch geschrieben ist. Aber ich kann ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass viele Potterheads ihre Freude an dem Buch finden werden!

Auch wenn es hier um das Drehbuch geht, möchte ich kurz erwähnen, dass mich der Schauspieler Eddie Redmayne schon seit Jahren begleitet und mich immer wieder zum Staunen bringt. In meinen Augen ist er ein großartiger Schauspieler, der mich bereits in Filmen wie „Die Säulen der Erde“, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ und „The Danish Girl“ von sich überzeugen konnte. Meiner Meinung nach zeigt er in „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ nicht seine beste schauspielerische Leistung. Dennoch wurde er in meinen Augen gut ausgewählt und spielt seine Rolle überzeugend.

Abschließend kann ich sagen, dass ich dankbar dafür bin, dass dieses Buch veröffentlicht wurde. Es obliegt natürlich jedem selbst, es sich zu kaufen, wenn man den Film schon kennt und das Buch nicht kaufen möchte, aber ich bin unglaublich froh es gelesen zu haben und werde dies bestimmt ein weiteres Mal tun.

Fazit: Uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden Muggel und Potterhead!

Buchpunkte:
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Billy the Beast – Jörg Menke-Peitzmeyer

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Autor: Jörg Menke-Peitzmeyer
Titel: Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger
Originaltitel:
Seiten: 272 Seiten
Verlag: Ullstein Verlag
Erschienen: 24. Februar 2017
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3548289118
ISBN-13: 978-3548289113

Inhalt [amazon.de]:
Bert ist dick. Sogar sehr dick. Stolze 101 Kilo bringt er auf die Waage. Alles nervt. Gut, dass es Günther Jauch gibt: Bei seiner Lieblingssendung kann Bert ungestört von zu Hause mit raten. Doch dann ändert sich alles: Bert wird das Maskottchen einer Eishockeymannschaft und als „Billy the Beast“ im Tigerfell berühmt. Die Pfunde purzeln, eine glücklichere Welt unterhalb der 100-Kilo-Grenze scheint möglich. Aber bald kommt die Millionenfrage: „Wie erobert man das Herz einer Cheerleaderin?“ Der Zusatzjoker muss her …

Meine Meinung:
Dieses Buch hat förmlich nach mir gerufen, nachdem ich die Inhaltsangabe und die Leseprobe gelesen habe. Bei „Billy the Beast“ handelt es sich um den Debütroman von Jörg Menke-Peitzmeyer, der mit einem Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert wurde.

Das Buch fängt direkt mit unserem Hauptprotagonisten Bert Stutenkemper an. Man lernt ihn, seine aktuellen Familienverhältnisse und Essprobleme kennen. Er lebt für Süßigkeiten, allen voran Twix! Davon landet nicht nur einer in seinem Bauch, nein, er schafft locker um die 8 Riegel und mehr an einem Tag. Seine Mutter ist alleinerziehend und angelt sich einen Mann nach dem anderen, den sie dann bereits am Frühstückstisch deftig bekocht. Das Übergewicht von Bert ist also schnell erklärt und schon geht die Achterbahn des Lebens und des Buches für den Leser los.

Es gibt eine Szene, ziemlich am Anfang, die musste ich unbedingt meinem Freund vorlesen. Wir haben schallend gelacht und ich hatte Tränen in den Augen. Das ist mir wirklich noch nie bei einem Buch passiert. Der Autor hat meinen Humor getroffen. Leider konnte dieser doch sehr hohe Humorbogen nicht das ganze Buch über so extrem hoch gehalten werden, allerdings geht es in der Geschichte auch um mehr als nur den Witz und die humoristischen Sprüche und Situationen. Auch das Thema Mobbing spielt eine große Rolle und ich musste sehr oft schmunzeln. Mobbing ist natürlich unter aller Sau, aber wer kennt die typischen Klischees aus der Jugend nicht? Auch hier schafft der Autor es, alles sehr lustig zu verpacken, obwohl einem klar ist, dass einige Dinge einfach nicht in Ordnung sind.

Es geht im Großen und Ganzen um das Thema Übergewicht in der Jugend und das wird hier mit viel Witz und Humor prächtig dargestellt. Einiges mag vielleicht überspitzt gewesen sein, anderes dafür aber umso realistischer. Mit einigen Dingen konnte ich mich sehr gut identifizieren und ich habe rückblickend einige Situationen in meiner Jugend nochmal Revue passieren lassen. Nicht wirklich witzig, aber durchaus wichtig für mich.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Jungs zu diesem Roman greifen werden. Mein Freund wollte es am liebsten auch sofort lesen, aber nichts da! In der Regel lese ich gar nicht so oft witzige Romane, aber dieser hier hat es mir wirklich angetan. Hoffentlich schreibt der Autor noch mehr solcher Romane, denn lustig kann er!

Man kann dieses Buch als reinen humoristischen Roman lesen oder auch zwischen den Zeilen für sich selbst fündig werden und etwas für sich mitnehmen. Solltet ihr neugierig geworden sein, lest euch unbedingt mal die Leseprobe durch, vielleicht trifft diese ja auch euren Geschmack.

Fazit: Das lustigste Debüt, welches ich je gelesen habe!

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Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

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Autor: Jandy Nelson
Titel: Ich gebe dir die Sonne
Originaltitel: I`ll give you the sun
Seiten: 480 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 21. November 2016
Preis: 17,99 €
ISBN-10: 3570164594
ISBN-13: 978-3570164594

Inhalt [amazon.de]:
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler…

Meine Meinung:
Lasst alles stehen und liegen und lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! Dieses Buch ist das Beste was ich seit langem im Jugendbuchbereich gelesen habe. Es verdient viel mehr Aufmerksamkeit, ebenso wie die Autorin Jandy Nelson. Dieses Buch sticht aus der Masse an Jugendbüchern sowas von heraus. Tut euch den Gefallen und lasst euch diese Geschichte nicht entgehen.

Ich konnte das Buch einfach nicht loslassen und wollte es partout nicht beenden. „Ich gebe dir die Sonne“ hat mir so viel gegeben. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Und der Schreibstil der Autorin sowieso. So einen Schreibstil habe ich noch nie erlebt, er ist so unfassbar gut und unschlagbar wundervoll. Jandy Nelson schreibt nicht nur einfach einen Satz, sie schmückt diesen künstlerisch so aus, dass man beim lesen noch viel intensiver und mit allen Sinnen gepackt wird.

Man macht sich wesentlich mehr Gedanken und man nimmt die Charaktere viel deutlicher wahr. Die Gefühlswelt von Noah und Jude ging mir so nah und das alles wegen dieses einzigartigen Schreibstils. Ich kann euch das gar nicht richtig beschreiben, deswegen müsst ihr dieses Buch einfach unbedingt selbst lesen. Wirklich, ich verspreche euch da nicht zu viel! Es ist so viel mehr als ein einfaches Jugendbuch.

Noah und Jude. Die beiden sind zwei sehr realistisch, dargestellte Charaktere. Man wird im Laufe der Geschichte ein bisschen mit ihnen erwachsen und kann viele Gedanken und Situationen nachvollziehen. Keiner der beiden wurde mir fremd, sie wuchsen mir mehr und mehr ans Herz. Beide sind sehr facettenreich und besonders in ihrer Art und ihrem Handeln. Zwei Zwillinge, sich so nah und doch so fern.

So bunt wie das Cover entwickelt sich auch die Geschichte. Es passt einfach alles, ist stimmig bis zum Schluss. Es ist wohl auch das erste Buch für mich gewesen, in dem das Thema „Schwul sein“ eine tragende Rolle gespielt hat. Das war eine neue und sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich habe dadurch viel über mich selbst gelernt und dadurch prägt mich dieses Buch auch teilweise.

Ich werde mir auf jeden Fall das Buch „Über mir der Himmel“ von der Autorin zulegen, denn das kenne ich zum Glück noch nicht. Ebenso wird dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich das Buch gelesen habe. Denn das Buch fängt einen auf, tröstet, gibt einem Hoffnung und wiegt einen sanft in den Ruhemodus des Alltags. Es gibt einem wortwörtlich die Sonne.

Ein Buch über die Liebe, das Leben und Familienbande. Wir brauchen mehr von Jandy Nelson, wir brauchen mehr solcher Bücher!

Fazit: Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

Buchpunkte:
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Young Elites – Marie Lu

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Autor:
Marie Lu
Titel: Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche
Originaltitel: The Young Elites
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 16. Januar 2017
Preis: 18,95 €
ISBN-10: 3785583532
ISBN-13: 978-3785583531

Inhalt [amazon.de]:
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe …

Meine Meinung:
Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Rezension und die Bewertung dieses Buches so schwer fallen würde. Dies ist mein erstes Buch der Autorin gewesen, daher wusste ich nicht genau was mich erwarten wird. Ich durfte das Buch in der Lovelybooks-Leserunde lesen und das hat mir wirklich viel Spaß gemacht, weil man während der einzelnen Abschnitte schon einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Meinungen bekommen hat.

Der Anfang des Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Es hat sich über 100 Seiten so angefühlt, als hätte ich einen Film im Kopf ablaufen. Das passiert mir nur sehr selten. Ich war richtig gefesselt und konnte mir alles bildlich vorstellen. Ab einem gewissen Punkt fiel mir das mit der Vorstellungskraft allerdings immer schwerer und das liegt vor allem an der mangelhaften Beschreibung des Schauplatzes. Die Autorin gibt uns hier definitiv zu wenige Informationen.

Die Beschreibung von Adelina hat bei mir ordentlich Pluspunkte eingefahren. Sie ist nämlich alles andere als perfekt und hat ihre Makel, auch äußerlich. Traurig aber wahr, in den meisten Jugendbüchern sind die Mädels ja immer wunderschön, ob nun oberflächlich oder innerlich. Hier ist beides mit großen Mangeln behaftet und das macht die Protagonistin zu etwas besonderem. Einzig ihre Sprunghaftigkeit in Meinungen und Gedanken hat mich extrem an ihr gestört.

Alle anderen Charaktere werden immer nur sehr schwach angedeutet, ebenso die Schauplätze und das hat mich ab einem gewissen Punkt sehr gestört. Man kann sich irgendwann kein genaues Bild mehr von der Umgebung machen und das hat ziemlich viel Potenzial eingebüßt. Erst zum Ende hin konnte das Buch wieder einiges rausholen und zwar so sehr, dass ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen möchte.

Der zarten Liebesgeschichte zwischen Enzo und Adelina konnte ich absolut nichts abgewinnen. Die Funken sind bei mir überhaupt nicht übergesprungen und auch den beiden Protagonisten konnte ich es irgendwie nicht abkaufen. Das war total seltsam und wirkte oft total aufgezwungen, als hätte die Autorin sowas zwingend mit einbringen müssen. Da die Liebesgeschichte meiner Meinung nach aber nur kurz und nebensächlich dargestellt wird, hätte man das auch gut komplett weglassen können.

Der Verlauf der Geschichte hatte leider seine Schwächen und Längen. Der Anfang war bombastisch und ich dachte das wird ein neues Highlight, dann kam der Mitteilteil, der einfach total abgeflaut ist und ich wurde enttäuscht. Und das Ende hat dann mit dem Epilog so viel rausgeholt, dass man um den zweiten Teil kaum herum kommt. Aufgrund der doch vielen Schwächen, kann ich das Buch leider nicht mit 4 Buchpunkten bewerten. Nichtsdestotrotz fiebere ich Teil 2 entgegen.

Ich bin schon sehr auf das Cover und das genaue Erscheinungsdatum zum zweiten Band gespannt und ihr?

Fazit: Ein Buch das viel Potenzial verschenkt, mit dem Ende aber einiges rausgeholt hat.

Buchpunkte:
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Studierst du noch oder lebst du schon? – Tiphaine Rivière

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Autor: Tiphaine Rivière
Titel: Studierst du noch oder lebst du schon?
Originaltitel: Carnets de Thèse
Seiten: 184 Seiten
Verlag: Albrecht Knaus Verlag
Erschienen: 11. Oktober 2016
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3813507408
ISBN-13: 978-3813507409

Inhalt [amazon.de]:
Jeanne Dargan wurde gerade als Doktorandin akzeptiert. Zunächst enthusiastisch, dann stoisch, später verzweifelt taumelt sie zwischen ihrem charismatischen, aber wenig hilfreichen Doktorvater, der tiefenentspannten Institutssekretärin und diversen Jobs hin und her. Die Monate vergehen, und weder ihr Freund noch ihre Familie verstehen, warum diese verdammte Abschlussarbeit einfach nicht fertig wird. Noch schlimmer, permanent ist Jeanne mit der Frage konfrontiert: Und was macht man dann damit?

Meine Meinung:
Seit langem habe ich keine Graphic Novel mehr gelesen. Dies habe ich aber mit „Studierst du noch oder lebst du schon?“ geändert. Ich selbst bin keine Studentin oder habe jemals studiert, dennoch fand ich das Thema sehr interessant und habe mit großer Freude gelesen und gelacht.

Die Charaktere die einem im Laufe der Geschichte begegnen sind zum schreien charakteristisch gezeichnet. Besonders reizend fand ich die Institutssekretärin, die ist einfach der Oberknaller. Jeanne selbst war mir gar nicht so besonders sympathisch, aber trotzdem lebt die Novel von ihr. Am witzigsten fand ich ihre Erklärungen in der Uni oder ihrer Familie gegenüber.

Die Zeichnungen waren sehr unterstützend gestaltet. Die Hintergründe sind nicht zu detailreich gewesen und das Gesamtbild hat sich sehr gut an den Humor angepasst. Der ganze Zeichenstil ist etwas Besonderes. Er ist meiner Meinung nach nicht besonders schön, aber die Geschichte wirkt dadurch sehr authentisch und realitätsnah. Das zeichnet diese Graphic Novel auch besonders aus. Das wahre Leben auf 184 Seiten.

Das Ende kam auf einmal überraschend schnell, das fand ich etwas schade, dennoch hat mich der gesamte Ablauf überzeugen können. Die jeweiligen Stimmungen wurden immer gefühlvoll rübergebracht und ich denke jedes Mädchen und jede Frau kann sich teilweise mit Jeanne identifizieren. Auch die Entwicklung der Charaktere war bezaubernd komisch und zugleich sehr ehrlich.

Im Freundeskreis habe ich einige Studenten, daher werde ich denen diese Graphic Novel wärmstens empfehlen. Ich denke, wenn man selbst Student ist oder war, ist das Buch noch eine Ecke witziger. Nichtsdestotrotz konnte auch ich eine Menge schmunzeln.

Sollten noch mehr Geschichten der Autorin veröffentlicht werden, werde ich diese auf jeden Fall verfolgen, um stets eine Portion Humor abzubekommen.

Fazit: Eine witzige Hommage an das Studentenleben.

Buchpunkte:
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Diamant Krieger Saga • Damirs Schwur – Bettina Belitz

Diamant Krieger Saga Bettina Belitz Groot Rezension 2016 WonderlandBooks TheWonderlandBooks cbt verlag


Autor:
Bettina Belitz
Titel: Diamant Krieger Saga – Damirs Schwur
Seiten: 446 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 22. Februar 2016
Preis: 17,99 €
ISBN-10: 3570164179
ISBN-13: 978-3570164174

Inhalt [amazon.de]:
Erwache. Erkenne dich. Nutze deine Fähigkeiten.
Kämpfe!

Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder des Schattens.

Meine Meinung:
Nach der Splitterherz-Trilogie ist dies nun die zweite Reihe, die ich von Bettina Belitz angefangen habe. Das Cover ist so wunderschön, dass ich sofort darauf aufmerksam geworden bin und auch der Inhalt klang für mich sehr vielversprechend. Dennoch brauchte ich leider zwei Anläufe das Buch zu lesen, aber der zweite war erfolgsversprechend!

Wie habe ich den Schreibstil der Autorin in „Splitterherz“ und „Scherbenmond“ geliebt! Ich war so begeistert und trotzdem habe ich es bis heute nie geschafft den dritten Band, geschweige denn andere Bücher der Autorin zu lesen. Desto glücklicher war ich, mit der Diamant-Krieger-Saga ein komplett neues Werk von ihr in Händen halten zu dürfen.

Schon nach den ersten Seiten ist mir aufgefallen, dass ihr Schreibstil in meinen Augen hier irgendwie anders ist. Er liest sich immer noch hervorragend, aber irgendwie war ich nicht ganz so überzeugt wie damals bei „Scherbenmond“. Dies soll allerdings nicht als Kritikpunkt gewertet werden, denn ich denke es ist schwierig an so einen großen Erfolg anzuknüpfen und die Autorin hat sich selbstverständlich auch weiterentwickelt. Zudem handelt es sich hier um ein komplett anderes Konzept der Geschichte und da ist ein Vergleich meiner Meinung nach nicht angebracht.

 Mit den Charakteren in diesem Buch habe ich mich etwas schwierig getan. Am Anfang ging es eigentlich noch, aber gegen Mitte/Ende des Buches habe ich einige Gedanken von Sara nicht mehr nachvollziehen können. Irgendwie war sie schwer von Begriff und hat sich viele Dinge eingeredet, die ich nicht annähernd so empfunden habe wie sie und die etwas grundlos waren. Klar, hat sie eine gewisse Vorsicht an den Tag legen müssen, allerdings hat sie oft sehr verquer gedacht und Theorien aufgestellt, die ich von Anfang an für Unsinn gehalten habe.

Es wurde versucht den Leser auf eine bestimmte Fährte zu locken, auf die ich leider nicht „reingefallen“ bin. Da es der erste Teil einer Saga ist, kann ich natürlich noch nicht hundertprozentig sagen, ob das alles so stimmt, wie es sich am Ende zugetragen hat, allerdings bin ich felsenfest der Überzeugung, dass Sara mit ihren aufgestellten Theorien falsch liegt. Hier lasse ich mich in den nächsten Bänden aber gerne eines besseren belehren.

Die Geschichte plätschert manchmal etwas vor sich hin, dennoch konnten mich viele Szenen überzeugen. Es gibt da eine richtig ekelhafte Szene mit Spinnen und selten habe ich mir etwas so bildhaft vorgestellt und mich derart beim Lesen geekelt. Hier einen virtuellen Applaus an die Autorin. Zudem nimmt die Geschichte kaum ein Blatt vor den Mund was die Brutalität angeht, es passt aber zum Aufbau des gegenwärtigen Zustandes der Umwelt und der entsprechenden Gegenden, in denen Sara sich aufhält.

 Das Ende des Buches hat mir fast am Besten gefallen, denn hier kommt man der Geschichte endlich etwas mehr auf die Schliche und es entwickelt sich etwas, dass mich sehr neugierig auf den nächsten Band gemacht hat. Zum Glück dauert es nicht mehr so lange und ich kann es kaum erwarten. Hätte es dieses Ende allerdings nicht in dieser Form gegeben, weiß ich nicht, ob ich die Reihe tatsächlich weiter verfolgt hätte.

 Viele Fragen bleiben am Ende offen und daher bin ich auf den zweiten Band, der am 24. Oktober dieses Jahres erscheinen wird, schon sehr gespannt. Ich hoffe wirklich sehr, dass sich die Geschichte noch stärker entwickelt und die vielen Fragen aufgeklärt werden. Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um den ersten Teil einer Saga handelt und es eine Einleitung in die Geschichte der Diamant-Krieger ist. So habe ich es zumindest empfunden.

Fazit: Trotz einiger Schwächen hat die Saga potenzial!

Buchpunkte:
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Dreisam – Ally Taylor

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Autor: Ally Taylor
Titel: Dreisam
Seiten: 330 Seiten
Verlag: Knaur
Erschienen: 01. Februar 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3426518139
ISBN-13: 978-3426518137

Inhalt [amazon.de]:
Auch in diesen Sommersemesterferien arbeiten Julie und ihre beste Freundin Caroline wieder im Main & Carmichael Resort in Oceanside. Carolines Freund
Lucas und Julies bester Kumpel Kyle sind auch mit dabei. Alles wäre wie immer, wenn Julie nicht bei ihrem letzten Treffen mit Kyle geschlafen hätte. Als Julie in Oceanside ankommt, ist sie sich sicher, dass Kyle der Richtige für sie ist. Doch dann begegnet sie Jake Baker und nichts ist mehr so, wie es war. Julie versucht, sich zu wehren, aber die Anziehung ist stärker. Noch ahnt sie nicht, wer Jake wirklich ist …

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich überraschender Weise erreicht und ich wusste im ersten Moment nicht, ob ich mich freuen soll, weil mich die ersten beiden Teile der „Make it Count“- Reihe ja mit gemischten Gefühlen zurück gelassen haben. Nichtsdestotrotz habe ich es gelesen und werde euch auch dieses Mal meine Meinung dazu mitteilen.

Woooow ging die Geschichte schnell in ihre Vollen. Es hat gefühlt keine zehn Seiten gebraucht bis das Feuer zwischen den beiden Hauptprotagonisten schon vollends entflammt ist. Ich muss ja zugeben, dass ich nach den ersten beiden Büchern nichts anderes mehr erwartet habe, aber hier ging es wirklich so schnell wie noch nie. Inzwischen lese ich die Bücher schon mit einem Schmunzeln und irgendwie haben die Bücher ihren eigenen Wiedererkennungswert.

Was mir besonders gefällt, ist die Tatsache, dass man immer wieder auf alte Bekannte aus den anderen Büchern trifft. Das gibt einem das Gefühl zu Besuch zu sein und irgendwie hat das was. Der Schreibstil ist wie immer leicht und locker zu lesen. Das Cover finde ich grauenvoll. Diesen palmenartigen Schatten auf allen Büchern finde ich irgendwie überhaupt nicht ansprechend, wobei es in Oceanside ja vielleicht Palmen gibt. Dieses Cover ist für mich einfach null ansprechend und es war mir schon etwas unangenehm es deswegen in der Öffentlichkeit zu lesen.

Julie und Kyle sind beste Freunde die vor kurzem das erste Mal miteinander geschlafen haben. Es war schön, aber eben doch etwas befremdlich, da Julie eigentlich nur freundschaftliche Gefühle für ihn hegt. Kyle dagegen ist unsterblich in sie verliebt und das zeigt er auch offensichtlich. Beide waren mir leider nicht ganz so sympathisch. Julie hat mich etwas genervt mit ihrem „ich kann mich nicht entscheiden“, obwohl es ja doch sehr offentsichtlich war für wen ihr Herz schlägt. Kyle hat mir zu sehr geklammert und sich in etwas reingehangen, was einfach nicht da war. Das ist mein persönliches Empfinden gewesen.

Jake ist siebenundzwanzig, Kyles Bruder und mag Hitchcock-Filme. Alleine diese Tatsache hat ihn mir ja schon sehr sympathisch gemacht, weil ich auch ein kleiner Hitchcock-Fan bin. Er und Julie treffen bereits auf den ersten Seiten des Buches aufeinander und es fängt sofort an zwischen den beiden zu knistern. Beide wissen zu dem Zeitpunkt nicht, dass Kyle Jakes Bruder ist und Julie das Mädchen, dass Kyle liebt. Diese Tatsache gibt dem Buch bereits die Würze. Es bleibt zwar nicht lange unbemerkt, aber die Gefühle sind bereits entfacht und die daraus resultierenden Probleme vorprogrammiert. Das ging mir persönlich ja doch etwas zu schnell, selbst für die Oceanside-Bücher.

Es werden viele Situationen stark dramatisiert und das kauf ich persönlich leider immer schlecht ab. Mir ist das einfach zu realitätsfern. Trotzdem hat es halt etwas entspanntes, weil man bei diesen Büchern nicht groß nachdenken muss und sich einfach berieseln lassen kann.

Das Buch von Carrie Price hat mir bisher am Besten gefallen und ich bin gespannt wie das nächste Buch, welches wieder von Carrie Price ist, mir gefallen wird.

Fazit: Trotz der ganzen übertriebenen Dramatik, kann ich dem Buch tatsächlich etwas abgewinnen.

Buchpunkte:

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