Das Licht der letzten Tage – Emily St. John Mandel

Autor: Emily St. John Mandel
Titel: Das Licht der letzten Tage
Seiten: 403 Seiten
Verlag: PIPER Paperback
Erschienen: 14. September 2015
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3492060226
ISBN-13: 978-3492060226

Inhalt [amazon.de]:
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.

Meine Meinung:
Dies ist das erste Buch, welches ich in der Lovelybooks.de-Lesechallenge gelesen habe. Ich wurde durch die tolle Leseprobe und das fantastische Cover auf das Buch aufmerksam. Die ersten Seiten des Buches kannte ich daher auch schon aus der Leseprobe. Ich wusste nicht was mich erwarten wird und das ging mir das ganze Buch über noch so.

Das Buch beginnt mit dem Tod von Arthur, einem Schauspieler, den wir im Laufe der Erzählungen noch besser kennenlernen werden. Kurz nach seinem Tod wird schnell klar, dass eine Epidemie ausgebrochen ist, denn er ist nicht der einzige Tote. In weniger als einer Woche stirbt 99% der Bevölkerung. Es handelt sich um einen sehr ausgeprägten Grippevirus. Nur sehr wenige Menschen haben überlebt und von einigen wird in diesem Buch erzählt.

Arthur nimmt auch nach seinem Tod eine große Rolle in diesem Buch ein. Es werden sehr viele Abschnitte seines Lebens beleuchtet. Dadurch bekommt auch sein Umfeld eine Rolle, wie z.B. seine Exfrauen, sein Sohn und sein Jugendfreund. Neben diesen Personen gibt es dann noch Jeevan. Jeevan hat mit dem Clan um Arthur eigentlich gar nichts zu tun. Er ist derjenige, der beim Tod von Arthur zufällig zugegen war und ärztliche Hilfestellung leisten wollte. Er ist zwar kein richtiger Arzt, hätte aber gerne eine medizinische Laufbahn eingeschlagen.

Jeevan kam mir in diesem Buch leider etwas zu kurz. Über ihn hätte ich gerne mehr erfahren. Es ist nicht so, dass wir gar nichts über ihn wissen oder erfahren werden, aber wenn ihr das Buch gelesen habt, wisst ihr bestimmt was ich meine. Was bei dem einen zu viel erzählt wurde, fehlte bei dem anderen. So geht es das ganze Buch über. Es gibt auch noch Kirsten. Ein Mädchen, das zu Beginn des Buches noch recht jung ist und mit der Krise und den Zeitsprüngen älter wird. Von ihr erfahren wir gefühlt nur kleine Fetzen. Es war dennoch sehr schön, dass Leben und Altern der Figuren über so einen langen Zeitraum mitzuerleben.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich richtig gut gefallen und das war auch sehr wichtig für das Buch, weil ich mich sonst stellenweise echt hätte durchquälen müssen. Durch ihre Art zu schreiben blieb man doch auf eine Art und Weise dran und möchte unbedingt wissen wie es mit den Charakteren weitergeht. Sie hat es sogar geschafft richtig viele verschiedene Personen, Handlungsstränge und Zeitsprünge aufzugreifen und doch am Ende alles so zusammenzufügen, dass es einen Sinn ergibt.

Der Perspektivwechsel ist ihr ausnahmslos gut gelungen. Und das ist eine Sache, die meiner Meinung nach, nur wenigen so gut gelingt. Es bleiben zwar auch am Ende noch ein paar Fragen offen, aber das sind Kleinigkeiten, die vielleicht auch die Fantasie nach dem lesen anregen sollten. Einerseits hat mich das Ende durch meine noch offenen Fragen etwas enttäuscht, andererseits kann man halt auch noch selbst weiterfantasieren. Es mag vielleicht auch so sein, dass ich den Sinn hinter dieser Geschichte einfach nicht verstanden habe. Vielleicht gibt es aber auch keinen bestimmten Sinn und ich habe zu viel darüber nachgedacht.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schon irgendwie gefallen hat. Es fällt mir schwer meine Meinung dazu in die richtigen Worte zu fassen, weil dieses Buch einfach anders ist. Es ist etwas Besonderes. Dennoch lässt mich das Ende etwas sprachlos zurück und hat mich auch etwas enttäuscht. Ich hatte wohl unbewusst auf ein richtiges Ende gehofft und das bleibt für mich persönlich irgendwie aus.

Falls es einen zweiten Teil geben soll, würde meine Meinung etwas anders ausfallen, aber bisher habe ich die Information, dass es sich um einen Einzelband handelt und daher schwanke ich bei meiner Bewertung so.

Fazit: Ein besonderes Buch, dessen Ende mich leider enttäuscht hat.

Buchpunkte:
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