Die Welt ist kein Ozean – Alexa Hennig von Lange

Autor: Alexa Hennig von Lange
Titel: Die Welt ist kein Ozean
Seiten: 349 Seiten
Verlag: cbt
Erschienen: 27. Juli 2015
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3570162966
ISBN-13: 978-3570162965

Inhalt [amazon.de]:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

Meine Meinung:
Ich habe im letzten Jahr das Buch „Ach wie gut, dass niemand weiß…“ der Autorin gelesen und war ja nicht ganz überzeugt. Dieses Jahr erschien „Die Welt ist kein Ozean“ und das hat mir schon wesentlich besser gefallen und konnte stellenweise definitiv beständiger überzeugen. Auch der Schreibstil hat mir hier noch besser gefallen.

Nachdem ich meine alte Rezension zu dem o.g. Buch noch einmal durchgelesen habe, fiel dann auch bei mir endlich der Groschen. Die Geschichte in dem neuesten Buch handelt von der Schwester der Hauptprotagonistin aus „Ach wie gut, dass niemand weiß…“. Ich hatte ständig das Gefühl, dass mir die Geschichte von Sina und Noah bekannt vorkam und es hat teilweise auch echt im Kopf geklingelt.

Kommen wir also nun zu Franzi. Franzi ist die Schwester von Sina und bekommt hier ihre eigene Liebesgeschichte. Sie ist jung, kommt aus gutem Hause und möchte endlich das „echte“ Leben kennenlernen. Nicht ständig so wohlbehütet und in Watte gepackt ihr Leben erleben, sondern die harte, ungeschönte Version des Lebens kennenlernen. Dies macht sie wahr, indem sie Ihr Schülerpraktikum in einer Psychiatrischen Klinik für Jugendliche absolvieren möchte. Sie ahnt nicht, dass dies abenteuerlicher wird als sie es sich je vorgestellt hat.

Sie trifft dort auf Tucker Beer. Tucker ist nicht wie die anderen. Er leidet unter totalem Mutismus, d.h., dass er nicht redet und tief in sich versunken ist. Grauenhafte Voraussetzungen also um mit ihm eine Beziehung zu führen. Doch Franzi wäre nicht Franzi, wenn sie es nicht irgendwie versuchen würde, etwas aus ihm herauszulocken und sei es zunächst auch nur ein zaghaftes Lächeln.

Franzi ist mit von Anfang an sympathischer gewesen als Sina. Franzi hat feuerrote, wilde Haare und spielt für ihr Leben gerne Klavier. Sie neigt stark zu sehr dramatischen Gedankengängen und überdramatisiert vieles, was in dem Alter aber völlig normal ist. Damit konnte ich mich wirklich gut identifizieren. Klavier spielen würde ich auch gerne, aber dies bleibt wohl erstmal ein Wunschtraum. Franzi hat einen sehr eigensinnigen Charakter und die Autorin hat es dadurch wunderbar geschafft, die Beziehung zu den eigenen Eltern während des Erwachsenwerdens sehr realistisch zu schildern.

Leider konnte ich manchmal Franzis Wissen über Tucker nicht ganz nachvollziehen. Auf einmal wusste sie über das Schockerlebnis, welches ihn in den Mutismus getrieben hat Bescheid, obwohl ihr das theoretisch niemand bewusst erzählt hat. Das kam mir etwas zu weit hergeholt vor.
Ansonsten handelt es sich bei diesem Buch um einen soliden Jugendroman mit interessanter Thematik, welchen ich sehr gerne gelesen habe. Sollte es eine Fortsetzung von Franzi und Tucker geben, wäre ich eine der Ersten die sich das Buch sofort kaufen würde.

Fazit: Ein toller Jugendroman mit interessanter Thematik!

Buchpunkte:
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