Schweige still – Michael Robotham

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Autor: Michael Robotham
Titel: Schweige still (Cyrus Haven 1)
Originaltitel: Good Girl, Bad Girl
Seiten: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erschienen: 27. Dezember 2019
Preis: 15,90 €
ISBN-10: 3442315050
ISBN-13: 978-3442315055

Inhalt [amazon.de]:

Seine Kindheit birgt ein schweres Trauma, sein Leben hat er dem Kampf gegen das Verbrechen gewidmet: Der Psychologe Cyrus Haven berät die Polizei bei der Aufklärung von Gewaltverbrechen. Während er einen brutalen Mordfall untersucht, lernt Cyrus Evie Cormac kennen. Evie, die als Kind aus den Fängen eines Entführers gerettet wurde, ist zu einer hochintelligenten, aber unberechenbaren jungen Frau herangewachsen. Und verfügt über ein untrügliches Gespür dafür, wenn jemand lügt. Als Cyrus‘ Ermittlungen sich zuspitzen, bringt sie damit nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr …

Meine Meinung:
Wow, endlich habe ich ein Buch des Autors Michael Robotham gelesen. Ich weiß schon gar nicht mehr wie lange das auf meiner persönlichen Agenda gestanden hat. 2020 wird wohl das Jahr des „Nachholens“ für mich, worauf ich mich schon sehr freue, wenn ich ehrlich bin. Aber fangen wir mal mit dem neuesten Thriller bzw. Psychothriller von Michael Robotham an, welcher zugleich der Start einer neuen Reihe zu sein scheint. Da dies mein erstes Buch des Autors ist, habe ich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten zu seinen bereits erschienenen Werken (die Joe O‘ Loughlin Reihe).

Der Einstieg in die Story wird einem sehr einfach gemacht. Man lernt sofort die beiden Hauptprotagonisten Cyrus und Evie kennen. Jeder bekommt seine eigenen Kapitel mit eigener Perspektive, was mir in diesem Fall gefallen hat. Irgendwie kann man dadurch zu beiden eine ganz gewisse Beziehung aufbauen und versteht die Handlungen der Charaktere besser. Die Erzählweise hat der Geschichte und der Charakterentwicklung gut getan.

Denn die zu erzählende Geschichte kommt irgendwie ganz leise daher und lässt sich dennoch unglaublich gut lesen. Man folgt den Szenen im Kopf wie einem Film und das hat mir wirklich sehr gut gefallen, da ich mich dadurch gut unterhalten gefühlt habe. Trotzdem hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass gar nicht so viel passiert, obwohl im Grunde einiges passiert. Das ist etwas schwierig zu erklären. Aber es gibt so Bücher, die kommen genau damit gut aus. So auch „Schweige still“.

Cyrus und Evie sind mir nicht immer sympathisch gewesen, dennoch haben sie auf ihre ganz eigene Art eine gewisse Anziehungskraft des Lesers gegenüber. Auch über das Ende hinaus, möchte ich wissen wie es für die beiden weitergeht und was sie in Zukunft noch erleben und meistern müssen.

Der Schreibstil von Michael Robotham ist klasse. Er versteht es die Szenerie so aufzubauen, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Auch die Schwächen und Stärken der Menschen wurden nachvollziehbar dargestellt. Für meinen Geschmack hätte es wirklich etwas spannender sein können und auch das Ende war keine Überraschung, aber wie bereits erwähnt, konnte mich dieses Buch irgendwie trotzdem unterhalten. Die Deklarierung als Psychothriller erschließt sich mir in diesem Fall allerdings nicht, da es sich für mich höchstens wie ein reiner Thriller gelesen hat.

Ich kann mir vorstellen, dass er bereits spannendere Thriller/Psychothriller geschrieben hat, aber sein Talent für das Schreiben ist nicht von der Hand zu weisen. Für mich steht fest, dass ich definitiv an dieser begonnenen Reihe dranbleiben und mir seine Erstlingswerke für ein besseres Urteil zulegen werde.

Fazit: Ich bin gespannt wie es mit diesem ungleichen Team weitergeht.

Buchpunkte:
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Das gestohlene Kind – Tamer Bakiner

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Autor: Tamer Bakiner
Titel: Das gestohlene Kind
Seiten: 368 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 02. Dezember 2019
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3426525208
ISBN-13: 978-3426525203

Inhalt [amazon.de]:

»Kindes-Rückführung aus Thailand: ein dramatischer, actionreicher True-Crime-Thriller von Privat-Ermittler Tamer Bakiner, der auf einem wahren Fall basiert. In der Ehe von Alexander Bergmann und seiner thailändischen Frau Suna stehen die Zeichen auf Sturm. Immer öfter zieht es Suna in ihre Heimat; immer weniger interessiert sie sich für Alexander und sein Leben. Eines Tages ist Suna spurlos verschwunden – und mit ihr die kleine Elara, ihre gemeinsame Tochter. In größter Verzweiflung bittet Alexander eine Freundin, die Psychologin Florentine Fuchs, um Hilfe. Als er unangemeldet in ihre Praxis stürmt, sitzt dort ihr neuester Klient, ein Mann, dem sie gerade mühsam klarzumachen versucht, dass jeder einmal eine Ruhepause braucht. Es ist Privatermittler Malik Martens – seines Zeichens Spezialist auf dem Gebiet der Kindes-Rückführung. Malik zögert nicht lange. Er nimmt sich des Falles an und ahnt noch nicht, dass er all sein Können, all seine Erfahrung und schließlich auch Florentines spezielle Fähigkeiten brauchen wird, um die kleine Elara aufzuspüren. Doch das ist erst der Beginn …

Tamer Bakiner, der „Wahrheitsjäger“, ist einer der erfolgreichsten Wirtschafts- und Privatermittler in Deutschland. Seinem ersten True-Crime-Thriller liegt ein Fall von Kindes-Rückführung zugrunde, den er vor einigen Jahren erfolgreich gelöst hat. Mit Malik Martens – Tamer Bakiners Alter Ego – und Psychologin Florentine Fuchs betritt ein ungewöhnliches Team die True-Crime-Bühne, das hochspannende Einblicke in die Arbeit moderner Privatermittler gibt.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich vom Verlag selbst aufmerksam gemacht. Da ich mich in meiner Freizeit des Öfteren mit True Crime beschäftige, sei es in Form von Zeitschriften oder Podcasts, war  ich direkt neugierig. Nach kurzem Einblick in die Leseprobe und der Inhaltsbeschreibung war ich sehr angetan und habe es auch sofort nach Erhalt begonnen zu gelesen.

Leider passt der Inhalt nicht ganz zu meiner Vorstellung der vorangegangenen Beschreibung. Bis es überhaupt zu dem Thema der Kindes-Rückführung kommt dauert es sehr lange. Im Grunde bezieht sich dies wirklich nur auf den letzten Abschnitt der Geschichte. Das fand ich etwas schade, da es laut Inhaltsbeschreibung für mich so klang, als würde es das ganze Buch darum gehen.

Es wurde in diesem Fall sehr lang die Vorgeschichte erzählt, also wie es überhaupt zu so einer Tat der Kindesentführung kommen kann. Ist natürlich nicht schlimm, deckt sich bloß, meiner Meinung nach, nicht ganz mit dem Klappentext.

Zudem konnte ich leider zudem keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Der Schreibstil von Tamer Bakiner ist im Grunde echt nicht schlecht, aber irgendwas hat mir gefehlt und er konnte mich insgesamt nicht fesseln.

Der Aufbau der Story und die gewählten Charakterzüge sind zwar menschlich, aber nicht immer greifbar für mich gewesen. Einige Szenen empfand ich zum Ende hin dann irgendwie auch weit hergeholt, wobei ich mir gleichzeitig vorstellen kann, dass dies der Realität entsprechen mag. Vielleicht ist es letztendlich auch einfach nicht mein Thema im Bereich des True Crime gewesen.

Alles in allem konnte ich an „Das gestohlene Kind“ von Tamer Bakiner leider keinen Gefallen finden.

Fazit: True Crime, welches mir leider nicht zusagt.

Buchpunkte:
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